In den vorigen Kapiteln wurde Ihnen William Branham, sein Dienst und die Gabe der Heilung vorgestellt, die durch ihn tätig wird. Ihnen ist berichtet worden, wie er vom Herrn angewiesen wurde, nach Südafrika zu gehen. Um Sie mit seinem Dienst besser vertraut zu machen, habe ich eine elektronisch übertragene Predigt von ihm aus einem typischen Gottesdienst wörtlich wiedergegeben, bei dem er für die Kranken betet. In diesem Kapitel möchte ich Ihnen einen kurzen Bericht von den zehn Wochen geben, die wir in Südafrika verbracht haben.
Die größten religiösen Versammlungen, die je in Südafrika gehalten worden sind, wurden von William Branham und seiner Gruppe 1951 während der Monate Oktober, November und Dezember durchgeführt. Dies war die einstimmige Überzeugung einer jeden Person, zu der ich bezüglich dieser Versammlungen gesprochen habe. Im Gespräch mit Predigern, Missionaren, Staatsangestellten und anderen, denen das geistliche, soziale und moralische Wohlergehen der Menschen am Herzen lag, wurde uns versichert, dass die Auswirkungen dieser Versammlungen noch auf Jahre hin spürbar sein würden.
Hunderttausende kamen unter freiem Himmel zusammen, in Hallen, Ausstellungsgeländen, in einer Flugzeughalle und sogar auf einer Rennbahn, auf der Suche nach Gott. Zehntausende haben Gott für ihre Heilung gedankt. Manche wurden auf der Stelle geheilt, andere empfingen ihre Heilung nach und nach. Manche konnten, da sie das Anrühren Gottes verspürt hatten, bei ihrem Zeugnis den Zeitpunkt und Ort benennen. Es ist unmöglich, all die verschiedenen Arten aufzulisten, wie Menschen ihre Heilung empfingen. Da waren die Fälle derer, die aufstanden, um nach Hause zu gehen, und feststellten, dass ihre Gebrechen verschwunden waren. Für andere wurde die Heilung auf der Straße, in Autos, in Bussen und Taxen vervollständigt. Und dann gab es jene, die glaubend nach Hause gingen und bei der Untersuchung durch einen Arzt feststellten, dass ihr Glaube nicht umsonst gewesen war.
Dieses Bild zeigt die Branham Gruppe und die Mitglieder des National Komitees, das für alle Vorkehrungen des Feldzuges verantwortlich war.
Vordere Reihe: A.W. Preller, F.F. Bosworth, A.J. Schoeman, William Branham, W.F. Mullan und W.J. Ern Baxter.
Mittlere Reihe: H.C. Phillips, D. Freeman, G. Vermeulen, J.H. Saayman und Billy Paul Branham.
Hintere Reihe: E.D. Pettenger, E. King, J.W. Gillingham und Julius Stadsklev.
William Branhams Begleiter nach Südafrika waren W.J. Ern Baxter (der Manager der Gruppe), F.F. Bosworth (eine alterfahrene Führungspersönlichkeit in der Verkündigung göttlicher Heilung), Billy Paul (der Sohn William Branhams) und ich. Während des zehnwöchigen Aufenthaltes wurden in elf der führenden Städte Versammlungen durchgeführt mit insgesamt mehr als einhundertzwanzig Gottesdiensten und einer Gesamtteilnehmerzahl von einer halben Million Menschen. Es kann unmöglich festgestellt werden, wie viele Zehntausende aufstanden und Entscheidungskarten für persönliche Errettung unterschrieben oder wie viele Tausende es gibt, die sich heute aufgrund dieses Feldzugs guter Gesundheit erfreuen.
Die Branham Gruppe hielt in elf Städten Gottesdienste ab. Zu jeder Versammlungsreihe aus irgendeiner dieser Städte könnte ein langer Bericht geschrieben werden, aber es ist hier nicht möglich, alle Details zu geben. Das ist auch nicht nötig, weil viele der wunderbaren Dinge, die geschahen, sich in den verschiedenen Versammlungen überall in der Union wieder und wieder ereigneten.
Wir haben versucht, alle Berichte so genau wie möglich zu machen. Wenn es hinsichtlich der Richtigkeit eines Berichtes irgendeinen Grund zum Zweifeln gab, haben wir ihn ausgelassen. Die Menge der Zuhörer, die Anzahl derer, die Errettung oder Heilung angenommen haben, und die Gesamtteilnehmerzahl der Versammlungen beziffern wir lieber zu niedrig als zu hoch. Die Zahlen sind nur angegeben, damit Sie die Auswirkungen, die diese Versammlungen auf Südafrika hatten, besser begreifen und einschätzen können. Im Rahmen dieser wenigen Seiten wird es mir keinesfalls möglich sein, alle Zeugnisse, interessante Berichte und Einzelheiten mit aufzunehmen. Mit meinem Bericht kann ich nur einen Querschnitt der Versammlungen wiedergeben, um Ihnen nahe zu bringen, was bei den Wunderheilungen von beidem, Leib und Seele, stattfand, die Abend für Abend bezeugt wurden.
Es ist ausgeschlossen, einen angemessenen Bericht von den Versammlungen in Südafrika zu geben, ohne zuerst die wunderbare Kooperation zu erwähnen, die wir von der südafrikanischen Polizei, dem Roten Kreuz, den St. John Unfallhelfern und Krankenschwestern erhielten. Wir haben noch nie eine Gruppe von Leuten gesehen, die so bereitwillig kooperierte und so hilfreich war. Gottesdienst für Gottesdienst haben viele von ihnen ohne finanzielle Entlohnung gearbeitet. Obgleich sich uns die Gelegenheit nicht bot, ihnen persönlich zu danken, haben wir doch alles geschätzt, was sie getan haben, und möchten ihnen jetzt aufrichtig danken.
Es versteht sich von selbst, dass der große Erfolg der Versammlungen sich überwiegend auf die Treue der Gläubigen zurückführen lässt (Pastoren, Missionare, Mitarbeiter und Gemeindemitglieder), die mit Gebet und Glauben hinter der Branham Gruppe standen. Der Feldzug in Südafrika wurde finanziell getragen von der Apostolic Faith Mission, den Assemblies of God, den Pentecostal Holiness und der Full Gospel Church of Christ. Reverend A.J. Schoeman war der Vorsitzende des National Komitees und Reverend W.F. Mullan der National Sekretär. Viele Christen und Pastoren von anderen Konfessionen besuchten die Versammlungen, kooperierten und hatten Teil an den Segnungen, die Gott so reichlich denen gab, die glaubten.
Südafrika ist ein wunderschönes Land, ein Land seltsamer Gegensätze. So ist beispielsweise die Stadt Johannesburg so modern wie viele amerikanische Städte. Binnen 100 bis 130 Kilometer außerhalb der Stadt kann man zu einem Eingeborenenreservat auf dem Land fahren, wo die Eingeborenen in ihren kleinen Hütten leben, wie sie seit Generationen gelebt haben.
Die ersten europäischen Siedler Südafrikas, die holländischen Händler, ließen sich am Kap der Guten Hoffnung nieder. Sie hatten nicht mit den Elementen der Natur zu kämpfen, sondern mit den Buschmännern und Hottentotten. Später kamen die französischen Hugenotten, um Zuflucht zu nehmen. Im Jahr 1688 wanderten zweihundert von ihnen, die gewaltsam nach Holland vertrieben worden waren, nach Südafrika aus. Ab 1795 begannen die Engländer dort zu siedeln. In der Folge gab es neben den blutigen Kriegen mit den eingeborenen Stämmen auch ein Ringen zwischen den Europäern. Dann begann der große „Treck nach Norden“, der Siedler in die nördlichen Teile Südafrikas brachte. All dies macht die Geschichte Südafrikas faszinierend. Südafrika blieb bis 1902 eine niederländische Kolonie, als es infolge des Burenkrieges an England übergeben wurde.
