von F. F. Bosworth
Mehr als dreißig Jahre lang habe ich mich auf großen Evangelisations-Feldzügen beim Gebet für die Kranken und Geplagten über meine Kräfte hinaus eingesetzt. Während dieser Zeit haben wir vierzehn Jahre lang die Nationale Radioerweckung durchgeführt, in deren Verlauf etwa eine Viertelmillion Briefe bei uns eingegangen ist. Die meisten von ihnen enthielten Gebetsanliegen von kranken und leidenden Menschen, die ohne das direkte Eingreifen des Heiligen Geistes als Antwort auf das Gebet des Glaubens hin, nicht hätten genesen können. Wir haben viele tausende, freiwillig zugesandte Zeugnisse von Leuten erhalten, die auf wunderbar Weise von jeglichem körperlichen Gebrechen geheilt worden sind, das mir bekannt ist, einschließlich Lepra. Gott allein sei die Ehre, denn diese Resultate sind keinem möglich außer Ihm. Als Ergebnis dieser Wunder haben sich erfreulicherweise viele Tausende bekehrt, die wir nicht erreicht hätten, wenn wir den Heilungsteil des Evangeliums nicht einmal in der Woche auf allen unseren evangelistischen Feldzügen gepredigt hätten.
Da dieser Heilungsdienst übermenschlichen Einsatz erfordert hat, haben wir oh so ernstlich gebetet, dass Gott mehr Arbeiter erstehen lassen möge, um in diesem so überaus vernachlässigten Abschnitt des Dienstes zu helfen. Und während der letzten paar Jahre habe ich oft Freudentränen geweint über Gottes Gabe für die Gemeinde in jüngster Zeit, unseren geliebten Bruder William Branham mit seiner wunderbaren Gabe der Heilung. Dies ist ein Fall, wo Gott tut „unendlich mehr über alles hinaus, was wir erbitten und erdenken können“ (Epheser 3:20), denn ich habe nie irgendetwas gesehen oder gelesen, was an den Heilungsdienst William Branhams heranreicht.
Am 7. Mai 1946 erschien Bruder Branham schließlich jener Engel, der von seiner Kindheit an bis zur Gegenwart in Abständen zu ihm mit hörbarer Stimme geredet hat, und teilte ihm unter anderem mit, dass das Kommen Christi nahe sei. Und der himmlische Bote sagte: „Ich bin aus der Gegenwart des allmächtigen Gottes gesandt, um dir zu sagen … dass Gott dich gesandt hat, um eine Gabe der Heilung den Völkern der Welt zu bringen.“
In der zusammenfassenden Fußnote bezüglich Engel, sagt die Scofield Bibel: „Obgleich Engel Geister sind (Psalm 104:4; Hebräer 1:14), so ist ihnen doch Macht gegeben, sichtbar zu werden in der Erscheinung menschlicher Gestalt (1. Mose 19:1 und vielen anderen Stellen im Alten und Neuen Testament). In 2. Mose 23:20 sagt Gott zu Mose: „Wisse wohl, ich will einen Engel vor dir hergehen lassen, um dich unterwegs zu behüten und dich an den Ort zu bringen, den ich dir bestimmt habe.“ Und in 1. Mose 24:40 lesen wir: „Gott der Herr, … wird seinen Engel mit dir senden und dir Glück zu deiner Reise geben.“
Genau das ist es, was Gott für Bruder Branham getan hat. Er beginnt nicht eher für die Heilung der körperlich Leidenden in der Gebetsreihe zu beten, bis Gott ihn für die Betätigung der Gabe salbt und er sich der Gegenwart des Engels bei ihm auf der Plattform bewusst ist. Ohne dieses Bewusstsein, scheint er vollkommen hilflos.
