Ein Prophet besucht Südafrika

Berichte aus Südafrika (2): Kapstadt bis East London

Von Bloemfontein reisten wir ungefähr 1.500 Kilometer südwestlich nach Kapstadt. Kapstadt wird oft als das Einfallstor nach Afrika bezeichnet. Der Grundstein moderner Zivilisation in Südafrika liegt in Kapstadt, am Fuße des Tafelberges. Dort war es, dass Jan van Riedeeck 2652 den ersten Vorposten auf der Handelsroute nach Ostindien errichtete. Heute ist es eine moderne Stadt mit einer halben Million Einwohner und einem weltberühmten Hafen. Sie ist die parlamentarische Hauptstadt der Union und weit bekannt für ihr herrliches Landschaftsbild.

Die Versammlungen dort wurden am Wingfield Flughafen gehalten, der von den South African Airlines betrieben wird, die einen Hangar kostenlos zur Verfügung stellten. Jeder Gottesdienst hatte fünf- bis zehntausend Teilnehmer. Wie gewöhnlich waren die Sitzplätze wieder gegen sechs Uhr abends belegt. Deshalb begannen die Gottesdienste oft zu dieser Zeit, was den Menschen die Gelegenheit gab, sowohl von Bruder Bosworth als auch von Bruder Baxter eine Predigt zu hören und auch die Manifestation der Gabe zu sehen, die durch William Branham tätig ist.

Die Versammlungen für die Nichteuropäer wurden in der Drill Halle in Kapstadt gehalten. Während eines Gottesdienstes dort sagten 53 Personen aus, dass ihr Augenlicht entweder deutlich besser oder gänzlich normal geworden war. Viele von ihnen waren zuvor völlig blind gewesen.

Hangar Nr. 3 auf dem Wingfield Flughafen

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen für die Nichteuropäer sollte um zehn Uhr beginnen, aber die Leute kamen bereits ab 1:30 Uhr in der Frühe. Über Stunden und Stunden warteten sie auf den Beginn des Gottesdienstes. Als dann die Türen geöffnet wurden, konnte nur ein geringer Teil in die Halle, die weniger als 3.000 Menschen fasste. Beim Gottesdienst am Nachmittag sprach ich mit einigen Polizeibeamten, die mir berichteten, dass ihren Schätzungen nach wenigstens fünfzig Menschen im Verlauf des Tages ohnmächtig geworden waren, während sie auf Einlass in die Halle warteten.

Nach der Predigt mit dem Titel „Verantwortung und Ermutigung“ wurde ein Massengebet für all jene dargebracht, die der Heilung bedurften. Nach dem Gebet baten wir um Zeugnisse. Eine Menge kam nach vorne und bezeugte ihre Heilung, die sie empfangen hatten. Ein Mädchen, das in die Halle hineingetragen wurde, hatte einen gebrochenen Knöchel, der nicht heilen wollte. Sie empfing ihre Heilung, lief vollkommen gesund auf die Plattform und gab ihr Zeugnis. Einige berichteten, dass sie besser hören konnten. Zwei ehemals Blinde bezeugten, dass sie sehen konnten. Ihr Glaube war groß.

Drill Halle, Kapstadt, Südafrika

Ich erinnere mich, wie ich während dieser Predigt auf der Plattform saß und die Menschen und ihre Reaktion auf die Predigt des Glaubens hin beobachtete. Dabei bemerkte ich eine Frau, die etwa dreißig oder vierzig Fuß entfernt vor der Plattform saß. Sie schaute auf ihre Hände. Anhand der großen Knöchel und der offenkundigen Steifheit ihrer Finger konnte man sehen, dass sie an Arthritis litt. Sie war nicht in der Lage, ihre Finger zu bewegen, doch während sie die Darlegung des Wortes Gottes hörte, war ihr Glaube gewachsen und sie blickte auf diese verkrüppelten Finger hinab und versuchte sie zu bewegen. Zunächst war da praktisch keinerlei Regung. Sie fuhr fort, ihren Glauben auszuüben, und während sie das tat, wurde es offensichtlich, dass sie in der Lage war, sie besser zu bewegen als vorher. Nach ein paar weiteren Minuten öffnete und schloss sie ihre Hände mit vollkommener Leichtigkeit. Ein Lächeln trat auf ihr Gesicht als sie gewahr wurde, dass sie somit frei von dem verkrüppelten Zustand war, den die Arthritis verursacht hatte.

Ein kleiner Teil der Menge, der es nicht möglich war, Einlass in die Drill Halle zu erhalten

Eines Tages, während Bruder Bosworth die Straße entlang ging, wurde er von einer Frau angesprochen, die vermutete, dass er Amerikaner sei. Sie fragte ihn, ob er in irgendeiner Weise mit den Heilungsversammlungen zu tun habe. Sie sei ungläubig, und habe dem Feldzug aus diesem Grund wenig oder keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Ihr Arzt jedoch hatte ihr von drei oder vier seiner Patienten berichtet, die in den Versammlungen gewesen waren und Heilung empfangen hatten. Sie hatte von Spiritismus gehört und der Christlichen Wissenschaft und fragte sich, ob diese Versammlungen von einem von denen finanziert wurden. Da ihr Arzt ihr von den Versammlungen erzählt und ihr geraten hatte, dass sie vielleicht dort Besserung erhalten könne, empfand sie, dass es sich wahrscheinlich lohnen würde, daran teilzunehmen.

