Ein Prophet besucht Südafrika

Wer ist William Branham? (2) – mit seinen eigenen Worten

Ich war nur ein kleiner Bursche vom Lande und richtig schüchtern. Bedenkt man, wie schüchtern ich war, fragt ihr euch vielleicht, wie ich jemals geheiratet habe.

Ich traf ein nettes, gläubiges Mädchen. Ich dachte, sie wäre wunderbar. Ich liebte dieses Mädchen und wollte sie heiraten, aber ich hatte nicht genügend Mumm, sie zu fragen. Sie war ein zu gutes Mädchen, um mit mir Zeit zu verschwenden, sie würde jemand anderes bekommen. Ich wusste also, dass ich sie bald fragen musste. Ich bekam bloß 20 Cent die Stunde und ihr Vater verdiente 500 Dollar im Monat. Jeden Abend, wenn ich sie sah, beschloss ich, dass ich sie an diesem Abend fragen würde. Dann hatte ich einen Kloß im Hals und ich konnte es einfach nicht tun. Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Wisst Ihr, was ich schlussendlich tat? Ich schrieb ihr einen Brief.

Nun, dieser Brief enthielt ein wenig mehr Romantik als „Liebes Fräulein“. Ich tat mein Bestes, einen guten Brief zu schreiben, obwohl er sicherlich armselig war. Also machte ich mich morgens fertig, ihn in den Briefkasten zu werfen. Dann kam mir der Gedanke was wohl geschehen würde, wenn er ihrer Mutter in die Hände fallen würde. Trotzdem hatte ich Angst, ihn ihr persönlich auszuhändigen. Schließlich fasste ich genug Mut, um ihn am Montagmorgen in den Briefkasten zu werfen. Mittwochabend sollte ich sie abholen und zur Gemeinde begleiten. Bis dahin war ich richtig nervös. Auf dem Weg zu ihr dachte ich darüber nach, was wohl geschehen würde, wenn ihre Mutter herauskäme und sagte: „William Branham!“ Ich wusste, dass ich mit dem Vater gut klarkommen würde, doch bei der Mutter war ich mir nicht so sicher.

Schließlich ging ich zur Tür und rief nach ihr. Sie kam und sagte: „Oh, hallo Billy, komm rein.“ Ich sagte: „Wenn es dir nichts ausmacht, werde ich mich einfach auf die Veranda setzen.“ Ich stellte sicher, dass sie mich nicht nach drinnen bekamen. Sie sagte: „In Ordnung, ich bin in ein paar Minuten fertig.“

Obwohl ich einen alten Ford Model T hatte, sagte sie: „Es ist nicht weit zur Gemeinde, lass uns einfach gehen.“ Dies beunruhigte mich und ich war überzeugt, etwas sei vorgefallen. Wir gingen zur Gemeinde, aber sie sagte nichts. Ich war an jenem Abend so nervös, dass ich überhaupt nicht mitbekam, was der Prediger sagte. Ihr wisst, eine Frau kann euch ganz schön auf die Folter spannen.

Nach dem Gottesdienst gingen wir die Straße hinunter. Es war eine mondhelle Nacht. Immer noch sagte sie nichts. Schließlich war ich überzeugt, dass sie den Brief nicht erhalten hatte. Dadurch fühlte ich mich besser. Ich dachte, der Brief wäre vielleicht von der Post fehlgeleitet worden, und bald war ich wieder ich selbst. Wir gingen weiter. Als wir die Bäume hinter uns ließen, schaute ich sie an. Ihre dunklen Augen strahlten im Mondlicht das auf sie fiel. Ich dachte: „Oh my! Sie sieht aus wie ein Engel.“

Schließlich sagte sie: „Billy?“

Ich sagte: „Ja.“

Sie sagte: „Ich habe deinen Brief bekommen.“

Oh my! Ich dachte: „Oh, oh. Hier haben wir’s. Jetzt bekommst du eins drauf, Bill. Jetzt ist alles aus.“ Ich dachte, sie hat bis nach dem Gottesdienst gewartet. Sie sagte kein weiteres Wort. Dann sagte ich: „Ach wirklich?“