Beachten Sie, dass Gott nicht nur einen Engel sandte, der mit Mose sein sollte, Er gab ihm auch zwei vollkommene Wunder als Zeichen und Beweise für die Menschen, dass Gott ihm erschienen war und ihn beauftragt hatte, unter göttlicher Leitung ihr Befreier zu sein (2. Mose 4:1-31). Das erste Zeichen bestand darin, dass Moses Stab zur Schlange wurde, und das zweite Zeichen bestand darin, dass Mose seine Hand in den Busen steckte und sie aussätzig wie Schnee wurde. Gott sprach zu Mose: „Wenn sie dir also nicht glauben und sich von dem ersten Zeichen nicht überzeugen lassen, so werden sie doch auf das zweite Zeichen hin glauben.“ (2. Mose 4:8). In den letzten drei Versen dieses Kapitels lesen wir, dass als diese zwei Zeichen wiederholt wurden „vor den Augen des Volkes, da glaubte das Volk … sie warfen sich nieder und beteten.“
In derselben Weise – zusätzlich zur Sendung eines Engels, der mit Bruder Branham sein und ihm Gelingen geben sollte – hat Er ihm auch zwei vollkommene Wunderzeichen gegeben, die dazu gedient haben, den Glauben tausender menschlich Unheilbarer in den Stand zu erheben, wo die Gabe der Heilung tätig wird.
Das erste Zeichen: Als der Engel Bruder Branham erschien, sagte er ihm, wie er in der Lage sein werde, alle Krankheiten und Leiden festzustellen und zu diagnostizieren. Wenn die Gabe tätig war, würde er, während er die rechte Hand des Patienten nahm, verschiedene körperliche Schwingungen oder ein Pulsieren fühlen. Das würde ihm die unterschiedlichen Krankheiten anzeigen, an denen ein Patient litt. Von Keimen verursachte Krankheiten, die das Vorhandensein und Wirken, von Plagegeistern „Überwältigung“ (Apostelgeschichte 10:38) anzeigen, können deutlich unterschiedlich gefühlt werden. Wenn der Plagegeist in Kontakt mit der Gabe kommt, setzt eine solch körperliche Erregung ein, dass es auf Bruder Branhams Hand sichtbar wird, und zwar so greifbar, dass es seine Armbanduhr augenblicklich zum Stehen bringt. Es ist für Bruder Branham ein Gefühl, als würde er eine Elektroleitung anpacken. Wenn der unterdrückende Geist in Jesu Namen ausgetrieben ist, kann man sehen, wie Bruder Branhams rote und geschwollene Hand in ihren normalen Zustand zurückkehrt. Wenn das Leiden keine von Keimen verursachte Krankheit ist, offenbart Gott Bruder Branham das Leiden immer durch den Geist. Dieses erste Zeichen erhebt den Glauben der Person gewöhnlich auf das Heilungsniveau. Falls jedoch nicht, tut es das zweite Zeichen.
Das zweite Zeichen: Der Engel sagte ihm, dass die Salbung bewirken würde, viele Ereignisse aus dem Leben der Leidenden zu sehen, von ihrer Kindheit an bis zur Gegenwart und ihm ermöglichen würde, es ihnen mitzuteilen. Er sagt manchen sogar was sie gedacht hatten, während sie zur Plattform oder noch bevor sie zur Versammlung kamen. Ich hörte ihn vor kurzem zu einer Mutter sagen, die ihr kleines Mädchen brachte: „Dame, Ihr Kind ist taubstumm geboren, und sobald Sie feststellten, dass sie nicht hören kann, brachten Sie sie zum Arzt.“ Und dann erzählte Bruder Branham der Mutter genau, was der Arzt gesagt hatte. Die Mutter sagte: „Das stimmt genau.“ Die große Zuhörerschaft hört all dies über die Lautsprecheranlage mit. Bruder Branham sieht tatsächlich wie es sich abspielt und das Mikrofon beiseite schiebend, damit die Zuhörerschaft es nicht hören kann, sagt er dem Patienten irgendwelche nicht bekannten und nicht aufgegebenen Sünden in ihrem Leben, die aufgegeben werden müssen, ehe die Gabe für ihre Befreiung tätig werden kann. Sobald solche Leute es zugeben und versprechen, die Sünde oder Sünden, die so offenbar geworden sind, aufzugeben, tritt ihre Heilung oft augenblicklich ein, noch ehe Bruder Branham Zeit hat zu beten. Diese Aussagen des Engels werden in den Versammlungen Bruder Branhams allabendlich vor den Augen von Tausenden bewiesen.
Die großen Zuhörerschaften erleben folglich jeden Abend, wieder und wieder, drei unterschiedliche Arten von Wundern. Die ersten beiden heilen die Leidenden nicht, sondern dienen nur als Zeichen, um den Glauben der Geplagten zu dem Höhepunkt zu erheben, wo die Gabe der Heilung für ihre Befreiung tätig wird. Natürlich sind diese zwei Wunderzeichen nur möglich, während die Salbung des Heiligen Geistes zu diesem Zweck auf Bruder Branham ruht.