Bruder Branham betet unter der Salbung über Taschentüchern gemäß Apostelgeschichte 19:11-12

Während Bruder Branham unter der Salbung ist, ist es sehr wichtig, dass man haargenau tut, worum er bittet. Seine Worte sind dann nicht mehr seine eigenen, sondern die Worte des Heiligen Geistes, der den Willen eines souveränen Gottes verkündet. Ich möchte aus einem Brief zitieren, der diese Wichtigkeit aufzeigt. „Die Frau aus Wingfield, die von Krebs geheilt wurde, und der durch Bruder Branham gesagt wurde, sich taufen zu lassen, nahm am letzten Donnerstagabend an einem Taufgottesdienst teil, ließ sich jedoch nicht taufen. Sie sagte zu ihrem Pastor: „Zu denken, dass ich all die Jahre ein Gemeindemitglied gewesen bin und nie gerettet war, obwohl ich eine Sonntagsschullehrerin war. Aber jetzt bin ich gerettet und geheilt.“ Sie jubelte in ihrer Rettung und Heilung, vergaß jedoch zu tun, was Bruder Branham ihr gesagt hatte. Sie wurde nicht getauft. Am darauf folgenden Samstag starb sie. Sie zahlte den Preis für ihren Ungehorsam.“

Während Bruder Bosworth einmal an einem Sonntagnachmittag in Kapstadt zu den Eingeborenen predigte, sagte er Folgendes: „Wenn ihr eingeborenen Prediger Gott glauben werdet, wird Gott einigen von euch heute Nachmittag die Gabe der Heilung geben.“ Bruder Bosworth war von den Worten, die er selbst ausgesprochen hatte, ziemlich erschrocken, er hatte sie gesagt, ehe ihm bewusst wurde, was er da gerade sagte. Nach dem Gottesdienst sagte er zu mir: „Ich glaube, Gott leitete mich, diese Worte auszusprechen. Ich glaube, wenn du Gelegenheit hast, dieses nachzuverfolgen, werden wir feststellen, dass an diesem Nachmittag irgendein eingeborener Pastor anwesend war, der die Gabe der Heilung empfangen hat.“

Ich erkundigte mich bei einigen der Missionare, ob sie dort von irgendeinem eingeborenen Pastor gehört hätten, der die Gabe der Heilung empfangen hat, wie es Bruder Bosworth in dem Gottesdienst erwähnt hatte. Einer von ihnen erzählte mir von einem eingeborenen Pastor, der an göttliche Heilung geglaubt, jedoch aus Mangel an Glauben in sein eigenes Gebet nie für eine kranke Person gebetet hatte. Nach diesem Gottesdienst hingegen suchte er die verschiedenen Kranken auf und betete für sie und viele empfingen ihre Heilung. Später schrieb mir derselbe Missionar einen Brief, in welchem er folgendes sagte: „Der Eingeborene, der die Gabe der Heilung empfangen hat, kam aus Angola (Portugiesisch Afrika). Er ist so ungebildet, dass er sich oft nicht verständlich machen kann. Er ist bloß ein junger Bursche, aber Gott hat Seinen Diener aufgerichtet, und jetzt ist er sehr gefragt. Lastwagen voller Kranken werden über lange Strecken hergebracht, damit er für sie betet. Gestern bin ich an der Stelle vorübergekommen, wo wir die Versammlungen für die Farbigen und Eingeborenen gehalten haben, und dort hielt er gerade eine Freiluftversammlung.“

Andere Berichte über diesen Eingeborenen bestätigen die Tatsache, dass Gott einem eingeborenen Pastor dort die Gabe der Heilung gab, der es wagte, Gott zu glauben und im Glauben auftrat.

Ich möchte Ihnen einen Bericht über die Versammlungen in Kapstadt wörtlich wiedergeben, der auf den britischen Inseln durch die Zeitschrift Redemption Tidings und späterhin in Amerika durch Herald of Faith veröffentlicht wurde:

AUFRÜTTELNDE ERWECKUNGSNACHRICHTEN AUS KAPSTADT

von Frank G. Holder

Niemals zuvor in der Geschichte der internationalen Luftfahrt hat ein Hangar eine solch lohnende Nutzung gefunden, mit solch weit reichenden Resultaten unter den Einwohnern vor Ort. Hangar Nr. 3, wo gewöhnlich Passagierflugzeuge ihren Platz hatten, wurde mit einem Mal zu einer „Evangeliums Halle“ umgewandelt, der innen viertausend und draußen beinahe zweitausend Leuten Platz bot.

Sein unverkleidetes Stahlgerüst und seine wenig ansprechende Atmosphäre ließen, was architektonische Schönheit anbetraf, viel zu wünschen übrig, doch schuf die Begeisterung unter den sich versammelnden Scharen bald eine Atmosphäre ungewöhnlicher Erwartung. Da dieser Platz etliche Kilometer außerhalb der Stadt gelegen ist, könnte man sich ausmalen, ein moderner Johannes der Täufer rufe seine Versammlung hinaus in die Wüste, um seine Botschaft von Gott zu hören.

Zu diesem eigenartigen, so ohne Würde, kirchlichem Arrangement kam obendrein noch das Aufgebot an Krankenwagen hinzu, die ihre bettlägerigen Fälle auf dem kalten Betonboden vor der behelfsmäßigen Plattform absetzten. Die Lahmen, Verkrüppelten, Blinde und Kranke aller Art strömten hinein, um ihren Platz in der ständig anwachsenden Krankenbucht einzunehmen.

Bruder William Branham und seine Gruppe aus den Vereinigten Staaten waren mit einer Botschaft in Kapstadt eingetroffen, die mit der gleichen Bestätigung himmlischer Dynamik, durch erstaunliche Zeichen und Wunder, sowohl in kunstvollen, modernen Hörsälen als auch in Flugzeughallen verkündet werden kann. Die Nachrichten versetzten den Ort bereits in Aufregung, denn was Johannesburg, Kimberley, Bloemfontein und viele andere südafrikanische Städte erschüttert hatte, war in Kapstadt eingetroffen.