Sie sagte: „Hmmhmm.“

Ich dachte: „Schieß los, beeil dich.“ Ich konnte es kaum aushalten. Ihr wisst, wie Frauen sind: Sie spannen euch auf die Folter. Wir waren beinahe einen Straßenblock weit gegangen und sie hatte keinen Ton mehr gesagt. Endlich sagte ich: „Hast du ihn gelesen?“

Sie sagte: „Hmm.“

Ich sagte: „Was denkst du darüber? War es in Ordnung?“

Sie sagte: „Hmm.“

Ich wünschte, sie würde sich äußern. Dann sagte ich: „Hat dir gefallen, was da geschrieben stand?“

Sie sagte: „Hmm.“

Ich sagte: „Hast du ihn ganz gelesen?“

„Sie sagte: „Hmm.“

Nun, wir haben einander geheiratet. Wir haben es schlussendlich geschafft. Doch zuvor beschlossen wir, dass wir ihre Eltern fragen mussten. Ich wusste, dass ich am Besten mit ihrem Vater zurechtkommen konnte, und so erklärte ich mich bereit, ihn zu fragen. Sie sollte die Erlaubnis ihrer Mutter einholen. Ich schob es so lang wie möglich hinaus, denn allein der Gedanke daran machte mich nervös. Schließlich eines Abends, ich hatte Gute Nacht gesagt und wollte gerade gehen, gab Hope mir ein Zeichen und zeigte auf ihren Vater. Oh my! Ich wusste, was das bedeutete. Die Zeit war gekommen, ich konnte es nicht länger hinausschieben. Also fragte ich ihn, ob ich draußen auf der Veranda eine Minute mit ihm reden könnte. Er sagte: „Klar, Bill.“

Als wir nach draußen auf die Veranda kamen, sagte ich: „Es ist ein schöner Abend, nicht wahr Charlie?“

Er sagte: „Sicher, Bill.“

Dann sagte ich: „Nun, hmm …“

Er sagte: „Ja, Bill, du kannst sie haben.“

Ich sagte: „Danke, Charlie.“ Oh my! Er hat mir eine Menge Mühe erspart. Dann sagte ich: „Sieh mal, Charlie, ich kann ihr nicht ein solches Leben bieten wie du.“ Er war einer der Verantwortlichen der Pennsylvania Eisenbahngesellschaft. Er hat gutes Geld verdient, und da stand ich, arbeitete für zwanzig Cent in der Stunde mit Picke und Schaufel. „Aber ich weiß eins“, fuhr ich fort, „ich habe noch nie in der Welt jemanden gesehen, den ich so liebe wie sie. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Ich verspreche dir dies, Charlie, ich werde so lange arbeiten wie ich arbeiten kann, und ich werde alles tun, was ich kann, um ihr gegenüber treu und gut zu sein. Ich werde alles tun, was ich kann, um für sie zu sorgen.“

Er sagte: „Mir ist es lieber Du bekommst sie als irgendjemand sonst den ich kenne, weil es das ist, was zählt, Bill. Es ist nicht das Geld, es ist wie glücklich ihr seid.“

Ich bin unheimlich froh, dass er so darüber dachte. Das Glück besteht nicht darin, wie viele der weltlichen Güter ihr besitzt, sondern wie zufrieden ihr mit dem Teil seid, der euch bestimmt ist. So ist es. Ob ihr viel oder wenig habt, dankt Gott einfach dafür.

Wir heirateten und ich denke nicht, dass es irgendeinen Ort auf Erden gab, der glücklicher war als unser kleines Heim. Ich weiß noch, was wir hatten, als wir in zwei Räumen mit unserem Haushalt begannen. Ich kaufte für eineinhalb Dollar einen alten Herd von einem Trödler und gab fünfundsiebzig Cent für ein passendes Rost aus. Eine Frau schenkte uns ein altes Klappbett. Ich ging zu Sears und Roebucks, und besorgte eines dieser kleinen Frühstücksgedecke, die man selbst bemalen muss.