Dieses Verständnis über Südafrikas Hintergrund gestattet es einem, die Menschen zu verstehen und zu begreifen, dass Südafrika kein typischer Repräsentant des schwarzen Kontinentes ist, von dem es doch ein Teil ist. Die Union von Südafrika hat eine Bevölkerung von über 3.000.000 Europäern und 10.000.000 Nichteuropäern. Sie hat in beiden Weltkriegen eine wichtige Rolle gespielt.
Wir hatten alle geplant, am ersten Oktober 1951 vom internationalen Flughafen in New York abzufliegen und am dritten Oktober in Johannesburg anzukommen. Als wir am Flughafen waren und gerade das Flugzeug besteigen wollten, erfuhren wir, dass William Branham und Billy Paul nicht fliegen konnten, da ihre Visa aufgrund fehlerhafter Auskunft nicht vollständig waren. Deshalb flogen W.J. Ern Baxter, F.F. Bosworth und ich ohne sie ab.
W.J. Ern Baxter, William Branham, Billy Paul Branham, F.F. Bosworth und Julius Stadsklev
Für die Menschen in Südafrika war es eine große Enttäuschung, als wir in Johannesburg ankamen und sie erfuhren, dass Bruder Branham und sein Sohn Billy nicht mit waren. Die Zeitung in Johannesburg berichtete, dass mehr als 4.000 Menschen bereits begonnen hatten, nach Johannesburg hineinzuströmen, um ihn zu sehen. Hunderte von Leuten hatten den Palmietfontein Flughafen bevölkert, um einen Blick auf ihn zu erhaschen – den amerikanischen Evangelisten, der 1946 einen Engel gesehen hatte, und der für eine zweimonatige Reise innerhalb der Union Südafrikas ankommen sollte.
Beim Hineinfahren nach Johannesburg erkannten wir bald, was die übrigen Fluggäste gemeint hatten, als sie es als die „Goldene Stadt“ bezeichnet hatten, denn ringsum und darunter lagen die größten Goldminen der Welt. Nicht allein Johannesburg, die gesamte südafrikanische Wirtschaft ist auf der Goldader erbaut worden. In nur etwas mehr als einem halben Jahrhundert ist Johannesburg mit seinen 603.470 Einwohnern die größte Stadt Südafrikas geworden.
Ein Abendgottesdienst im Maranatha Park Tabernacle, das sich auf dem Konferenzgelände der Apostolic Faith Mission befindet
Die ersten Versammlungen des Südafrika-Feldzuges wurden im Central Tabernacle in Johannesburg abgehalten. Obwohl dies eine der größten Kirchen der Stadt ist, begannen die Leute schon gegen sieben Uhr morgens, sich für den Nachmittagsgottesdienst zu versammeln und weit vor der festgesetzten Uhrzeit war das Gebäude brechend voll. Die Abendversammlungen wurden im Maranatha Park Tabernacle durchgeführt, da es in der Stadt Johannesburg keinen Saal gab, der groß genug war, um die Menge unterzubringen. Sie lag jeden Abend bei durchschnittlich weit über zehntausend.
Beim ersten Nachmittagsgottesdienst brachte Bruder Baxter eine Botschaft über die Glaubenswahrheiten göttlicher Heilung. Er lenkte ihre Aufmerksamkeit auf Schriftstellen, die jedem aufrichtigen Menschen zeigen, dass Christus nicht nur für unsere Sünden starb, sondern auch für die körperliche Heilung unseres Leibes bezahlt hat.
Ein Mann aus Pretoria kam in diesem ersten Gottesdienst zu der Schlussfolgerung, dass wenn diese Dinge wahr seien – was sie sein mussten, denn die kamen direkt aus dem Worte Gottes –, würde er nach Hause gehen und für seinen Körper Heilung beanspruchen, wie er auch für seine Seele gemäß den Verheißungen Gottes Heilung beansprucht hatte. Er tat es. Einige Tage später ging er zur Untersuchung zu einem Arzt, wo sich herausstellte, dass keine Spur des Krebs, den er gehabt hatte, mehr gefunden werden konnte.
Eine Statue zum Gedenken an Andrew Murray vor der Gemeinde, in welcher er seinen Leuten diente
Die Wahrheit göttlicher Heilung fand in den Herzen der Menschen von Südafrika fruchtbaren Boden. Diese Wahrheit war ihnen nicht neu. Andrew Murray, einer der größten Schriftsteller über das Thema Göttliche Heilung, war ein Südafrikaner und zu seinen Lebzeiten ein Führer der Holländisch Reformierten Kirche. Die Englische Kirche glaubt und praktiziert, in einem gewissen Maß, ebenfalls das Gebet für die Kranken. Die Apostolic Faith Mission, das größte Pfingstwerk in Südafrika, wurde von John G. Lake gegründet, dessen Leben zutiefst durch den Dienst von Bruder F.F. Bosworth beeinflusst war. Bei diesem religiösen Hintergrund war das Feld reif für die Ernte.
Bruder Baxter und Bruder Bosworth leiteten die Versammlungen bis zum sechsten Oktober, bis Bruder Branham und Billy Paul aus den Staaten eintrafen. Sie sollten um fünf Uhr ankommen, doch das Flugzeug hatte Verspätung und landete erst ein paar Minuten nach neun Uhr.
Sie wurden eilends durch den Zollbereich geleitet und zum Tabernakel im Maranatha Park gebracht, um den Gottesdienst an jenem Abend zu beenden. Bruder Branham sprach nur wenige Minuten und schloss dann mit einem Gebet für all jene, die Heilung benötigten. Wir haben Zeugnisse von Menschen, die ihre Heilung an jenem ersten Abend empfingen. Unter ihnen ist Ernest Blom, der aus Durban in einem Auto mitgefahren war, um die Versammlungen in Johannesburg zu besuchen. Einige Wochen nachdem er nach Hause zurückgekehrt war, wurde er von einem Reporter der Durban Sunday Tribune interviewt, der die Geschichte am 11. November 1951 in einem Artikel brachte.
(Sunday Tribune Reporter)
Eine Glaubensheilung, von seiner Mutter als „Wunder“ beschrieben, hat den 16-jährigen, vormals verkrüppelten Ernest Blom aus Eastview Road, Red Hill, Durban, befähigt, zum ersten Mal in seinem Leben normal zu gehen.
Am letzten Sonntagabend versetze Ernest eine vollbesetzte Gemeinde von mehr als 500 Leuten in der Full Gospel Church auf der Beatrice Straße in Durban in Erstaunen, als er sich von seinem Sitz erhob und ohne die geringste Schwierigkeit zum Pult schritt, um zu bezeugen, dass „ein Wunder geschehen ist, und ich jetzt vollständig geheilt bin.“
Aufgeregte Menschen versammelten sich später draußen vor der Kirche in Gruppen, um Ernest beim Gehen zuzusehen und ihn zu seiner Genesung zu beglückwünschen.