Vom ersten Tage an begannen Wunder zu geschehen, als pfingstliche Kraft und Herrlichkeit überallhin herabfiel. Die Zusammenkünfte wuchsen an, bis Sitzplätze ein Luxus und Wunder zu zahlreich wurden, um sie noch verzeichnen zu können. Die Lahmen hüpften und gingen, die Tauben hörten deutlich, Krebs verschwand, Dämonen flohen und Herzschwache wurden augenblicklich geheilt. Während Bruder Branham durch Offenbarung die Art der Beschwerde einer jeden Person aussprach, und nicht einmal auch nur teilweise verkehrt war, wuchs der Glaube und die Menschen wurden geheilt. Heilungskraft fiel über die Versammlung und es bedurfte allein des Glaubens, um das, was benötigt wurde, zu nehmen, und es gehörte einem. Hunderte von Ungläubigen wurden von der Wahrheit des Evangeliums überzeugt und nahmen Christus als ihren Retter an.

Kapstadt ist von der Kraft Gottes erschüttert worden, und es geschah alles innerhalb von fünf Tagen. Ob man in Bussen fuhr oder die Straßen entlang ging, man hörte ständig wie die Leute von den Versammlungen auf dem Wingfield Flughafen und den herrlichen Wundern sprachen.

Besondere Versammlungen wurden separat für die Farbigen gehalten und unter ihnen geschahen sogar noch größere Dinge. Die Kraft Gottes war gegenwärtig zu heilen, sodass sie einander die Hände auflegten und Befreiung empfingen. Ein Mann, der seit vielen Jahren verkrüppelt gewesen war, entschloss sich, seine Beine auszuprobieren, die gesund gemacht worden waren. Er rannte durch die Straßen und wurde von einem Polizisten verfolgt, der eine Erklärung verlangte. Die bekam er natürlich! Außerhalb der Versammlung auf dem Paradegelände in der Stadt, empfingen Farbige Heilung von Krankheiten aller Art.

Nie zuvor sind wir Zeuge solch einer Fülle von Zeichen und Wundern geworden, oder solcher Beweise an göttlicher Offenbarung und Kraft. Dies ist eine Heimsuchung von Gott und inmitten von ihr wurden unsere Herzen von tiefem Mitleid für unser Vaterland erfasst. Wir beten, dass es dem Herrn gefallen möge, eilends eine Flutwelle des Segens über die britischen Inseln zu senden. Bis dahin lasst uns beten, glauben und unsere Herzen zubereiten für alles, was Gott uns gewähren möchte!

Redemption Tidings Herald of Faith

Die Resultate der Versammlungen sind nicht allein die Errettung der Seele und die Heilung des Leibes, sondern auch der Glaube, der durch Gottes Propheten inspiriert wurde. Und dieser Glaube hat seine Auswirkungen auf den Dienst anderer Arbeiter auf dem Evangelisationsfeld von Südafrika. Viele Pastoren und Missionare haben berichtet, dass ihr eigener Dienst sich infolge der Branham Versammlungen vergrößert hat. Dies geht klar aus nachfolgendem Brief hervor, den Bruder Bosworth von einem Missionar erhielt, der von einem Feldzug berichtet, der durchgeführt wurde, nachdem die Branham Gruppe in die Vereinigten Staaten heimgekehrt war.

MISSIONSBERICHT ÜBER DIE NACHHALTIGKEIT DES DIENSTES BRUDER BRANHAMS IN SÜDAFRIKA

Ein persönlicher Brief an Bruder Bosworth

Ich weiß, du wirst dich mit uns freuen, dass die mächtige Kraft des Herrn Jesus weiterhin mit uns hier in Südafrika fortbesteht. Wie sehr habe ich doch dein Buch und deine Botschaften auf dem Eingeborenen Feldzug in Pretoria und Orlando geschätzt. Ich habe insbesondere auf die persönlichen Unterredungen und die Hilfe in jenen Versammlungen zurückgeblickt. Jetzt, auf dem Moroka Feldzug (nahe Orlando), folgten der Predigt des Wortes die Zeichen in einer sehr gnadenreichen Weise nach. Die Kranken wurden geheilt, die Tauben hörten, die Blinden sahen und die Lahmen gingen. Alle Ehre unserem wunderbaren Herrn! Das war erst vor zwei Wochen.

Gestern Abend hatten wir dann einen großen Kampf zu Hause. Mutter, die dich zu Beginn von Zion kannte, bekam eindeutig Tetanus. Ihre Kiefer waren fest geschlossen und wir beteten durch, bis sie selbst in der Lage war, mit uns für vollkommene Befreiung von den furchtbaren Schmerzen zu beten. Dann brach der Feind schlimmer als zuvor herein. Ihre Augen verdrehten sich, die Kiefer schlossen sich schlimmer als zuvor und unter Schmerzanfällen fiel sie schlussendlich in Bewusstlosigkeit. Eilends schickte ich unsere Tochter Eunice, um Bruder W.F. Mullan anzurufen. Dieser stand von seinem Abendessen auf und kam sofort. Nach einem kurzen Gebet gebot er dem Feind in dem mächtigen Namen des Herrn Jesus und der Sieg war vollbracht. Einen Moment später brach sie in glückseligen Lobpreis aus und sprach in Zungen. Sie riss den Verband von dem betroffenen Körperteil, stand sogleich gesund auf und servierte eigenhändig das Abendessen. Wir hatten wahrlich eine wunderbare Zeit des Preises und der Danksagung, dass diese neunundsechzig Jahre alte Kämpferin des Kreuzes verschont worden ist, die zweiunddreißig Jahre lang, ohne einen Urlaub, beständig in der Schusslinie gestanden hat. Wir vertrauen Gott, dass sie in diesem Urlaub jetzt sie in den Gemeinden daheim ein Segen sein möge. Sie ist lebenslang ein Denkmal der Heilungskraft des Herrn gewesen, ohne seit 1907 jemals Arznei anzurühren, obwohl sie etliche bedeutende Kämpfe mit dem Feind ausgetragen hat. Fast blind, aufgrund eines Reitunfalls ein Krüppel, vier Mal Lungenentzündung, Leichenvergiftung mit der höchsten Temperatur, die hier je bei einem Überlebenden verzeichnet wurde, und jetzt auch noch dieser große und rasche Sieg! Alles was ich sagen kann, ist: „Halleluja.“

Einer der herausragenden Heilungsfälle auf dem Moroka Feldzug war der einer achtzig Jahre alten Frau, die fast taub und beinahe blind, und deren linke Seite gelähmt war. Der Herr heilte zuerst ihre Ohren, dann ihre Augen, und als der Glaube anstieg, befahl man ihr im Namen des Herrn, ihren Arm zu heben. Er flog ohne Schwierigkeit in die Höhe und einen Moment später ging sie ohne jegliche Hilfe umher. Halleluja.