Es war nicht viel, aber Freunde, es war ein Heim. Und ich würde lieber in einem Schuppen wohnen und Gunst bei Gott haben, als im besten Haus zu leben, das es gibt, ohne Seine Gunst. Wir hatten nicht sehr viel von den Gütern dieser Welt. Ich erinnere mich, dass ich meiner Frau einmal sagte, ich müsse die Gemeinde bitten, mir ein Opfer zu geben, um uns zu helfen, unsere Schulden zu bezahlen. Bis zu dieser Zeit hatte ich in meiner Gemeinde nie ein Opfer eingesammelt. An jenem Sonntagabend bat ich einen der Ältesten seinen Hut zu holen und eine Kollekte zu erheben. Doch nachdem ich angekündigt hatte, was ich zu tun beabsichtigte, sah ich eine kleine, alte Mutter ihren Geldbeutel öffnen und etwas von ihrem Rentengeld herausnehmen. Oh my! Ich brachte es nicht übers Herz ihr Geld anzunehmen. So stand ich auf und sagte, dass ich bloß Spaß mache, um zu sehen, ob sie es wirklich tun würden. Später gab mir ein Gemeindemitglied ein altes Fahrrad, das ich anstrich und verkaufte.

Nach zwei Jahren kam ein kleiner Junge in unser Heim. Als er geboren wurde, hat es uns einfach noch besser miteinander verbunden. Als ich ihn das erste Mal im Krankenhaus habe schreien hören, hat mir etwas gesagt, es ist ein Junge. Ich sagte: „Herr, da ist dein Junge. Ich werde ihn Billy nennen, wegen seines Vaters, und nach Paulus aus der Bibel. Sein Name soll Billy Paul sein.“

Der Arzt kam heraus und sagte: „Ihr Sohn ist angekommen.“

Ich sagte: „Ja, er heißt Billy Paul.“

So waren wir glücklich. Ich erinnere mich, dass wir beide arbeiteten. Sie arbeitete in einer Hemdenfabrik, um zu unserem Lebensunterhalt beizusteuern. Ich predigte jeden Abend. Den ganzen Tag über arbeitete ich in den Gräben. Wenn ich abends nach Hause kam, waren meine schwieligen Hände manchmal gefroren, und oft bluteten sie. Hope setze sich dann und verband meine Hände, bevor ich zur Gemeinde ging. Dann wollte sie, dass ich Urlaub mache. Sie hatte ungefähr zwölf Dollar gespart und wollte, dass ich ein wenig angeln gehe. Also sagte ich: „Gut, aber willst du nicht mitkommen zum Angeln?“

Sie sagte: „Nein. Ich bleibe lieber hier für die Sommerbibelschule.“

So ging ich mit einem alten Predigerfreund hinauf zum Pawpaw See in Michigan, direkt oberhalb von Indiana. Mein Geld reichte nicht sehr lang und ich musste heimkehren. Auf meinem Heimweg sah ich beim Überqueren des Mishawaka Flusses eine große Anzahl von Menschen, die sich für eine Versammlung zusammenfanden. Ich fragte mich, was das wohl für eine Art von Versammlung war, und entschloss mich anzuhalten. Dort war es, wo ich mit Pfingstleuten bekannt wurde.

Die Menschen hatten sich zu einer Konferenz zusammengefunden. Sie sangen „Ich weiß, es war das Blut. Ich weiß, es war das Blut“. Ziemlich bald stand ein Gemeindevorsteher auf und begann über die Taufe des Heiligen Geistes zu sprechen. Ich beschloss bis zum folgenden Tag zu bleiben. Ich hatte kein Geld für ein Hotelzimmer, und so fuhr ich hinaus aufs Land und parkte in einem Getreidefeld, wo ich die Nacht schlief. Am nächsten Morgen stand ich in der Früh auf und kehrte zur Gemeinde zurück. Ich hatte ein paar Brötchen und Milch gekauft, sodass mein Geld hinreichen würde. Als ich eintraf, hatte sich bereits eine ansehnliche Anzahl Leute für die Morgenandacht versammelt.

An jenem Abend saßen eine Menge Prediger auf der Plattform. Der Leiter sagte: „Wir haben nicht die Zeit, euch alle predigen zu hören, deshalb werden wir jeden von euch bitten, nur aufzustehen und uns euren Namen zu sagen.“ Als sie mich aufriefen, stand ich auf und sagte: „Reverend William Branham“, und setzte mich hin.