Seine Mutter, Frau Mary S. Blom, sagte: „Ernest ist der Jüngste meiner zehnköpfigen Familie. Als er anfing zu gehen, bemerkte ich, dass sein linkes Bein kürzer war als das rechte. Er konnte nur auf seinen Zehenspitzen gehen, und er musste seinen linken Fuß hinterher schleifen.“
„Seit er vier war, bis vor einen Monat, wurde er von einem Spezialisten ärztlich betreut. Zwei Jahre lang trug er eine Beinschiene ohne eine erkennbare Verbesserung. Der Spezialist schlug späterhin eine Operation vor, sagte jedoch, dass er einen Erfolg nicht garantieren könne, und so habe ich es nicht in Erwägung gezogen.“
„Ich habe von Pastor William Branhams bemerkenswerten Erfolgen der Glaubensheilung in den Staaten gehört. Als meine Tochter und ein Freund hörten, dass er Johannesburg besuchen würde, fuhren sie vor drei Wochen von Durban los und nahmen Ernest mit. Sie besuchten seinen Eröffnungsgottesdienst im Maranatha Park Hall, bei dem 15.000 Menschen anwesend waren.“
Hier nahm Ernest seine Geschichte selbst auf. Er sagte: „Ich war ganz hinten in der Halle. Pastor Branham bat alle Leute, die geheilt werden wollten, einander die Hände aufzulegen. Ich legte meine Hände auf die eines Mannes, der neben mir saß. Pastor Branham sagte: „Ich werde für euch beten.“
„Ich erlebte eine seltsame Empfindung. Es war, als liefe mir kaltes Wasser durch den Körper. Ich fing an zu weinen. Meine Schwester sagte: ,Bist du geheilt, Ernest?‘ Ich erwiderte: ,Ja, ich bin sicher, dass ich geheilt bin.‘“
„Wegen der großen Menge konnte ich mich nicht rühren, doch als man mir aus dem hinteren Teil der Halle half, wiederholte ich immer wieder: ,Ich bin geheilt.“
„Pastor Branham sagte: ,Ihr Leute alle, die ihr geheilt seid, kommt bitte nach vorne.‘ Man half mir bis zum Krankenbereich. Er wies mich an auf der Plattform, auf der er stand, auf und ab zu gehen.“
„Mir brach der Schweiß aus, doch etwas drängte mich vorwärts und ich schaffte es, normal über die Plattform zu gehen und zurück.“
„Als ich wieder in Durban war, und meine Schulfreunde von der Hunt Road Schule mich ins Klassenzimmer gehen sahen, waren sie total verblüfft.“
„Mein linkes Bein wird jeden Tag kräftiger. Ich kann jetzt Kricket und andere Spiele spielen.“
Die anschließenden Tage waren Tage großer Erwartung, und wir sahen Dinge, die Südafrika nie zuvor gesehen hatte. Wie bereits erwähnt, ist es unmöglich, all die Heilungen und außergewöhnlichen Ereignisse aufzulisten, die in diesen Versammlungen geschehen sind, doch möchte ich Ihnen einige der Begebenheiten erzählen, die in meiner Erinnerung herausragen.
Im vorderen Bildbereich: Reverend Schoeman, Frau Ann Weiblen, William Branham und Billy Paul
Als Bruder Branham in Johannesburg an einem Abend zu jemandem in der Gebetsreihe auf der Plattform sprach, drehte er sich spontan zur Zuhörerschaft und zeigte auf eine junge Frau, die auf einer Trage lag. Er sagte: „Dame, Ihr Rücken ist infolge eines Sturzes an drei verschiedenen Stellen gebrochen. Jesus Christus hat Sie geheilt. Stehen Sie auf und nehmen Sie Ihre Heilung an.“ Die Dame war sprachlos, stand jedoch im Glauben auf und pries Gott für die Heilung, die sie augenblicklich empfangen hatte. Am folgenden Abend wurde Frau Ann Weiblen, so hieß die Dame, aufgerufen, von ihrer Heilung Zeugnis abzulegen, und dabei machten wir ein Foto von ihr.
Am gleichen Abend wurde ein junges Mädchen, etwa vierzehn Jahre alt, auf einer Trage von Mitarbeitern des Roten Kreuzes herein gebracht. Sie hatte ebenfalls einen gebrochenen Rücken und weinte aufgrund der starken Schmerzen, die sie litt. Während der Versammlung zeigte Bruder Branham auf sie und sagte: „Dein Rücken ist gebrochen gewesen. Jesus Christus hat dich gerade geheilt. Stehe auf und nimm deine Heilung an.“ Zuerst konnte das Mädchen nicht glauben, was sie gehört hatte. Sie sagte: „Wer, ich?“ Bruder Branham sagte: „Ja, du.“ Daraufhin stand sie auf. Ihre Mutter hatte auf einem Stuhl neben der Trage gesessen und als das Mädchen aufstand, erhob sich auch ihre Mutter. Sie wurde so von Freude überwältigt, dass sie das Bewusstsein verlor und auf die Trage fiel, von der das Mädchen gerade erst aufgestanden war. Das Bild von ihnen wurde nur ein paar Sekunden vor dem Ohnmachtsanfall der Mutter aufgenommen.
Nach dem Gottesdienst ging das Mädchen umher und jubelte über ihre Heilung, die sie gerade erst empfangen hatte. Ich fragte sie, wie ihr Rücken gebrochen wurde und sie sagte, es geschah vor ungefähr einem Jahr bei einem Autounfall. Als ich sie fragte, wie viel sie seit dem Unfall gelaufen wäre, antwortete sie, dass sie seit dem Unfall nicht mehr auf den Füßen gewesen sei, bis zu dem Abend, nachdem Bruder Branham auf sie gezeigt und ihr gesagt hatte, aufzustehen und ihre Heilung zu beanspruchen.
Diese beiden Heilungen waren sehr eindrucksvoll, da sie die Genauigkeit der Worte Bruder Branhams aufzeigten, die er unter der Salbung aussprach. Hätte Bruder Branham einen Fehler gemacht und ihnen gesagt, dass Christus sie geheilt hätte, obwohl sie nicht geheilt worden waren, hätte es ein Unglück geben können. Niemand mit gebrochenem Rücken kann aus seinem Bett aufstehen und gehen, es sei denn, er wäre geheilt. Zu nächst einmal ist er vielleicht gar nicht in der Lage, sich zu rühren und falls er es doch unternimmt, könnte er sich möglicherweise einen Nerv durchtrennen, was den sofortigen Tod verursachen kann.
Das junge Mädchen, das unmittelbar zuvor von ihrem gebrochenen Rücken geheilt worden ist, und ihre Mutter
Ein weiterer ungewöhnlicher Vorfall widerfuhr zwei Ältesten der Holländisch Reformierten Kirche. Sie waren zu den Versammlungen gekommen und hatten zugeschaut. Einer von ihnen, als er William Branham beim Diagnostizieren der Fälle zuhörte, wie er den Menschen sagte, was mit ihnen verkehrt war, und als er dann miterlebte, wie Wunder vollführt wurden, wurde davon überzeugt, dass es von Gott war. Der andere Älteste saß dort und beobachtete Bruder Branham ebenfalls, wie er die Fälle diagnostizierte und den Menschen geheime Dinge ihrer Herzen sagte, und dass sie im Namen Jesu Christi geheilt worden waren und aufstehen und nach Hause gehen, ihre Heilung beanspruchen und sich ihrer freuen könnten. Er gelangte zu der Überzeugung, dass es das Ergebnis dämonischer Macht war. Beide Männer waren aufrichtig, und waren doch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangt. Der erste Älteste ging nach Hause, der zweite ging hinaus unter einen Baum, um zu beten. Während er dort im Gebet war, bat er Gott, ihm zu zeigen, ob die Dinge, die er gesehen hatte, von Gott oder vom Teufel waren. Er war aufrichtig und beschloss, das zu glauben, was immer ihm durch Gott offenbart werden würde. Während er betete, fühlte er eine Hand auf seiner Schulter. Er fuhr herum, um zu sehen, wer es sei, doch niemand war da. Anstatt jemand zu sehen, sah er eine Vision. Er sah zwei Wolken und zwischen ihnen saß sein befreundeter Ältester, genau in derselben Sitzhaltung wie kurz zuvor, als sie Bruder Branhams Dienst diskutiert hatten. Am Schluss der Vision ging er so schnell er konnte zum Haus des Ältesten, um zu erzählen, was vorgefallen war. Während er ihm die Vision erklärte, bemerkten andere Mitglieder der Familie, die dort waren, einen Abdruck einer Hand auf seinem Hemd. Als sie das Hemd untersuchten, stellten sie fest, dass es versengt worden war, wodurch überaus deutlich der Abdruck einer linken Hand zurückgeblieben war. Die Nachricht des Geschehens gelangte zu Bruder Branham, und er sagte: „Ich weiß alles darüber. Ich sah es heute Nachmittag in einer Vision. Bringt mir das Hemd und meine linke Hand wird haargenau auf den versengten Abdruck passen, der auf dem Hemd verblieb.“ Dies wurde getan und es war, wie Bruder Branham es gesagt hatte. An jenem Abend wurde das Hemd zur Versammlung gebracht, und Hunderte sahen den versengten Abdruck der Hand auf dem Hemd.