Ein weiterer Fall, der den Eingeborenen (die Kinder so sehr gerne haben), zu einem besonderen Segen wurde, war der einer gutgekleideten Frau. Sie war taub auf einem Ohr und trug ein Baby, das auf beiden Ohren taub war. Wir beteten zuerst für die Mutter, mit vollkommenem Sieg, und dann für das Baby. Als es auf das Schnippen meiner Finger hinter seinem Kopf reagierte, waren die Leute gerührt zu sehen, wie seine kleinen Augen zuerst zu dieser und dann zur anderen Seite wanderten, um das Geräusch herauszufinden. Preis dem Herrn.

Bruder Branham mit einem Eingeborenen Pastor

Ein Mädchen von etwa sechzehn Jahren war auf beiden Ohren taub und wurde geheilt. Dann kam der Feind zurück und verschloss ein Ohr. Sie kam zurück in die Gebetsreihe und nach der Zurechtweisung des Feindes hörte sie das feine Ticken meiner Armbanduhr. Dies war ein echter Segen für die Leute, die aus der Witbank Bibelschule gekommen waren, um in den Versammlungen zu helfen.

Als ich Glauben in einem Jungen von etwa acht Jahren entdeckte, der auf einem Ohr taub war, hatte ich das Gefühl, dass Gott auf eine Weise wirken würde, die den Glauben der Menschen ermutigte, und so verschloss ich einfach das gesunde Ohr und fragte: „Kannst du mich hören?“ Sein nickender Kopf und sein sofortiges Ja waren den Leuten ein echter Segen. Preis sei unserem wunderbaren Herrn Jesus.

Zwischen den Nachmittag- und Abendversammlungen am letzten Tag ruhte ich mich gerade im Hause des Pastors (David Mzolo) aus, als eine Frau herein kam, von langjährigen Schmerzen vornüber gebeugt, die sich angestrengt auf einen Stock stützte. Als wir Glauben in ihrem Gespräch wahrnahmen, schauten wir im Gebet des Glaubens zu Gott auf und baten den Herrn, sie vom Scheitel bis zur Fußsohle zu heilen. Genau das tat Er! Sie sprang wie ein Schulmädchen herum, pries Gott für ihre Heilung und hielt plötzlich inne und rief: „Ich kann durch mein blindes Auge sehen!“ Wir wussten noch nicht einmal, dass sie ein blindes Auge gehabt hatte.

Doch dies sind nur einige wenige der zahlreichen Dinge, die durch die Kraft unseres herrlichen, auferstandenen Herrn Jesus gewirkt wurden. Möge Er auf eine noch größere Weise in den kommenden Feldzügen verherrlicht werden.

Viele kamen allabendlich für Errettung nach vorne. Manchmal knieten an die fünfzig bis sechzig und suchten das Heil. Ein Mann bezeugte, ein Sündenleben gelebt zu haben, doch all das sei nun anders. Ein anderer sagte: „Jetzt habe ich sowohl ein neues Herz als auch neue Ohren.“ Er wurde sowohl gerettet als auch geheilt. Wahrlich, unsere Herzen fließen über.

J.S.R.

Wir fuhren weiter auf der Garden Route nach Port Elisabeth. Sie wird von vielen als die malerischste Strecke der gesamten, ausgedehnten Küstenlinie Südafrikas angesehen. Entlang dieser Strecke befinden sich Bäume, die über eintausend Jahre alt sind und ein Höhe bis zu 40 Metern erreichen. Es gibt nur wenige Orte in Südafrika, wo Blumen in solch einer Fülle blühen wie hier. Auf der einen Seite der Autobahn liegen die schönen Strände des warmen Indischen Ozeans und auf der anderen Seite der herrliche Outeaiqua Gebirgszug. In diesem Abschnitt gibt es über zweitausend Arten von Wildblumen. Es ist keine Seltenheit, auf Calla Lilien zu stoßen, die einen Durchmesser von zwanzig Zentimetern haben.

Der Port Elisabeth-Feldzug wurde vom siebten bis zum elften November durchgeführt. Zunächst wurden die Versammlungen in der Feather Market Halle abgehalten, später jedoch verlegte man sie in das Davis Stadion. Auch hier waren die Scharen größer als alle, die man je in der Stadt Port Elizabeth gesehen hatte. An einem Abend zeigte Bruder Branham auf einen älteren Mann, der auf einer Trage lag. Er sagte zu ihm: „Der Herr wird dich heilen. Du kannst dich jetzt erheben; pack deine Decke und deine Trage zusammen und gehe!“ Der ältere Mann stand auf und begann, seine Decke zu falten, als einige Männer vom Roten Kreuz (die stets in den Versammlungen waren, allzeit bereit, den Kranken zu helfen) herzu kamen, um ihm behilflich zu sein. Laut und nachdrücklich sagte er: „Bruder Branham hat mich angewiesen, meine Decke und meine Trage zusammenzupacken, und das heißt nicht, dass ihr mir helfen sollt. Also, geht weg und lasst mich in Ruhe.“

Feather Market Halle

Es war eigentlich ein heiterer Vorfall, und doch stellt er einen beachtenswerten Punkt heraus. Wenn ein Prophet Gottes, der unter der Salbung spricht, einen Befehl erteilt, ist es von äußerster Wichtigkeit, dass dieser haargenau ausgeführt wird. Wenn Naeman sich nur sechs Mal im Jordan untergetaucht hätte, hätte er seine Heilung nicht empfangen. (2. Könige 5) Es war die präzise Ausführung der Anweisungen, die ihm durch den Diener Gottes gegeben worden waren, wodurch er den sichtbaren Beweis seiner Heilung zu sehen bekam. So war es auch für diesen Mann in Port Elizabeth. Er war fest entschlossen, alles zu tun, was Bruder Branham ihm zu tun aufgetragen hatte, damit er die verheißene Heilung auch empfange.