Am folgenden Nachmittag ließen sie einen alten Farbigen hochkommen und predigen. Er war ziemlich klapprig und ich war schon etwas überrascht, dass sie so jemanden auswählten, vor solch einer großen Menschenmenge zu predigen. Er predigte aus Hiob 38:4-7: „Wo warst du, als ich die Erde gründete, als die Morgensterne miteinander jubelten?“ Nun, dieser alte Herr nahm seinen Text auf bei etwa zehn Millionen Jahre bevor die Welt gestaltet wurde. Er erfasste praktisch alles im Himmel, kam dann den Regenbogen herab und predigte über alles auf Erden bis hin zum Zweiten Kommen Christi.

An jenem Abend ging ich wieder hinaus zum Getreidefeld und schlief. Am Morgen beschloss ich eine alte Hose aus Seersucker* anzuziehen, da ich annahm, dass mich niemand kannte. Meine andere Hose war sehr verknittert, weil ich sie als Kissen benutzt hatte. Dies war der letzte Tag, den ich bleiben konnte, denn ich hatte nur noch genügend Geld für das Benzin zur Heimfahrt. Ich fuhr zur Gemeinde und als ich ankam, sangen die Leute gerade.

Seersucker: kreppähnliches Baumwollgewebe

Der verantwortliche Prediger erhob sich und sagte: „Wir haben jetzt den Zeugnisgottesdienst gehabt, den der jüngste Prediger hier geleitet hat. Der nächstjüngste Prediger ist William Branham aus Jeffersonville.“ Er sagte: „Komm hier hoch, Reverend Branham, wenn du im Gebäude bist.“

Ihr könnt dessen sicher sein, dass mich das erschreckte. Ich blickte hinunter auf meine Seersuckerhose. Und so saß ich mucksmäuschenstill. Tatsächlich hatte ich noch nie zuvor eine Lautsprecheranlage gesehen und ganz gewiss wollte ich nicht dort oben hoch und vor all diesen mächtigen Predigern sprechen.

Sie riefen nochmals: „Weiß jemand etwas über den Verbleib Reverend Branhams?“

Ich kauerte mich nur tiefer in meinem Sitz als zuvor. Der Aufruf wurde nochmals wiederholt. Der Farbige neben mir drehte sich um und sagte: „Wissen Sie, wer er ist?“

Ich sagte: „Hör zu, ich bin Reverend Branham, aber ich habe diese Seersuckerhose an und ich kann nicht auf die Plattform hoch.“

Der Farbige sagte: „Diese Menschen kümmert es nicht, wie Sie gekleidet sind. Denen ist wichtig, was in Ihrem Herzen ist.“

„Bitte“, sagte ich, „sagen Sie nichts.“ Aber der Farbige wartete nicht länger.

Er rief laut: „Hier ist er! Hier ist er!“

Mir sank das Herz. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Am Abend zuvor hatte ich im Getreidefeld gebetet: „Herr, wenn dies die Leute sind, die ich immer schon habe finden wollen, die so glücklich und frei zu sein scheinen, dann lass mich ihr Wohlwollen finden.“ Nun, der Herr ließ mich ihre Gunst finden, ich hingegen hasste es, in dieser Seersuckerhose nach vorne vor die Menge zu treten. Alle schauten mich an und ich musste etwas tun. Also ging ich auf die Plattform hoch. Mein Gesicht brannte, und als ich mich umdrehte, sah ich die Mikrofone und dachte bei mir: „Was sind denn das für Dinger?“ Ich betete: „Herr, wenn du je jemandem geholfen hast, dann helfe mir jetzt.“

Ich öffnete die Bibel und meine Augen fielen auf den Vers: „Der reiche Mann öffnete seine Augen in der Hölle.“ Und dann weinte er. Da waren keine Christen dort, und dann weinte er. Da waren keine Gemeinden dort, und er weinte. Da waren keine Blumen dort, und er weinte. Da war kein Gott dort, und er weinte. Während ich predigte, weinte ich. Etwas ergriff mich und die Kraft Gottes kam herab auf die Versammlung.