Zweifellos sind einige Christen hier und da durch die Zeitalter der Gemeinde und auch einige in der gegenwärtigen Zeit mit der Gabe der Heilung ausgestattet worden, die unter den neun Geistesgaben im 12. Kapitel von 1. Korinther aufgelistet ist, von denen jede einzelne als Offenbarung des Geistes bezeichnet wird (1. Korinther 12:7-11). Es sollten Laien in jeder Gemeinde sein, die so ausgestattet sind.
Aber Bruder Branham ist ein Kanal für mehr als die bloße Gabe der Heilung. Er ist auch ein Seher wie es die alttestamentlichen Propheten waren. Er sieht Geschehnisse ehe sie stattfinden. Ich fragte ihn: „Was meinst du? Wie siehst du sie?“ Er erwiderte: „Genau wie ich dich sehe, nur dass ich weiß, dass es eine Vision ist.“ Genauso klar, wie man materielle Dinge um sich herum sieht, sieht Bruder Branham, während er tagsüber im Gebet ist, manche der bedeutendsten Wunder in Visionen, ehe sie stattfinden. Er sieht Leute, die vom Krankenwagen auf Liegen hereingebracht werden oder in Rollstühlen sitzen, und kann beschreiben, wie sie aussehen und wie sie gekleidet sind, usw. Während ihm diese Wunder im Voraus gezeigt werden, nimmt er gewöhnlich Dinge zeitweilig nicht mehr wahr, die um ihn herum geschehen. Nicht ein einziges Mal in den mehr als sechs Jahren seit Empfang der Gabe, haben diese Offenbarungen versagt, vollkommene Wunder hervorzubringen, genau wie er sie bereits in Visionen gesehen hat. Zu solchen Zeiten kann er mit vollkommener Gewissheit sagen: „So spricht der Herr“, und er ist nie verkehrt. Er sagte mir, dass er einfach das ausführt, was er sich bereits in der Vision hat tun sehen. Der Erfolg dieses Teils seines Dienstes ist exakt einhundert Prozent.
Wenn die Gabe tätig ist, ist Bruder Branham, hinsichtlich der Gegenwart und des Wirkens des Heiligen Geistes und der geistlichen Realitäten die empfindsamste Person, die ich je kennengelernt habe. Unter der Salbung, die seine geistlichen Gaben betätigt, und wenn er sich der Gegenwart des Engels bewusst ist, scheint er den Vorhang des Fleisches zu durchbrechen hinein in die Welt des Geistes, und scheint durch und durch mit einem Sinn für das Unsichtbare durchdrungen zu sein. Paulus schrieb (2. Korinther 4:18): „Weil wir den Blick nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare richten; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber bleibt ewig.“
Die Worte des Paulus hier zeigen, dass wir jetzt in zwei Welten zugleich leben ─ der Welt der Sinne und der Welt des Geistes. Die Welt des Geistes umgibt, umhüllt und durchdringt die Welt der Sinne. Beide Welten nehmen gleichzeitig denselben Raum ein. Die materiellen Realitäten, die wir mit unseren natürlichen Augen sehen, existieren inmitten der weitaus besseren Realitäten, die dem optischen Sinn verschlossen sind. Die Schrift lehrt uns, dass uns die weitaus höheren, ewigen Realitäten jetzt umgeben. Welche Sehenswürdigkeiten würde ein jeder von uns sehen, in jedem Augenblick unseres Seins, in jeder Wendung unseres Weges, hätten wir gesalbte Augen, mit denen wir sie sehen könnten. Das Sichtbare existiert inmitten des Unsichtbaren, das Zeitliche inmitten des Ewigen.
Paulus sagt: „Wer dem Herrn anhangt, ist ein Geist mit ihm.“ Bei der Taufe des Heiligen Geistes, wird unser Geist und Gottes Geist zu einem verschmolzen in derselben Weise, wie der Ozean und die Bucht eins sind, weil der Ozean in die Bucht fließt. Erst dann gewinnen die herrlichen, geistlichen Realitäten die Vormachtstellung und werden beherrschend. Wir sehen Wahrheit und geistliche Realitäten durch Gottes Augen. Zu solchen Zeiten scheinen zukünftige Ereignisse so gegenwärtig wie eine Vorschau einer kommenden Filmattraktion. Jesus sagte, dass „der Geist euch zukünftige Dinge zeigen wird“.