An einem anderen Abend zeigte Bruder Branham auf einen Mann, mit einem sehr großen Verband am Gesicht und sagte zu ihm: „Würden Sie Christus als Ihren Heiler annehmen, wenn Er mir offenbart, was Ihnen fehlt?“ Der Mann nickte: „Ja.“ Bruder Branham sagte: „Sie haben Krebs. Stehen Sie auf, gehen Sie nach Hause und Sie werden gesund werden.“ Als der Mann an jenem Abend zur Halle gekommen war, war sein Gesicht so angeschwollen gewesen, dass seine Oberlippe über der Unterlippe hing. Als er nachher die Halle verließ, war die Schwellung größtenteils verschwunden, und er berichtete uns einige Tage später, dass der Krebs von seinem Gesicht abgefallen war und keinerlei Spur in seinem Körper hinterlassen hatte.

Bruder Branham wies auch auf eine der Krankenschwestern in der ersten Sitzreihe und sagte: „Frau, Sie sind um jemanden besorgt. Nicht um sich, auch nicht um eine Person hier heute Abend. Es geht um Ihre Mutter, die mit einem schweren Herzleiden zu Hause ist. Schwester, Sie können jetzt nach Hause gehen, denn Ihre Mutter wurde geheilt.“

Während des Gottesdienstes am Sonntagmorgen in der Feather Market Halle war ein Inder in der Gebetsreihe. Als er zu Bruder Branham kam, wurde ihm gesagt: „Sie sind kein Christ, aber Sie haben in den vergangenen fünf Minuten aufgrund dessen, was auf dieser Plattform geschehen ist, mehr geglaubt als in Ihrem gesamten Leben zuvor.“ Der Mann nickte mit dem Kopf. Bruder Branham sagte: „Ich kann Christus nicht bitten, Ihr Heiler zu sein, es sei denn, Sie nehmen Ihn als Ihren Heiland und König an. Wenn ich Ihnen sagen kann, woran Sie leiden, werden Sie Christus als Ihren Retter und König annehmen?“ Der Mann sagte: „Ja.“ Bruder Branham sagte: „Sie leiden an Diabetes. Wenn das stimmt, heben Sie Ihre Hand.“ Der Mann hob die Hand, und dann wurde ihm gesagt zu gehen, und indem er glaubte, würde er seine Heilung empfangen.

An jenem Abend unterhielt ich mich mit einer Frau vom Roten Kreuz, die die Heilung ihrer Mutter bezeugte. Sie fragte mich dann, ob ich mich an den Inder erinnere, der im Vormittagsgottesdienst geheilt wurde. Sie war seine Privatsekretärin und hatte ihn ermutigt, zu den Versammlungen zu kommen. Als sie mir dies berichtete, erinnerte ich mich an das, was Bruder Branham während der Mittagspause gesagt hatte. Er hatte uns erzählt, dass er in der Vision über den Inder mit Diabetes auch eine europäische Frau gesehen hatte. Obgleich es schien, als hätte er sie schon einmal gesehen, konnte er sich nicht erinnern noch konnte er wahrnehmen, welch eine Verbindung zu dem Mann oder seiner Heilung bestand. Da dieser Teil der Vision nicht sehr eindeutig war, hatte er zu der Zeit nichts darüber gesagt. Am Donnerstagabend davor hatte Bruder Branham auf diese Frau gezeigt, mit der ich mich jetzt unterhielt und zu ihr bezüglich ihrer Mutter gesprochen, die mit einem Herzleiden zu Hause war. Dabei hatte sie ihre Uniform getragen. Doch als sie für den Inder gearbeitet und zu ihm über die Versammlung gesprochen hatte, hatte sie Zivilkleidung getragen. Dies war die Frau, die Bruder Branham in der Vision in Verbindung mit dem Inder gesehen hatte, doch hatte er sie nicht erkannt; möglicherweise weil er sie nur in Uniform gesehen hatte.

Nach einem der Gottesdienste trat ein Mann an mich heran und sagte, er habe direkt hinter Bruder Branham einen Engel des Herrn gesehen. Ich bat den Mann, ihn zu beschreiben, damit ich wüsste, ob die Beschreibung denen anderer Leute ähnlich war, die dieselbe Geschichte berichtet hatten. Der Mann sagte mir, dass derjenige, den er gesehen hatte, beträchtlich größer als Bruder Branham war, glatt rasiert und mit einer weißen Robe bekleidet. Dies war übereinstimmend dieselbe Beschreibung, die ich von drei anderen Leuten bezüglich des Engels erhalten habe, den sie auf der Plattform bei Bruder Branham gesehen hatten. Dieser Mann erzählte auch, dass als Bruder Branham seine Arme ausstreckte und für die Leute als Ganzes betete, etwas wie Phosphor von seinen Armen fiel. Es schien beinahe, als tropfe Mineralwasser in einem fort von seinen Händen und Armen. Justus du Plessis, der Hauptübersetzer während Bruder Branhams Besuch in Südafrika, sagte mir, dass er oftmals, wenn Bruder Branham für die Kranken betete, einen Schatten auf dem Boden erblickte. Als er das anhand der Lichtquellen überprüfte, war definitiv nichts zwischen dem Licht und dem Boden zu sehen, und doch war da dieser Schatten. Er war vollauf überzeugt, dass dies nichts anderes sein konnte, als der Schatten des Engels des Herrn.