Als Bruder Branham eines Abends zum Aufstellen der Gebetsreihe aufrief, stellten wir fest, dass eine der aufgerufenen Nummern fehlte. Billy Paul hatte die Gebetskarten kurz zuvor im selben Gottesdienst ausgeteilt, und so waren wir uns sicher, dass die Person, die diese Nummer besaß, anwesend war. Bruder Branham bat alle, die Gebetskarten hatten, ihre Nummer nochmals zu überprüfen, und falls sie die fehlende Nummer besaßen, doch bitte nach vorne zu kommen. Da stand eine Frau auf und erklärte, sie habe die Nummer. Sie hatte jedoch, als sie die Gebetskarte erhalten hatte, gespürt wie etwas durch ihren Körper hindurch ging. Es war wie ein elektrischer Schock, nur milder und von längerer Dauer. Sie hatte Krebs auf ihrer Lippe, der unaufhörlich schmerzte. Nach diesem schockähnlichen Gefühl war der Schmerz weg. Sie fühlte, dass sie geheilt sei, und deshalb sei es nicht nötig, dass sie nach vorne zur Gebetsreihe ging.
Rev. William Branham mit Reverend A.J. Schoeman, dem Vorsitzenden des National Komitees, der die Predigt ins Afrikaans übersetzte
Ein Ältester der Holländisch Reformierten Kirche kam in die Gebetsreihe. Nachdem William Branham für ihn gebetet hatte, sagte er ihm, dass er seine Heilung empfangen habe und Gott preisend nach Hause gehen könne. Er sagte ferner: „Du hast eine Frau, die zu Hause ist und an Krebs leidet. Du kannst frohlocken, denn sie ist ebenfalls gesund.“ Als der Mann sich nachher seinem Zuhause nahte, sah er, dass sämtliche Lichter im Haus an waren und eine Anzahl von Autos draußen standen. Er wurde ziemlich unruhig und fragte sich, was wohl vor sich ging. Als er das Haus betrat, sah er, dass seine Frau aus dem Bett war, sich gut fühlte und Gott für die Heilung ihres Leibes dankte. Als sie fühlte, dass sie geheilt worden war, hatte sie einige Freunde angerufen und die waren vorbeigekommen. Gemeinsam frohlockten sie alle in der Heilung, die beide empfangen hatten.
Bruder Baxter mit Justus du Plessis, der regulär der Übersetzer ins Afrikaans war
Im Verlaufe einer anderen Versammlung in Johannesburg wurde ein kleiner Junge von etwa sieben oder acht Jahren in die Gebetsreihe gerufen. Bruder Branham sprach einige Minuten zu dem Jungen und erklärte ihm, dass das schwache Herz, das er hatte, durch dämonische Bedrückung verursacht wurde. Er sagte ihm, dass er befreit werden und eines Tages dasselbe Evangelium predigen würde, welches jetzt den Menschen in Südafrika gebracht wird. Plötzlich drehte sich Bruder Branham der Zuhörerschaft zu, und während der nächsten paar Momente der Stille war es offensichtlich, dass er eine Vision über etwas in der Menschenmenge sah. Dann zeigte er mit ausgestrecktem Arm direkt übers Pult und sagte, dass da auch ein kleines Mädchen und ein weiterer Junge seien, die unter derselben Krankheit litten. Jedermann fühlte die Anspannung, als er in die Richtung zeigte, von der er wusste, dass sie dort waren, sie jedoch nicht finden konnte. Während die Augenblicke verrannen, bestand er darauf, dass sie dort waren. Er sagte, dass der Geist, der diesen Jungen band, nach anderen verwandten Dämonen in der Zuhörerschaft um Hilfe schrie. Er hielt weiter Ausschau, konnte sie jedoch nicht finden. Bruder Baxter kam von hinten heran, und als er seine Hand auf Bruder Branhams Rücken legte, bewirkte es, dass dieser sich vorwärts bewegte. Dabei kam Bruder Branham näher ans Pult heran und war in der Lage, jene zu sehen, die sich direkt davor befanden. Da waren die beiden, nach denen er Ausschau hielt, ein Junge von etwa zwölf Jahren und ein Mädchen, das ein paar Jahre jünger war. Beide lagen auf Tragen und das Pult hatte ihm die Sicht versperrt. Er betete für sie und sagte ihnen, dass sie von dem Dämon befreit worden waren, der ihr schwaches Herz verursacht hatte. Er hatte eine Vision gesehen, dass alle drei gesund waren. Hinterher befragte ich die Mutter des Jungen, der auf der Trage gelegen hatte. Sie erzählte mir, dass ihr Sohn in solch einem Zustand war, dass er nicht länger als zehn Minuten am Tag aufrecht sitzen konnte.
F.F. Bosworth, eine führende Persönlichkeit in der Verkündigung göttlicher Heilung
Bruder Branhams Dienst ist sehr ungewöhnlich, und wie Bruder Bosworth uns so oft in Erinnerung gerufen hat, ist seit der Zeit, da Christus hier auf Erden war, nie etwas Vergleichbares da gewesen. Gott ist zu Seinem Volk gut gewesen und hat uns von Zeit zu Zeit Seher und Propheten gegeben, doch so weit wir in der Lage sind, in den historischen Jahrbüchern der Geschichte nachzuforschen, hat es keinen anderen mit einem Dienst gegeben wie dem von Bruder Branham. Häufig erlebt er zwischen dreißig und vierzig Visionen am Tag und nie ist eine von ihnen verkehrt gewesen. Oftmals sieht er Visionen von Gottesdiensten im Voraus oder Geschehnisse, die in der Zukunft passieren werden. Manchmal erzählt er uns davon, ehe sie tatsächlich geschehen und nachdem wir sie dann miterlebt haben, werden wir daran erinnert, was er uns gesagt hatte.
Kurz nachdem wir in Johannesburg ankamen, hatte Bruder Branham eine Vision, dass er, Bruder Schoeman und einige andere am nächsten Tag in der Innenstadt sein würden. Sie würden einen Eingeborenen mit blauem Hemd und weißer Hose an einer Ecke stehen sehen. Bruder Branham beschrieb den Eingeborenen, beschrieb sogar die Ecke und die Gebäude, neben dem dieser stand. Am nächsten Tag fuhren sie in die Innenstadt und Bruder Branham erzählte ihnen die Vision. Während sie in der Innenstadt zu Fuß unterwegs waren, kamen sie um eine Ecke und dort stand dieser Eingeborene direkt vor ihnen, genauso gekleidet, wie Bruder Branham ihn beschrieben hatte. Auch die Umgebung war genauso, wie er es erwähnt hatte.
Bruder Branham beim Predigen zu Eingeborenen mit drei Übersetzern
Eines Tages sah Bruder Branham in einer Vision ein eingeborenes Mädchen, das eine ziemlich hohe Stirn mit einer Narbe darauf hatte. Sie saß auf dem Boden und hatte den Blick gesenkt, als würde sie etwas mit ihren Händen machen. Bruder Branham erzählte anderen von dieser Vision und ein paar Tage später, als sie mit dem Wagen unterwegs waren, sahen sie dieses Mädchen am Straßenrand Perlen verkaufen. Kein anderer im Auto erkannte zunächst in dem Mädchen dasjenige, das Bruder Branham in der Vision gesehen hatte. Nachdem sie ungefähr einen dreiviertel Kilometer vorbeigefahren waren, fragte Bruder Branham, ob sie nicht anhalten und umkehren könnten, weil er das Mädchen sehen wollte, das dort an der Straße saß und die Perlen aufreihte und verkaufte. Sie fuhren zurück und hielten, um sich einige der Perlen anzuschauen. Als sie sich anschickten zu gehen, sagte Bruder Branham: „Erkennt denn keiner dieses Mädchen?“ Als sie sie ansahen, erkannten sie in ihr das Mädchen, von dem Bruder Branham zu ihnen geredet hatte, das auf dem Boden saß und runter schaute als würde sie etwas mit ihren Händen tun. Als sie aufblickte, sahen sie zudem ihre hohe Stirn und die Narbe.