Während einer Versammlung in Fort Wayne kam eine Frau in die Heilungsreihe mit einem Kind auf den Armen, das mit einem Klumpfuß geboren war. Der Fuß und auch das Bein steckten in einem Gipsverband. Sofort als Bruder Branham sie sah, sagte er zu ihr, ohne zum Gebet für die Heilung des Kindes innezuhalten: „Oh ja, werden Sie das tun, was ich Ihnen sage?“ Die Frau antwortete: „Ja.“ Dann sagte er ihr: „Gehen Sie nach Hause und nehmen Sie den Gips ab, und wenn Sie morgen Abend zurückkommen, bringen Sie das Kind mit, und sie wird einen ganz normalen Fuß haben.“ Das Mikrofon trug diese Worte hinaus zu allen in der großen Zuhörerschaft. Sie brauchten an jenem Abend mehr als eine Stunde, um den Gips abzubekommen. Als die Frau das Kind am nächsten Abend brachte, hatte es einen ganz normalen Fuß, trug ein neues Paar kleiner, weißer Schuhe und konnte gehen. Der Arzt hatte den Fuß geröntgt und festgestellt, dass er normal war. Ich fragte Bruder Branham am nächsten Tag, weshalb er die Frau und das Kind durch die Heilungsreihe hatte gehen lassen, ohne für die Heilung des Kindes zu beten. Er antwortete: „Es war nicht notwendig, denn in einer Vision am Nachmittag sah ich das Kind geheilt.“ Dieser Abschnitt würde zu lang werden, wollte ich von vielen anderen Fällen erzählen, die in ihren Einzelheiten noch weitaus wundervoller waren als dieser.
Allein diese Phase seines Dienstes würde genug Material für ein Buch bereitstellen.
Im 5. Kapitel des Johannesevangeliums sagte Jesus: „Mein Vater wirkt bis zu dieser Stunde, darum wirke auch ich … Der Sohn vermag von sich selber aus nichts zu tun, als was er den Vater tun sieht; denn was jener tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. Denn der Vater hat den Sohn lieb und lässt ihn alles sehen, was er selbst tut.“ Was hat Jesus gemeint? Natürlich war Jesus ein Seher wie es die alttestamentlichen Propheten waren. Er sah seine Wunder, ehe sie geschahen. Er sah den Mann, der 38 Jahre lang ein Gebrechen hatte, der nicht in den Teich gelangen konnte wenn der Engel herabkam und das Wasser bewegte. Jesus kam zu ihm und sagte: „Nimm dein Bett auf und gehe.“ (Johannes 5:1-16) Jesus sah Lazarus von den Toten auferstehen, ehe Er das Wunder vollbrachte. Er sagte zu Nathanael: „Noch ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe ich dich gesehen.“ (Johannes 1:48). Er sah, wo das Eselfüllen angebunden war, ohne dort zu sein. Er sagte zu zwei seiner Jünger: „Geht in die Stadt: da wird euch ein Mann begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; folgt ihm nach …“ (Markus 14:12-16). Und der innewohnende Christus führt Seine Werke durch menschliche Werkzeuge, gemäß Seiner Verheißung für dieses Zeitalter, immerwährend fort: „Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich tue, auch vollbringen … denn ich gehe zum Vater, und alles, um was ihr in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde.“ (Johannes 14:12- 13)
Bei der Frau, die den Saum des Gewandes Jesu berührte und gesund gemacht wurde, sagte Jesus: „Ich habe gefühlt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist.“ (Lukas 8,46) Als dies bekannt wurde, heißt es in Markus 6,55-56: „Und wo er in Dörfern oder Städten oder Gehöften einkehrte, legten sie die Kranken auf den freien Plätzen nieder und baten ihn, dass sie auch nur die Quaste seines Rockes anfassen dürften; und alle, die ihn anfassten, wurden gesund.“ Dank sei Gott, dieselbe Kraft fließt noch immer vom innewohnenden Christus in die Leiber der Kranken und Leidenden, und sie werden gesund gemacht.