Nach einem der Gottesdienste sah ich einen Mann mit Krücken auf eine sehr komplizierte Weise umherhumpeln. Als er zur Türe hinausging, hielt er für einen Augenblick inne, beugte den Kopf, ließ die Krücken fallen und begann vollständig normal von dannen zu gehen.

Es war in Port Elizabeth, dass ein Mann zu mir kam und mir berichtete, dass er am vergangenen Abend in einem Taxi nach Hause gefahren sei, enttäuscht darüber, seine Heilung nicht empfangen zu haben. Sein Herz war traurig und schwer, weil er sich so sicher gewesen war, an jenem Abend seine Heilung zu empfangen. Beim Aussteigen aus dem Taxi bemerkte er, dass die Behinderung an seinem Körper fort war, und er konnte vollkommen normal gehen.

An dem Morgen als wir Port Elizabeth verließen, gingen Bruder Baxter, Bruder Branham und Billy Paul in die Stadt. Auf der Rückfahrt im Bus sagte Bruder Branham zu den anderen, dass eine Frau im Bus sei, die versuchte, Kontakt zu ihm zu bekommen. Er zeigte auf eine Frau in einem braunen Kleid, die vorne im Bus saß. Bruder Baxter gab ihm zu bedenken, dass die Frau unmöglich wissen konnte, dass sie im Bus waren, da sie vorne saß und sie hinten eingestiegen waren und auch dort saßen. Weiter wurde nicht darüber gesprochen, bis die Frau aufstand und nach hinten zum Bus ging. Sie kam zu Bruder Branham und fragte ihn, ob er Reverend William Branham sei. Er sagte: „Ja, und Sie leiden an einem Frauenleiden und einem Abszess. Sie haben auch ein Kind zu Hause, das sehr krank ist. Sie können jetzt nach Hause gehen und gesund werden, denn Ihr Glaube hat Sie gesund gemacht.“ Hierauf wandte sich die Frau ab und fing vor Freude an zu weinen.

Von Port Elizabeth aus fuhren wir nach Grahamstown, einer sehr idyllischen, malerischen englischen Kleinstadt. Das örtliche Komitee hatte für uns die Stadthalle mit 1.200 Sitzplätzen reserviert. Der Gottesdienst am Nachmittag sollte um 14:30 Uhr stattfinden, doch die Leute begannen sich schon ab 7:30 Uhr einzufinden. Das örtliche Komitee hatte vor dem Eintreffen der Branham Gruppe Lautsprecher außerhalb der Stadthalle aufstellen wollen, um den Leuten entgegenzukommen, die keinen Platz im Gebäude finden würden. Der Hausmeister meinte, dass sei nicht nötig, weil es in der Geschichte von Grahamstown nie eine religiöse Veranstaltung in der Stadthalle gegeben habe, wo eine Lautsprecheranlage gebraucht worden war. Sie waren verblüfft, als sie die Scharen das Gebäude füllen sahen und Hunderte draußen standen.

Billy Paul Branham, dessen Freundlichkeit und Rücksichtnahme gegen jedermann die Herzen der Menschen für sich gewann

Viele Heilungen geschahen in den beiden Versammlungen in Grahamstown, doch gab es drei Begebenheiten, auf die ich Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte. Eine betraf einen älteren Mann, der an einen Rollstuhl gefesselt war. Sein Zeugnis ist im letzten Kapitel dieses Buches enthalten, das den Zeugnissen gewidmet ist. Bruder Branham zeigte auf ihn und sagte ihm, dass er geheilt sei, und dass er aufstehen solle. Der Mann stand auf. Späterhin sprach ich ihn an und fragte ihn, wie lange es her sei, seit er das letzte Mal ging. Er erwiderte, dass er bis zu jenem Abend zwei Jahre gar nicht gegangen sei.

Bruder Branham wies auch auf eine Frau. Er sagte: „Sie haben Tuberkulose. Stehen Sie auf und nehmen Sie Ihre Heilung an.“ Die Frau bewegte sich nicht. Er sagte: „Stehen Sie auf. Christus kann sie gesund machen. Stehen Sie auf und nehmen Sie Ihre Heilung an.“ Immer noch gab es keine Reaktion. Bruder Branham wandte sich dann an jemand anders, über den er eine Vision gesehen hatte. Es war eine andere Frau auf einer Trage. Er sagte ihr: „Frau, Sie haben ein sehr schweres Herzleiden. Sie werden unmöglich noch viel länger leben können, es sei denn Christus macht Sie gesund. Wenn Sie aufstehen und es annehmen werden, wird Christus Sie gesund machen.“ Die Frau erhob sich und wir erhielten späterhin darüber Zeugnis, dass sie dann gesund war. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit nochmals auf die erste Frau richten, die nicht aufstand, als Bruder Branham sie dazu ermutigt hatte. Wir hörten niemals, dass sie ihre Heilung empfangen hätte. Es muss bezweifelt werden, denn sie tat nicht, wie sie der Prophet Gottes unterwiesen hatte.