Am ersten Abend, an dem Bruder Branham im Haus von Bruder Schoeman war, dem Vorsitzenden des National Komitees, hatte er eine Vision über das, was Bruder Schoemans Tochter widerfahren war. Sie hatte eine Augenoperation gehabt. Bruder Branham beschrieb die Operation genau so, wie sie sich zugetragen hatte. Bruder Schoeman bestätigte alles, was gesagt worden war; genau so war es gewesen.
Am Ende der Versammlungswoche in Johannesburg fuhren wir nach Klerksdorp, einer weiteren Bergbaustadt, etwa 150 Kilometer südwestlich von Johannesburg. Der erste Gottesdienst dort wurde abgesagt aufgrund von Regen und der zweite Gottesdienst wurde abgesagt aufgrund eines Sturmes und kalten Wetters. Am Sonntagmorgen sprach Gott zu Bruder Branham durch eine Vision und versicherte ihm, dass wir während der restlichen Versammlungen in Südafrika günstiges Wetter haben würden. Diese beiden Versammlungen waren die einzigen auf der gesamten Südafrikareise, die aufgrund von Wetterverhältnissen abgesagt werden mussten, und dass, obwohl einige der Versammlungen in den Städten abgehalten wurden, die gewöhnlich zu der Zeit ihre Regensaison hatten.
Sonntag, der 14. Oktober, war ein herrlicher Tag. Menschen fuhren hunderte von Kilometern zu den Versammlungen. Mehrere Einheimische sagten mir, dass es die größte Gruppe sei, die sich jemals in der Stadt Klerksdorp versammelt hat. Bruder Baxter brachte die Botschaft des Evangeliums an jenem Abend und als er fragte, wer aufstehen und damit bekunden wollte, Jesu Christi als seinen Heiland und Herrn anzunehmen, folgten schätzungsweise Dreitausend dem Ruf. Als die Leute aus dieser Stadt außerdem die wunderwirkende Kraft des Herrn durch Bruder Branham miterlebten, bezeugten auch sie, dass ein Prophet aus einem anderen Land sie besuchte. Sie begriffen, dass sie so etwas möglicherweise niemals wieder zu ihren Lebzeiten zu sehen bekommen würden. Jener Sonntag war einer der gewaltigsten Tage, die Klerksdorp jemals gesehen hat. Da waren viele, die Heilung an Leib und Seele empfingen.
Einst schielte dieser Junge, jetzt sind seine Augen normal
Ich denke da beispielsweise an den kleinen Jungen von elf oder zwölf Jahren, der eine Gebetskarte erhalten hatte, und dessen Nummer aufgerufen wurde. Als er zur Plattform nach vorne kam, bemerkte ich, dass er furchtbar schielte. Sobald Bruder Branham ihn sah, erzählte er die Geschichte seines kleinen Mädchens, die aufgrund der starken Schmerzen, die sie kurz vor ihrem Tode litt, geschielt hatte. Bruder Branham wird immer wieder aufs Neue von Mitgefühl bewegt, wenn er ein kleines Kind sieht, das schielt. Er betete für den Jungen und bat ihn dann, aufzublicken. Als er es tat, wurden seine Augen gerade. Der Junge wandte sich zur Zuhörerschaft und die Menschen jubelten angesichts der Tatsache, dass die Augen jetzt vollkommen gerade waren, wo er vorher geschielt hatte. Ein örtlicher Arzt untersuchte den Jungen und erklärte seine Augen für normal. Nach dem Gottesdienst machte ich ein Foto von dem Jungen, das wir hier zeigen.
An einem Abend saßen einige von uns nach dem Gottesdienst um den Esstisch im Hause von P.F. Fourie, einem der örtlichen Pastoren. Wir ließen uns die kleinen Erfrischungen schmecken und Bruder Branham sprach zu uns über geistliche Wahrheiten. Nachdem Frau Fourie gekommen war und sich zu uns an den Tisch gesetzt hatte, bemerkte ich, dass Bruder Branham jeden von uns sehr eingehend beobachtete, als würde er nach etwas Ausschau halten. Binnen weniger Minuten lehnte er sich in seinen Stuhl zurück und sagte uns, dass er an jenem Nachmittag eine Vision gesehen habe. Jetzt säßen wir um den Tisch, genau so, wie er uns gesehen hatte. Bruder Bosworth saß an einem Ende des Tisches, Pastor und Frau Fourie am entgegengesetzten Ende und Sidney Smith und ich befanden uns an einer Seite gegenüber von Bruder Branham. Jeder von uns war genau an dem Ort und in der Stellung, in der er uns in der Vision am Nachmittag gesehen hatte. Jetzt konnte er berichten, was Gott ihm geoffenbart hatte. Er wandte sich an Frau Fourie und erzählte ihr einige Vorfälle aus ihrer Jugend. Während er in Einzelheiten ging, saß sie dort und war tief bewegt, bei dem Gedanken, dass Gott ihretwegen zu Seinem Propheten gesprochen hatte. Er sagte ihr auch, dass sie ein schwaches Herz und ein Magenleiden habe, das durch Nervosität verursacht wurde. Nachdem er noch weiter betreffend der Vision gesprochen und ihr Worte der Ermutigung gesagt hatte, entschuldigte er sich, stand vom Tisch auf und zog sich für den Abend zurück.
Als Nächstes waren wir vom 17. bis zum 21. Oktober in Kimberley, der Diamantenhauptstadt der Welt. Die Versammlungen waren in der Stadthalle eingeplant, jedoch war das Gebäude am ersten Abendgottesdienst brechend voll und es befanden sich sogar mehr Leute draußen als drinnen. Das örtliche Komitee erkannte, dass etwas unternommen werden musste, um für die Tausende, die die Versammlungen besuchen wollten, Vorkehrungen zu treffen. Durch die freundliche Zusammenarbeit der Bergbauindustrie konnten wir das De Beers Stadion benutzen, welches Sitzgelegenheit für ungefähr sechstausend Menschen bot, und für eines der ausgezeichnetsten Sportstätten in Südafrika gehalten wird. Erst die Ewigkeit wird offenbaren, was aufgrund dieser größeren Räumlichkeit alles erreicht worden ist.
Gott offenbart Seinem Diener die geheimen Dinge in den Herzen der Menschen
Während Bruder Bosworth in einem örtlichen Café aß, kam ein junger Mann und fragte ihn, ob er nicht ein Mitglied der Branham Gruppe sei. Er erzählte ihm, dass er aus Südwestafrika gekommen sei, und dass seine fünf Jahre alte Tochter an Krebs im Sterben liege. Er fragte Bruder Bosworth, was getan werden könne, damit sein Kind die Heilung empfange, welche, so hatte er erkannt, Christus erkauft hatte. Bruder Bosworth erklärte ihm, dass obgleich er möglicherweise keine Gebetskarte mehr erhalten würde, er dennoch Heilung erhalten könne. Er riet ihm, unablässig zu beten, dass Gott Bruder Branham eine Vision über sein krebskrankes Kind geben möge. Der Mann kam glaubend an Gott zum Gottesdienst. Während er betend an der Seite stand, wandte sich Bruder Branham ihm zu und sagte: „Gehe heim, wenn du glauben kannst, wird dein krebskrankes Kind, das zu Hause ist, gesund sein.“ Nachher fragte ich Bruder Branham, was er in Verbindung mit diesem Mann gesehen hatte, und er sagte mir, dass er eine Vision über ein kleines Mädchen gesehen hatte, das auf einem Bett lag und an Krebs litt. Ein Lichthof, der direkt über dem Manne hing, hatte angezeigt, dass es das Kind dieses Mannes war.