Die beiden Wunderzeichen, die Gott durch Bruder Branham kundtut, um den Glauben der Leute in der Heilungsreihe auf das rechte Niveau zu heben, sind auch gegeben, um den Glauben der Leidenden in der Zuhörerschaft auf dasselbe Niveau zu heben. Dieser Glaube zieht dieselbe Kraft vom innewohnenden Christus, der die Gabe betätigt, und heilt auch jene, die in der Zuhörerschaft sitzen. Es macht keinen Unterschied, ob es ihre Krankheiten sind, die übernatürlich diagnostiziert werden, oder die der Personen in der Heilungsreihe: die Zeichen sind dieselben und haben dieselbe Auswirkung auch auf jene, die in der Zuhörerschaft sitzen. Warum sollten die Zeichen für jede einzelne Person wiederholt werden, die sie schon bereits gesehen hat? Mose hat seine beiden Zeichen nicht jedem einzelnen Israeliten vorgeführt. Tausende konnten die Demonstration miterleben und gleichzeitig zum Glauben gebracht werden. Glaube auf dem richtigen Niveau, gleich in welchem Teil der großen Zuhörerschaft, zieht an der Kraft des innewohnenden Christus, der die Gabe betätigt. Und dies kann nicht geschehen, ohne dass Bruder Branham davon weiß. Er fühlt es so deutlich, wie Sie es spüren würden, wenn ich an Ihrem Mantel zöge, und er weiß die Richtung, aus der es kommt. Und er zeigt sogar auf die Person, deren Glaube Christus berührt.
In einer Versammlung in Louisville, während er für die Kranken auf der Plattform betete, spürte er einmal einen steten Zug des Glaubens aus der Zuhörerschaft, und sobald das Ziehen aufhörte, wies er in jene Richtung und sagte: „Eine Frau direkt dort hinten ist gerade von Krebs geheilt worden.“ Und sie war es.
Während er vor einer anderen Zuhörerschaft aus der Schrift las, hielt er inne und wies auf einen Mann, den er nie zuvor gesehen hatte, und sagte zu ihm: „Bruder, dein Glaube hat den nässenden Krebs zwischen Knie und Sprunggelenk gerade in diesem Moment geheilt.“ Der Krebs trocknete auf der Stelle aus.
Während er in einer Versammlung in Flint für die Leute in der Heilungsreihe betete, unterbrach er und wies auf die zweite Empore zu seiner Rechten und sagte: „Ich habe gerade eine Vision von einer Frau mit einem blauen Kostüm und gestreifter Weste gesehen. Sie wurde gerade von einem Krebs geheilt.“ Die Frau sprang auf und sagte voller Freude: „Ich bin die Frau.“ Ihr Glaube tat für sie auf der Empore das, was der Glaube für die Leute auf der Plattform tat.
Eine junge Frau, die von Geburt an schielte, und die in Fort Wayne die Bibelschule besuchte, sagte während der Versammlung dort zu Frau Bosworth, die hinten am Bücherstand war: „Ich weiß nicht, wie ich je in die Heilungsreihe gelangen könnte, da sind so viele.“ Frau Bosworth sagte zu ihr: „Du brauchst das gar nicht. Setz dich hier hinten hin und bitte Gott, deinen Glauben auf das Heilungsniveau zu heben, und du wirst von der Gabe die Heilungskraft ziehen.“ Das tat sie und im Verlauf des Gottesdienstes hielt Bruder Branham inne, wies in ihre Richtung und sagte: „Ein junges Mädchen ganz weit dort hinten wurde gerade vom Schielen geheilt.“ Seitdem sind ihre Augen völlig gerade.