Bruder Bosworth am Ufer des Vaal Flusses

Es war nach dem Abendgottesdienst, als Bruder Branham, Bruder Baxter und Billy Paul das Auditorium verlassen hatten, dass eine Frau an Bruder Bosworth und mich im hinteren Bereich der Plattform herantrat. Sie führte einen Jungen von ungefähr sechs Jahren. An Bruder Bosworth gewandt sagte sie: „Ich weiß, dass Sie nicht für jeden beten können, aber würden Sie bitte für meinen Jungen beten?“ Sie erklärte, dass ihr Sohn von Geburt an nicht gut sehen könne. Er konnte einen Menschen wahrnehmen, wenn er nicht mehr als einen Meter von ihm entfernt war. Alles was über 1,25 bis 1,50 Meter hinausging, konnte er nicht erkennen. Bruder Bosworth betete für den Jungen und ließ die Mutter dann zur hinteren Ecke hinübergehen, etwa zehn Meter entfernt von wo wir waren. Er sagte zu ihr, sie solle dort stehen bleiben und keinerlei Geräusch von sich geben, während wir überprüften, ob das Augenlicht des Jungen sich verbessert hatte. Bruder Bosworth sagte dann zu dem Jungen, er solle zu seiner Mutter gehen. Augenblicklich lief er quer über den hintern Teil der Plattform direkt auf seine Mutter zu.

Einst schielte sie, jetzt sind ihre Augen gerade Der Daumen dieses Mädchens war fest mit der Handfläche verwachsen. Uns wurde berichtet, dass man dies nicht durch eine Operation beheben konnte, da die Nerven- und Blutbahnen direkt quer vom Daumen zur Handfläche verliefen. Der Daumen war also ein Teil ihrer Hand. Während Bruder Branham an einem Abend in East London den Heilungsdienst hielt, streckte sie sich im Glauben aus, gerade dort wo sie saß, und beanspruchte ihre Heilung. Nach dem Gottesdienst zeigte sie uns ihre Hand, welche vollkommen normal war.

Die Mutter brach in Freudentränen aus, denn nie zuvor war der Junge imstande, sie oder irgendjemand anderen aus einer Entfernung von mehr als eineinhalb Metern zu erkennen. Dieser Test wurde mehrfach wiederholt. Der Junge bestätigte die Tatsache, dass seine Augen sich beträchtlich verbessert hatten, indem er sagte, dass er seine Mutter quer über den Raum sehen konnte. Er war glücklich und sagte mit einem Lächeln auf dem Gesicht: „Ich sehe dich, Mutter.“ Es war ein weiterer Beweis der Kraft des Glaubens.

Bruder Branham während der Predigt für die Eingeborenen

Die Versammlungen in East London wurden vom 14. bis 18. November auf dem Border Rugby Union Gelände abgehalten, dem einzigen Platz in East London, der die Menschenscharen fassen konnte. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl lag bei etwa 6.000 und an unserem letzten Abend dort wurde die Zuhörermenge auf nahezu 15.000 geschätzt. East London ist das Hauptquartier von Bruder Bhengu, einem der bedeutendsten Eingeborenenprediger Südafrikas. Er hat gewichtigen Einfluss auf die nicht-europäischen Menschen in diesem Teil von Südafrika. Ein Polizist sagte mit, dass nachdem Bruder Bhengu in ihre Stadt gekommen war, die Kriminalität unter den Nichteuropäern in den ersten sechs Monaten um 30% gesunken sei.

Am ersten Abend in East London war es am Anfang des Gottesdienstes sehr windig. In dem Moment als Bruder Branham zur Plattform kam, legte sich der Wind und es wurde still. Ein Bericht darüber stand am nächsten Tag im Daily Dispatch. Ein Abzug des Zeitungsausschnitts findet sich umseitig.

Am darauf folgenden Freitag hatten wir eine ähnliche Erfahrung mit Regen. Es schien, als würde man die Versammlung auflösen müssen. Doch als Bruder Branham am Gelände eintraf, hörte es auf zu regnen und binnen ein paar Minuten war der Himmel klar. Am Sonntagabend hatten wir dann noch eine weitere Demonstration, die der vom Mittwochabend ähnelte.

Ein Gottesdienst für die Eingeborenen in East London

Während eines Gottesdienstes für die Eingeborenen zeigte Bruder Branham auf einen jungen Mann und sagte ihm, dass er aus dem Krankenhaus komme und an Tuberkulose leide. Er sprach dann zu dem Mann der neben ihm saß und sagte, dass auch er Tuberkulose habe. Nachfolgend wies Bruder Branham auf fünf Leute in derselben Reihe, jeder einzelne ein schlimmer Fall von Tuberkulose. Er sagte ihnen, dass wenn sie weiterhin glauben würden, Gott sie ganz und gar gesund machen würde. Nach dem Gottesdienst sprach ich sie an und machte ein Bild von ihnen. Sie erzählten mir, dass sie alle aus der Isolierstation des Krankenhauses in East London kämen.

TAUSENDE STRÖMEN ZUSAMMEN, UM BRANHAM ZU HÖREN – Keine Heilung im ersten Gottesdienst

Kalte Windböen fegten wie wahnsinnig über das Border Rugby Union Gelände, wo sich gestern Abend eine Menschenmenge versammelt hatte, um auf das Eintreffen William Branhams zu warten, dem Hauptredner des Branham Evangelisations- und Heilungsfeldzugs Komitees.

Spärliche Lampen durchbrachen die Dunkelheit, zeichneten Tragen mit fest zugedeckten Gestalten in scharfen Zügen ab. Auch Feldbetten waren da. Auf einem von ihnen lag ein Kind mit eingefallenen Wangen und großen Augen und auf einem anderen eine junge Frau, deren knöchrige Finger unaufhörlich an der Decke zupften. Unmengen von Rollstühlen betonten jeweils eindrucksvoll das Ende der langen Sitzreihen.

Auf einer rohen, behelfsmäßigen, mit Zeltplane bedeckten Bühne standen eine Reihe Stühle, Mikrofone und ein Pult. Die Zusammenkunft wurde von einem der Brüder eröffnet, der die Versammelten beim Gesang des Liedes leitete „O sicher zum Felsen“, der zu einem Crescendo anschwoll und dann in der stark mit Tau getränkten Luft verklang. Ein Baby wimmerte und in der Ferne erklang die Sirene eines Krankenwagens. Bruder Baxter, ein Prediger aus Kanada, schritt zum Pult und Erwartung ergriff die wartende Menschenmasse. Er berichtete vom Werk des Feldzugs, berichtete ein wenig von der Apostolic Faith Mission, sprach von den Erfolgen William Branhams und von seiner göttlichen „Gabe der Heilung“.