Sidney Smith aus Durban, der zu dieser Zeit mit uns reiste, erzählte mir einen sehr beeindruckenden Vorfall. Herr Smith war nur zu dem Haus gekommen, in dem Bruder Branham untergebracht war, um ihn zum Gottesdienst abzuholen. Als sie aus dem Tor hinaus auf die Straße traten, trafen sie einen sehr schmächtigen Mann, der Bruder Branham erkannte und ihn bat, für ihn zu beten. Der Mann rollte seine Ärmel auf, um zu zeigen, wie dünn seine Arme waren: sie waren nicht dicker als das Handgelenk eines Mannes. Bruder Branham schaute ihn an und sagte: „Sie leiden an Tuberkulose. Glauben Sie Gott?“ Der Mann sagte: „Ich glaube Gott.“ Bruder Branham betete für ihn und sprach ein paar Minuten zu ihm, und sagte anschließend: „Schauen wir uns noch mal Ihren Arm an.“ Als der Mann diesmal seinen Ärmel hochkrempelte, sah er mit Erstaunen, dass sein Arm dicker geworden war und nun kräftiger wirkte als noch vor ein paar Minuten. Dies war ein Fall, wo Gott den Mann nicht nur augenblicklich heilte, sondern ihm auch wunderbar körperliche Kraft gab, die gewöhnlich erst allmählich wiederkehrt.
In jeder Stadt, in der wir Versammlungen durchführten, hielten uns immer wieder Leute auf der Straße an, um uns Fälle von Heilungen zu berichten, die sie erlebt oder von denen sie gehört hatten. Ich kann mich an keine Stadt erinnern, wo wir auf so viele Menschen trafen, die uns von den Dingen berichteten, die Gott für sie durch den Dienst Bruder Branhams getan hatte, wie in Kimberley.
Wir erlebten viele Glücksmomente auf unserer Reise nach Südafrika. Wir sahen Menschen zu Tausenden sich erheben, um Christus als ihren Erlöser anzunehmen. Die Lahmen wurden gesund gemacht, die Blinden sahen, die Tauben hörten, die Stummen sprachen, der Invalide erhob sich von seinem Feldbett und die unter Schmerzen wurden befreit. Doch wir werden nie vergessen wie wir von dem Singen der Eingeborenen und Farbigen ergriffen wurden. Ihre Stimmen mögen nicht ausgebildet gewesen sein, doch schien es, als brauchten sie bloß den Mund zu öffnen und Musik strömte hervor. Solch voller Klang, solch reine Tonlage war ein Genuss für die Ohren. Ich erinnere mich wie in Kimberley über 6.000 Stimmen miteinander verschmolzen, indem sie die Hymnen der Freien erklingen ließen, und einen Klang erzeugten wie den einer mächtigen Orgel.
Dieser Gesang inspirierte einen jeden und ließ ihn sein Herz in Anbetung zu Gott erheben. Während Gott der Lobpreis gesungen und den Herzen der Menschen das Wort gebracht wurde, ergriffen Männer und Frauen die Verheißungen Gottes. Gar manche wurden eine neue Schöpfung in Christus Jesus. Andere, die körperliche Heilung benötigten, erhoben sich im Glauben zu Gott und empfingen Heilung für ihren Leib.
Nach einem der Gottesdienste trat ein Mann an mich heran und sagte, er habe einen Engel des Herrn auf der Plattform an der Seite von William Branham gesehen. Ich bat ihn, den Engel zu beschreiben, weil andere ihn gesehen und beschrieben hatten, und ich wissen wollte, ob die Beschreibungen übereinstimmten. Er sagte, er sei ein großer Mann, fast von der Größe Bruder Baxters, glatt rasiert und gekleidet in einer weißen Robe, die unten mit einem goldenen Saum eingefasst war. Er stand direkt hinter Bruder Branham, während dieser hinaus über die Zuhörerschaft blickte, Visionen von Leuten sah, die geheilt wurden, und auf sie zeigte und sie ermutigte, aufzustehen und ihre Heilung anzunehmen.
Bei einer Versammlung für Nichteuropäer kam eine Inderin nach vorne in die Gebetsreihe. Bruder Branham schaute sie an und sagte: „Sie sind kein Christ. Sie leiden an Krebs und Geschwüren. Sie haben Christus nie als Ihren Erlöser angenommen. Christus wird Sie heilen, doch zuerst müssen Sie Ihn als Ihren Erlöser und Herrn annehmen. Dann gehen Sie und berichten Sie Ihrem Volk, was Er für Sie getan hat, und Ihre Heilung wird vollständig sein.“ Er sagte: „Wenn Sie dies tun wollen, heben Sie bitte Ihre rechte Hand.“ Sie erhob ihre Hand. Er rief einen der Mitarbeiter, sich der Frau anzunehmen und sie zu Christus zu führen, damit sie das Gelübde erfüllen könne, das sie gegeben hatte.
Der Chor des Begrüßungskomitees, das uns am Stadtrand empfing (Banneraufschrift: Willkommen im Freistaat im Namen Jesu)
Die nächste Versammlungsreihe fand vom 24. bis 28. Oktober in Bloemfontein statt. Das Wort Bloemfontein bedeutet „Blumenquell“. Es ist eine wunderschöne Stadt mit ihren Parks, Blumen und breiten Straßen. Bei der Ankunft in der Stadt wurde die Branham Gruppe von einer großen Menge willkommen geheißen und ein gemischter Chor sang „Glaube nur“. Bruder Bosworth sagte den Leuten, dass sie etwas sehen würden, das kein Mensch seit der Zeit, da Christus auf Erden war, zu sehen bekommen hatte. Nie zuvor in der Kirchengeschichte sei Gott herabgekommen, um in dieser Weise zu wirken. Dies war die absolute Wahrheit, denn Gott wirkte in der Stadt Bloemfontein tatsächlich wie Er es nie zuvor getan hatte. Tausende waren viele Kilometer gefahren. Ich hatte ein Gespräch mit einem Mann, der mit dem Flugzeug aus Nordafrika gekommen war, einer Entfernung von ungefähr 6.500 Kilometern. Ein Polizeibeamter teilte mir mit, dass ihren Schätzungen nach über eintausend Autos aus anderen Städten in Bloemfontein waren. Wieder war kein Saal groß genug, um die erwartete Menge zu fassen. Das örtliche Komitee hatte Vorkehrungen für die Nutzung des Messegeländes getroffen, das etwa 6.000 Menschen Platz bot. An jenem ersten Abend waren Tausende auf dem Gelände, und jeder versuchte nahe der Plattform einen Platz auf den Stühlen und Bänken zu finden.
Einige der Zelte, die aufgestellt worden waren, um einen Teil der auswärtigen Leute unterzubringen, die für die Versammlungen gekommen waren
Da sich gewöhnlich Tausende vor sechs Uhr auf dem Messegelände versammelten, fing der Gottesdienst oftmals schon zu der Zeit an. Bruder Bosworth predigte dann über göttliche Heilung. Er erläuterte die Wahrheiten göttlicher Heilung, wie sie in der Bibel dargelegt sind, und erklärte, wie Gott durch Bruder Branham wirkte. Bruder Baxter brachte die Botschaft über persönliche Errettung. Jedes Mal gab es eine ungeheure Resonanz auf diesen Ruf von Seiten jener, welche die Errettung, die für sie auf Golgatha erkauft worden war, annehmen wollten. Es gab Abende, an denen über zweitausend Entscheidungskarten unterschrieben und abgegeben wurden. Männer und Frauen würden nicht in solch großer Zahl – oder überhaupt keiner – antworten, wenn nicht der Geist Gottes da war und zu ihnen sprach. Kann Bloemfontein, oder irgendeine der anderen Städte Südafrikas, die die Segnungen des Dienstes Bruder Branhams erlebten, jemals dieselbe sein?