Eine junge Frau wurde auf einer Trage in die Versammlung gebracht. Sie lag mit Leukämie im Sterben. Sowohl in der Johns Hopkins als auch bei der Mayo Klinik wurde ihr mitgeteilt, dass alles Menschenmögliche getan worden sei, und dass es für ihr Überleben keinerlei Hoffnung gebe. Ihr Verstand ließ bereits nach. Ich schlüpfte von der Plattform hinunter zu ihrer Trage und sagte ihr, sie möge beten, dass Gott ihren Glauben auf das Heilungsniveau hebe, und dass es entweder die Gabe betätigen oder Bruder Branham zu ihr hinunterziehen würde. Ich beobachtete, wie sich ihre Lippen im Gebet bewegten und auf einmal spürte Bruder Branham den Zug des Glaubens, sprang von der Plattform und ging zu ihrer Trage, betete für sie und sagte: „Im Namen Jesu, steh von deiner Trage auf, empfange göttliche Stärke und werde gesund.“ Sie gehorchte und ging mit erhobenen Händen und Tränen der Freude und Anbetung auf ihren Wangen, vor all den Leuten vor und zurück und den Gang entlang. Ihre Schwester berichtete mir später: „Meiner Schwester geht es wunderbar.“
An einem Abend in Dallas (Texas) im Fair Park Auditorium ─ der Orchestergraben war mit Menschen auf Tragen und in Rollstühlen zugestellt ─, fühlte Bruder Branham während er für Menschen in der Heilungsreihe betete, beständig einen Zug des Glaubens von seiner rechten Seite, der schlussendlich aufhörte. Nachdem er für den letzten in der Reihe gebetet hatte, wies er auf einen Mann auf einer Trage im Orchestergraben und sagte zu ihm: „Mann, stehen Sie auf, Sie sind vor ungefähr fünf Minuten geheilt worden.“ Er stand auf, Gott preisend. Seine Frau und er fielen einander in die Arme und weinten zusammen vor Freude. Er war im sterbenden Zustand aus Chicago hergebracht worden, seine Lungen waren von Krebs zerfressen gewesen. Er wurde geheilt und kam ein paar Tage später zur nächsten Versammlung in Fort Wayne, um sein Zeugnis zu geben. Er hat seither zwei weitere Feldzüge besucht. Ich könnte weiter fortfahren und auf vielen Seiten ähnliche Heilungen von Leuten wiedergeben, die geheilt wurden, während sie auf Tragen in der Zuhörerschaft saßen oder lagen, ohne dass Bruder Branham sie je berührt hätte.
Bei Gott gibt es so etwas wie einen schwierigen Fall nicht. Eine Frau aus Griechenland, die keine Öffnung in ihrer Kahle hatte, stellte sich in die Gebetsreihe. Sie konnte keinen einzigen Tropfen Wasser, noch irgendwelche Speise schlucken. Sobald Bruder Branham für sie gebetet hatte, trank sie ein Glas Wasser und aß einen Schokoriegel. Einen oder zwei Abende später kamen in denselben Versammlungen neun Taubstumme in die Gebetsreihe, und alle neun wurden geheilt.
Die Blindgeborenen empfingen ihr Augenlicht. Nachdem er für einen vollkommen blinden Mann gebetet hatte, sagte Bruder Branham zu ihm: „Gehen Sie zum Pult und legen Sie Ihren Finger auf die Nase des Predigers.“ Er ging schnurstracks auf den Prediger zu und zog an dessen Nase, was in der Zuhörerschaft ein Lachen auslöste.
Ein gut bekannter Missionar aus Palästina, der im Endstadium von Tuberkulose war, wurde aus Yakima (Washington) in einem Krankenwagen zum Civic Auditorium in Seattle (Washington) gebracht. Die Regierung zahlte seinen Flug nach Hause. Als er in Jesu Namen aufgefordert wurde, sich zu erheben und gesund zu sein, tat er es, und zwei Tage später verrichtete er bei sich zu Hause körperliche Arbeit.
Genau wie ein Altarruf, beziehungsweise eine Einladung für die Sünder, auf eine evangelistische Predigt folgt, ergeht nach der übernatürlichen Diagnose und Heilung der Menschen in der Gebetsreihe die Einladung an jene aus der Zuhörerschaft, die bereit sind, ihre Heilung anzunehmen. Die Heilung Einzelner der Reihe nach auf der Plattform, ist nur die Vorbereitung auf den eigentlichen Heilungsgottesdienst. Es ist sozusagen nur ein Anschauungsunterricht für alle in der Zuhörerschaft, die der Segnungen des Heilungsteils des Evangeliums bedürfen.
Genau wie hundert Sünder auf die Einladung eines Evangelisten antworten mögen und das noch größere Wunder der Neuen Geburt in Massen erleben, ebenso ist es erstaunlich demonstriert worden, dass die Kranken durch die Gabe der Heilung in Massen geheilt werden können. Gegen Ende des Gottesdienstes zeigt Bruder Branham gewöhnlich in rascher Abfolge auf einen nach dem anderen, und sagt: „Christus hat dich geheilt.“ Manche werfen ihre Gebetskarten in die Luft, lassen ihre Krücken fallen, und jene, die nicht stehen oder laufen konnten, springen auf die Füße, und manche hüpfen und preisen Gott vor Freude. Eine solche Demonstration ist unbeschreiblich. In einer bestimmten Versammlung sprang ein Junge auf, der in einem Rollstuhl war und nicht stehen oder laufen konnte, und pries Gott. Ein paar Minuten später winkte ich ihm und bat die Menge, Platz zu machen und ihn zur Plattform durchzulassen. Er ging zum Mikrofon und predigte regelrecht zu der weinenden Zuhörerschaft. Die Gabe wirkte bei Massenheilung ebenso, wie sie es bereits in der Gebetsreihe tat, wo sie einer nach dem anderen geheilt wurden.