BRANHAM TRIFFT EIN

Es gab eine kurze Pause, und dann hörte man es flüstern, dass dieser Mann, von dem es heißt, ihm sei vor fünf Jahren ein Engel erschienen und habe ihm aufgetragen, eine Gabe der Heilung den Völkern der Welt zu bringen, auf dem Gelände eingetroffen sei und bald nach vorne zur Kanzel kommen werde.

Er kam. Der Wind flaute ab. Eine unermessliche Stille legte sich über die Versammlung. Er ist ein kleiner Mann. Er ist kein guter Redner, eher ein inspirierter Redner. Er spricht aus der Tiefe seiner Seele und mit einer Aufrichtigkeit, die sich nicht leugnen lässt. Und es erscheint, dass in der Tiefe seiner Aufrichtigkeit das Ausmaß seiner Kraft liegt.

Bruder Branham stellte nicht den Anspruch, dass er die Kunst der Heilung praktizieren könne. Vielmehr, so sagte er, sei er das Werkzeug durch welches Gott erwählte, zu heilen. Doch nur jene, die an Jesus Christus glaubten, die glaubten, dass Er starb, damit sie leben konnten, die wahrhaftig und mit aller Aufrichtigkeit glaubten, es annahmen, dass sie vor 1900 Jahren wahrlich geheilt wurden, dass es geschrieben steht, dass sie geheilt seien, nur jene könnten geheilt werden.

Er wollte in der ersten Versammlung keine Heilung praktizieren, sagte er, sondern den auf dem Gelände Versammelten Zeit geben, in ihre Herzen zu schauen, das Wort anzunehmen und am Morgen zurückzukommen, wo er sicher sei, dass die Gnade Gottes gewährt würde und viele von denen, die lahm, verkrüppelt und blind gewesen sind, gehen und sehen würden, doch nur, wenn sie das Wort annahmen.

Die Versammlung schloss mit Gebet, das Bruder Branham leitete.

Nachdruck vom Daily Dispatch (15. November 1951)

Die fünf Männer aus der Isolierstation, auf die Bruder Branham gezeigt hatte

Während der Fahrt von East London nach Durban hatte Bruder Branham eine Vision über eine Eingeborenen Hütte auf einer bestimmten Anhöhe. Während sie weiterfuhren, erblickte er diese Anhöhe und diese Eingeborenen Hütte. Er bat den Fahrer, anzuhalten. Als sie darauf zugingen, zeigte Bruder Branham auf die Hütte, die sich inmitten völlig gleich aussehender Hütten befand. Er sagte, dass sie darin eine Eingeborene finden würden, auf dem Bett liegend, die schwer an Tuberkulose erkrankt sei. Diese Frau wäre gläubig und würde auch Englisch sprechen. Als sie in die Hütte traten, war dort die Eingeborene auf dem Bett liegend, genau wie Bruder Branham es beschrieben hatte. Sie sagte, dass sie um Heilung gebetet hatte, und dass der Herr ihr verheißen hatte, Er werde einen Propheten aus einem anderen Land schicken, um für sie zu beten, und sie würde ihre Heilung empfangen.

Werbung zahlte sich aus

Auf unserer Reise entlang der Südostküste von Südafrika hatten wir Gelegenheit, durch Eingeborenen Reservate zu fahren und einige von ihnen auch zu besuchen. Wo immer wir anhielten und mit den Eingeborenen sprachen, stellten sie sich als ausgesprochen nett und sympathisch heraus. Viele Eingeborene sprachen vier oder fünf Stammessprachen und es war nicht ungewöhnlich jemanden zu treffen, der Englisch konnte. Wir waren sehr beeindruckt, dass diese Menschen tatsächlich stets glücklich zu sein schienen. Sie waren nie in Eile und stets willens, uns ein Lächeln zu schenken, wenn wir von ihnen ein Foto schossen. Wir sind nicht auf eine einzige Person gestoßen, die gezögert hätte, bei unseren Fotoaufnahmen mitzuwirken oder uns von ihren Perlen, verschiedenen Kunsthandwerken oder ihrer Lebensweise zu erzählen.

Durban ist eine schöne Stadt. Der Duft von hunderten Arten wilder und kultivierter Blumen hängt schwer in der Luft, die auf Blumenmärkten verkauft werden. Dort sind die Strände, die weltbekannt sind. Sie ist auch die Heimat der farbfrohen Rikscha Jungen. Dann gibt es da noch den Indischen Markt, ein Ort, wo sich Osten und Westen begegnen. Man befindet sich mit einem Mal in der heimischen Atmosphäre des Ostens, denn in und um Durban herum gibt es ungefähr 200.000 Inder, die einmal als Sklaven aus Asien importiert wurden, um in den Minen zu arbeiten. Alle Versuche, bei diesen Menschen westliche Lebensart einzuführen, waren vergebens, und sie leben wie ihre Vorfahren über Jahrhunderte gelebt haben. Da sind die urigen östlichen Holzschnitzereien und andere Handarbeiten. Die indischen Frauen tragen seidene Saris, und viele der indischen Männer bedecken ihre Köpfe mit dem roten Fes (auch Tarbusch genannt, eine alte Kopfbedeckung aus dem Orient). Durban wird ebenfalls geprägt von den etwa 130.000 europäischen und den 110.000 eingeborenen Einwohnern.

Bruder Branham mit zwei Eingeborenen nahe East London

„Ein Prophet besucht Südafrika“ von Julius Stadsklev · aus dem Amerikanischen von Christian Skau · englisches Original: „A Prophet Visits South Africa“ · mit Erlaubnis

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