Während des Gottesdienstes am Freitagabend in Bloemfontein sah Bruder Branham eine Vision, die sich von allen Visionen unterschied, die er je gesehen hatte. Er hatte für die Leute gebetet und ermutigte sie gerade, Gott zu glauben, die Heilung anzunehmen, die Gott für sie erkauft hatte. Christus hatte für ihre Heilung bezahlt, doch es gab für Ihn keinen anderen Weg, sie ihnen zu geben, es sei denn sie glaubten und annahmen es an. Dann, als Bruder Branham zurücktrat, während er sie weiterhin ermutigte zu glauben, sah er eine große Mauer über dem hinteren Teil des Stadiums erstehen, die sich über die gesamte Länge erstreckte. Während die Mauer höher anstieg, wuchs sie über die Leute hinaus und große Wassertropfen schienen über sie hinwegzufallen. Diese Wassertropfen fielen stets unmittelbar auf den Kopf von jemandem. Bruder Branham schätzte die Anzahl solcher Tropfen auf wenigstens 1.500 und er war überzeugt, dass diese Leute geheilt worden waren, es jedoch von ihnen abhing, in ihrem Glauben zu verbleiben, um diese Heilung zu behalten. Er schätzte, dass in keinem vorherigen Gottesdienst so viele Leute geheilt wurden, wie an jenem Abend in Bloemfontein.
Sehr oft erinnert Bruder Branham die Leute daran, dass er nichts sagen kann, als was ihm durch den Herrn offenbart wird. Eines Abends kam eine Frau in die Gebetsreihe und nachdem Bruder Branham eine Vision in Bezug auf sie gesehen hatte, wies er sie an, sicherzustellen, dass sie bereit war, ihrem Gott zu begegnen. Nachdem er Worte der Ermutigung zu ihr gesprochen hatte, erklärte er ihr, sie solle Gott von ganzen Herzen dienen. Nichts wurde über ihre Krankheit gesagt oder darüber, dass sie gesund werden würde.
Nach dem Gottesdienst fragten wir Bruder Branham, warum er zu der Frau in dieser Weise geredet hatte. Er sagte uns, dass er eine Vision von einem Beerdigungszug gesehen hatte, und dass die Frau in Kürze sterben werde. Ganz gleich wie gerne er der Frau etwas anderes hätte sagen wollen, er konnte nichts weiter sagen, als was der Herr ihm gezeigt hatte. Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass die Frau in der Nacht gestorben war.
Solche Anblicke boten sich einem häufig und oftmals kehrten die Krankenwagen leer zurück
Obgleich die meisten Versammlungen für die Europäer gehalten wurden, waren dennoch drei Gottesdienste für die Eingeborenen angeordnet worden. Zuweilen war es uns möglich, in den bereits dicht gefüllten Terminplan ein paar zusätzliche Versammlungen für die Eingeborenen hineinzuzwängen. Samstagnachmittag sprach Bruder Bosworth auf einem solchen Gottesdienst. Nach seiner Predigt rief er etwa ein Dutzend Leute zur Plattform, die eine radikale Operation am Warzenfortsatz hinter sich hatten. Diesen Menschen war ein Trommelfell entfernt worden. Um auf diesem Ohr hören zu können, würde Gott ihnen ein neues Trommelfell erschaffen müssen. Also rief Bruder Bosworth solche Leute, die noch ein gesundes Ohr hatten, und somit das Wort Gottes gehört und dadurch Glauben für vollständige Heilung hatten. Er benutzte sie als eine Demonstration, eine bildliche Darstellung seiner Predigt. Er hatte ihnen gesagt, dass Gott sie heilen würde, wenn sie glaubten, und jetzt hatte er ungefähr zwölf Personen aufgerufen, um die Aussage zu beweisen, die er gemacht hatte. Er zog es vor, Leute mit einem Gehörfehler zu benutzen, als solche mit anderen Gebrechen, weil das etwas war, das für die Zuhörer sichtbar und hörbar war. Er überprüfte ihr Gehör, indem sie ihr gutes Ohr mit einem Finger verstopfen mussten, und er dann in das Ohr hineinflüsterte, aus dem das Trommelfell entfernt worden war. Jeder Einzelne, für den er gebetet hatte, war in der Lage zu hören. Nach dieser Demonstration leitete er die Menschen in einem Massengebet, indem er sie bat, ihm Wort für Wort nachzubeten. Dies taten sie und Hunderte empfingen an jenem Nachmittag ihre Heilung.
Ein Teilabschnitt des Sonntagmorgen-Gottesdienstes für die Eingeborenen in Bloemfontein
Dadurch wurde eine wunderbare Grundlage für den Gottesdienst gelegt, den Bruder Branham am Sonntagmorgen für schätzungsweise 15.000 Nichteuropäer hielt. Es war der größte nichteuropäische Gottesdienst, den wir in Südafrika miterlebten. Die Eingeborenen waren aus Basutoland und zweifellos war der große Erfolg dieser Versammlung das Ergebnis der guten Aussaat des Wortes durch die Missionare, die diesen Eingeborenen gepredigt hatten. Viele der Verkrüppelten, die man hereingetragen hatte, gingen eigenständig hinaus. Ich erinnere mich an einen Verkrüppelten der auf seinen Händen ging und seine Beine hinterherschleifte, jedoch binnen zwei Tagen aufrecht gehen konnte. Ein Baby mit einem Wasserkopf wurde innerhalb von vier Tagen normal, und es gab so viele andere herausragende Heilungen. Mehrere Missionare berichteten mir, dass ihrem Dafürhalten nach geschätzte eintausend Menschen in diesem einen Gottesdienst geheilt wurden. Unser gute Freund, Missionar Kast, hat einen Bricht über die Versammlung mit den Eingeborenen in Bloemfontein geschrieben und ich werde den Bericht nachfolgend wiedergeben, so wie er ihn mir zugesandt hat:
von Missionar A. Kast
Durch die Voice of Healing Zeitschrift war der Dienst William Branhams und Bruder Bosworths hier wohlbekannt und keine Mühe wurde gescheut, um diese beiden wichtigen Versammlungen überall im Freistaat und Basutoland bekannt zu machen. Zahlreiche Busse wurden gemietet und spezielle Eisenbahnwagen auf allen Zugstrecken belegt, um die vielen hungrigen Seelen und Leidenden nach Bloemfontein zu bringen. Für die Versammlungen wurde die zweitgrößte Kirche am Ort angemietet und sechs andere große Hallen wurden für Schlafunterbringungen verwendet. Über Monate hinweg wurden viele Gebete zum Throne Gottes gesandt, dass die Versammlungen eine mächtige Kundgebung der Kraft Gottes sein mögen.
Die erste Zusammenkunft sollte am Samstag um 14:30 Uhr stattfinden, doch trafen viele bereits zwei Tage vorher ein, und die Leute umringten den ganzen Samstagvormittag über die Kirche, ungeduldig darauf wartend, das Gebäude betreten zu können. Da die Kirche nur 800 Menschen Platz bot, wurden nur die Blinden, Tauben, Krüppel und bettlägerigen Fälle hineingelassen, während viele Tausende draußen bleiben mussten. Die Türen wurden verschlossen, doch dessen ungeachtet, versuchten manche durchs Fenster in die Kirche zu gelangen. Als Bruder F.F. Bosworth eintraf, war er erfreut, eine solch große Versammlung zu sehen, die Gott mit ihren Liedern pries. Das Wort Gottes wurde gepredigt und der Glaube wuchs an auf die Ebene, wo ein jeder Großes erwartete. Etwa dreißig Leute, die aufgrund von Krankheit oder Operation ihr Gehör auf einem Ohr verloren hatten, wurden zur Plattform gerufen und Bruder Bosworth betete für jeden Einzelnen. In jedem der Fälle wurde das Gehör augenblicklich wiedererstattet und die Zuhörerschaft staunte über die Dinge, die Gott durch Seinen demütigen Diener tat. Viele andere hatten den Wunsch, zur Plattform gerufen zu werden, um durch Handauflegung Gebet zu erhalten, aber Bruder Bosworth machte die folgende kühne Ankündigung: „Jeder von euch kann von jeder Krankheit geheilt werden, so ihr nur das Wort Gottes glauben könnt!“ Er versprach, für alle gleichzeitig zu beten, indem er die Zuhörerschaft bat, sein Gebet nachzusprechen. Dies wurde getan und Gott wirkte mächtige Wunder. Direkt nach dem Gebet bat Bruder Bosworth um Zeugnisse und viele kamen zum Mikrofon, um von Gottes Heilungskraft zu berichten. Alle priesen Gott, als eine alte Frau sagte: „Ich kam blind und taub zum Gottesdienst, doch jetzt kann ich sehen und hören.“ Als gefragt wurde, wie viele ihr Gehör empfangen hatten, waren es 67 innerhalb der Kirche und draußen waren so viele geheilt, dass sie nicht gezählt werden konnten. Ein jeder war Gott dankbar für das, was geschehen war, und erwartete noch Größeres für den darauf folgenden Tag, an welchem Bruder Branham und Bruder Baxter erwartet wurden.