Und das Beste von allem ist, dass Sünder auf diese Weise von Sünde überführt werden und gerettet werden wollen. In Römer 15:18-19 spricht Paulus davon, „die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Tat, durch die Kraft von Zeichen und Wundern, durch die Kraft des Heiligen Geistes … von Jerusalem aus und in weitem Umkreise bis nach Illyrikum hin.“ Ich habe gesehen, wie an einem einzigen Abend bis zu dreißigtausend Sünder unter Tränen aufstanden, um ihre Herzen Gott zu übergeben. Kein Wunder, dass Jesus sagte: „In welche Stadt ihr auch kommt – heilt die Kranken, die dort sind.“
Psalm 68:19 zitierend sagt der Apostel Paulus in Epheser 4:8: „Aufgestiegen in die Höhe, hat er Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben verliehen.“ Die Nachricht von dieser göttlichen Gabe an die Gemeinde ging in der kurzen Zeit von sechs Jahren um die Welt und viele dringliche Anfragen kommen aus allen Teilen der Welt. Manche Leidenden sind mit dem Flugzeug aus anderen Ländern über die Meere hinweg in die Vereinigten Staaten zum Gebet gekommen.
Ich fühle, bevor ich schließe, muss ich jenen Lesern dieser Zeilen sagen, die nicht in der Lage sind, eine Branham Versammlung zu besuchen, dass dieser Umstand Sie nicht daran zu hindern braucht, auch geheilt zu werden. Tausende sind auf wunderbare Weise durch ihr eigenes Gebet geheilt worden. Gott wünscht Ihre Heilung mehr als es Ihnen möglich ist, sich diese zu wünschen. Jesus starb, um sie möglich zu machen. Golgatha macht alles, was Gott verheißen hat, zu eurem persönlichen Eigentum. „Alle Leiden geheilt“, ist Gottes Wille, bewiesen und vorgeführt vor Menschenscharen. Unsere Heilungsliteratur, verbunden mit dem Gebet des Glaubens, hat Heilung in die Reichweite von vielen Tausenden gebracht. Ein ununterbrochener Strom von freiwillig zugesandten Zeugnissen erreicht uns immer noch von unseren Radiofreunden und ihren Bekannten. Mein Buch „Christus der Heiler“ (jetzt 7. Auflage 250 Seiten), beinhaltet und erklärt die biblischen Wahrheiten deutlich, die Menschenmengen von allen Arten von menschlich unheilbaren körperlichen Gebrechen freigemacht haben, wo keiner mit der Gabe der Heilung anwesend war, nicht einmal ein Ältester, um das Gebet des Glaubens zu beten. Sie wurden geheilt, indem sie einfach glaubten und handelten auf die Schriftstellen hin, die die Heilung ihres Leibes betreffen, in derselben Weise in der Sünder glauben und handeln auf die Schriftstellen hin, die die Heilung ihrer Seele betreffen. Meine Broschüre mit dem Titel „Das christliche Bekenntnis“, die aufzeigt, was unser Zeugnis sein sollte, um alle Erlösungssegnungen zu erhalten, wirkt Wunder. Ihre Wahrheiten, praktiziert, werden die Erfüllung von Gottes Verheißungen für Heilung oder irgendetwas anderem, das Er in der Bibel verheißen hat, herbeiführen.
Reverend F. F. Bosworth
„Christus der Heiler“ · ISBN 3-89132-021-3 · Zu beziehen im Buchhandel oder durch: · Missionswerk Karlsruhe · Kießlerstr. 2-12 · 78185 Karlsruhe · Deutschland
„Ein Prophet besucht Südafrika“ von Julius Stadsklev · aus dem Amerikanischen von Christian Skau · englisches Original: „A Prophet Visits South Africa“ · mit Erlaubnis