Billy Paul beim Ausgeben einer Gebetskarte bei einem Eingeborenen-Gottesdienst
Sonntag, der 28. Oktober:
Ein unvergesslicher Tag! Da man erkannte, dass keine Kirche oder Stadthalle die zu erwartende Menge würde fassen können, wurde beschlossen, die Versammlungen auf dem Fußballgelände abzuhalten. Früh am Morgen begann man die Lautsprecher zu installieren und einen Platz zum Predigen herzurichten. Stunden bevor der Gottesdienst beginnen sollte, strömten wiederum Tausende aufs Gelände. Missionare und Einheimische wurden bald eingeteilt, damit sie der Menge halfen, geordnet in den einzelnen Abschnitten Platz zu nehmen und alle Schwerkranken nach vorne zu bringen. Um 9:30 Uhr waren bereits um die 5.000 Menschen versammelt. Wir fingen an zu singen, und wer die wunderbare Harmonie gehört hat, wird den himmlischen Klang niemals vergessen. Als die Zeit fürs Gebet kam, knieten sich alle Männer, Frauen und Kinder auf den Boden und beteten gleichzeitig für eine mächtige Heimsuchung Gottes. Wir riefen zu Ihm und unsere Tränen flossen reichlich, angesichts des Hungers eines jeden Herzens. Nachdem ein Missionar das Evangelium trefflich verkündigt hatte, wurden die Menschen ermahnt, Großes von Gott zu erwarten. Ihnen wurde gesagt, dass es nicht notwendig sei, dass einzeln für sie gebetet wurde, vielmehr könnten sie Heilung überall in der Zuhörerschaft empfangen. Das Zeugnis über das, was Gott bereits in anderen Orten getan hatte, stärkte den Glauben der Gläubigen.
Um 10:30 Uhr trafen Bruder Baxter und einige andere ein, und es folgte eine kurze Evangeliumsbotschaft durch Gottes gesalbten Diener. Als der Ruf erging, sich Christus zu übergeben, erhoben sich tausende Hände und Gott sah jede einzelne von ihnen. Welch große Rettung! Mittlerweile wartete man allseits gespannt auf Bruder William Branham. Als dieser demütige Diener Gottes eintraf, wurde er beim Anblick der vielen Krüppel, die vor ihm lagen, von Mitgefühl bewegt, doch sagte er mit Glaubenssicherheit, dass viele dieser Unglücklichen gehen würden. Zehn Eingeborene wurden nach vorne gerufen und Bruder Branham teilte jedem einzelnen von ihnen durch den Geist Gottes ihre Krankheiten mit und betete dann für ihre Heilung, die ihnen gewährt wurde. Bis dahin war die Zuhörerzahl auf 12.000 angestiegen und Bruder Branham betete mit Inbrunst für die Heilung eines jeden Einzelnen, indem er Satan gebot, die Leidenden im Namen Jesu Christi zu verlassen. Gott erhörte das Gebet und rettete die Kranken. „Alsdann wird das gläubige Gebet den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten.“ (Jakobus 5:15)
Kein Auge konnte sehen, was Gott in jenen heiligen Augenblicken wirkte. Beim Gottesdienst war keine Zeit für Zeugnisse, doch sagte einer zum anderen einfach: „Ich bin geheilt. Ich kann sehen. Ich kann gehen. Ich bin schmerzfrei. Halleluja.“ Der große Gottesdienst fand seinen Abschluss mit einem mächtigen Lobgesang.
In den Wochen vor den Versammlungen erhielten wir über 4.000 Namen von Leuten, die um Gebet baten. Zwei Körbe voller Briefe wurden zu den Versammlungen gebracht, wo Bruder Branham seine Hände auf sie legte und Heilung für die unbekannten Leidenden erbat. In den folgenden Wochen hörten wir aus allen Teilen des Landes zahlreiche Zeugnisse. Von der Missionsstation, Berg Tabor (Basutoland), kamen fünfzig Leute zu den Versammlungen (190 Kilometer) und bis auf einige kehrten alle geheilt zurück. Aus einem anderen Dorf, Thaba Tsoeu, kamen dreiundzwanzig nach Bloemfontein und während unseres Besuches an jenem Ort bezeugten fünfzehn, ihre Heilung empfangen zu haben. In einem anderen Zentrum, Mohaleshoek, erzählte mir der Eigentümer eines Busses: „Ich trug einen lahmen Mann in den Bus, aber als er von den Versammlungen zurückkehrte, konnte er alleine gehen.“ Viele andere wurden dort wunderbar geheilt. Ein Evangelist aus den Basutolandbergen überbrachte uns den Bericht: „Nahezu alle, die nach Bloemfontein gingen, sind geheilt. Ein stummer Junge spricht jetzt, ein gelähmter Arm ist geheilt worden, usw.“
Bruder Branham spricht mit Albert Mokoma, einem Basuto-Eingeborenen, der in Bloemfontein von Tuberkulose geheilt wurde, und jetzt das Evangelium predigt
Als wir in Zastron (Oranje Freistaat) eintrafen, kamen hunderte zu unserer Gemeinde im Ort aufgrund dessen, was Gott in Bloemfontein getan hatte. Ein blinder Mann bezeugte, dass er jetzt sehe und las uns aus der Bibel vor. Eine Frau, die mehr als zwanzig Jahre gelitten hatte, und nicht in der Lage war, irgendwelche Arbeit zu verrichten, ist vollständig geheilt und arbeitet seit jenem Tag. Zwei Frauen bezeugten, dass sie nicht gehen konnten, aber jetzt können sie es. Ungefähr die Hälfte derer, die an den Branham Versammlungen aus jener Stadt teilnahmen, wurde geheilt. Wo immer wir hinkamen, berichteten die Menschen von wunderbaren Heilungen. Andere schrieben Briefe von den mächtigen Werken Gottes. Eine Frau, die mit dem Flugzeug von den Basutolandbergen kam, wurde vollkommen von Asthma, hohem Blutdruck und vielen weiteren Beschwerden geheilt. Sie hatte zwölf Jahre lang keinerlei Arbeit verrichten können, und jetzt ist sie gesund. Ein gelähmter Prediger aus Kroonstad schrieb, dass er jetzt ohne Krücken gehen könne, und dass sechs weitere Mitglieder seiner Gemeinde ebenfalls geheilt seien.
Wir schätzen, dass wenigstens eintausend Menschen während der beiden Versammlungen ihre Heilung erhalten haben, wofür wir Gott preisen. Obgleich drei Monate seither vergangen sind, erhalten wir jede Woche Gebetsanliegen. Sie beziehen sich alle auf das, was in Bloemfontein geschehen ist und glauben, dass auch sie geheilt werden können. Hier sind Tausende, die erwartungsvoll auf eine baldige Wiederkehr der Branham Gruppe nach Südafrika warten und dafür beten.
„Ein Prophet besucht Südafrika“ von Julius Stadsklev · aus dem Amerikanischen von Christian Skau · englisches Original: „A Prophet Visits South Africa“ · mit Erlaubnis