Der Gottesdienst dauerte etwa zwei Stunden. Als er vorbei war, ging ich nach draußen. Ein großer, stämmiger Mann mit Cowboystiefeln trat auf mich zu und stellte sich vor. Er sagte: „Ich bin aus Texas und ich habe dort eine gute Gemeinde. Wie wär’s, wenn du für mich eine zweiwöchige Versammlung hältst?“

Ein weiterer Prediger aus Florida kam herzu und sagte: „Wie wäre es, wenn du vorbeikommst, und Versammlungen für mich hältst?“

Ich nahm ein Stück Papier und schrieb mir Namen und Adressen auf, und binnen weniger Minuten hatte ich genügend Erweckungsversammlungen aufgelistet, die das ganze Jahr hindurch gereicht hätten. Ich war so glücklich. Ich sprang in meinen kleinen Ford Modell T und fuhr mit 40 Kilometer pro Stunde durch Indiana – 20 Kilometer pro Stunde geradeaus und 20 Kilometer pro Stunde hoch und runter.

Als ich zu Hause ankam, kam meine Frau herausgelaufen und umarmte mich stürmisch. Als sie mich ansah, fragte sie: „Worüber bist du so glücklich?“

Ich sagte: „Ich habe die glücklichsten Menschen getroffen, denen ich je im Leben begegnet bin. Sie sind wirklich glücklich und sie schämen sich ihrer Religion nicht. Diese Leute ließen mich auf ihrer Konferenz predigen, und überdies habe ich Einladungen erhalten, um in ihren Gemeinden zu predigen. Wirst du mit mir gehen?“

Sie antwortete: „Liebling, ich habe versprochen, überallhin mit dir zu gehen, bis der Tod uns scheidet.“ Möge Gott ihr treues Herz segnen.

Also beschloss ich, hinzugehen und es meiner Mutter zu berichten. Als ich dort ankam, erzählte ich ihr von den Einladungen. Sie fragte: „Womit wirst du dein Geld verdienen?“ Wir meinten, der Herr werde uns versorgen. Sie legte ihre Arme um mich und segnete mich und betet immer noch für mich. Sie sagte: „Sohn, eine derartige Religion hatten sie in einer Gemeinde, die ich vor Jahren einmal kannte, und ich weiß, dass das echt ist.“

Und Freunde, was ich jetzt sage, lasst es euch als Unterweisung dienen. Lasst meine Fehler eine Lektion für euch sein. Freunde und Verwandte warnten mich davor, das anzunehmen, von dem ich wusste, dass es Gottes Ruf an mich war. Einige sagten, dass die Leute, die ich auf der Konferenz getroffen hatte, nichtsnutziges Volk sei. Später fand ich heraus, und ich sage das mit Ehrfurcht, dass das, was sie „Gesindel“ nannten, die Besten der Besten waren. Man sagte mir, dass meine Frau den einen Tag genug zu essen bekommen würde, und den nächsten ohne auskommen müsse. Andere sagten mir, dass es meine Aufgabe wäre, dort wohnen zu bleiben und mich um das Werk in Jeffersonville zu kümmern. Meine Frau sprach mit ihrer Mutter und die sagte, es würde ihr das Herz brechen und sie ins Grab bringen, wenn Hope mit mir ginge. Meine Frau weinte und ich sagte zu ihr, wir gehen nach Hause und besprechen es. Sie entschied sich mit mir zu gehen, aber ich sagte, es ist besser wir lassen es. Teure Freunde, das ist, wo meine Probleme begannen. Ich hörte darauf, was eine Frau zu sagen hatte, anstand auf das, was Gott zu sagen hatte. Binnen achtzehn Monaten verlor ich meinen Vater, Bruder, Schwägerin, Frau und Baby, und beinahe mein eigenes Leben. Ich werde das niemals vergessen.

Während dieser Zeit arbeitete ich als Jagdaufseher im Bundesstaat Indiana. Das Einkommen, das ich aus diesem Job erhielt, hing davon ab, wie viele Festnahmen ich machte. Aber ich habe nie jemand festgenommen. Stattdessen habe ich mich hingesetzt und mit den Gesetzesbrechern über sportliches Verhalten geredet, was nach meinem Dafürhalten von größerem Nutzen war als die Bußgelder, die ich hätte verhängen können.

In der Zwischenzeit hatte unser kleines Mädchen die Bühne betreten, die kleine Sharon Rose. Gott segne ihr süßes, kleines Herz, sie ist heute im Himmel. Sie war mir ein Schatz. Ich liebe einfach kleine Kinder, und mir bleibt die Erinnerung, wie glücklich wir zusammen waren. Ich wollte ihr einen biblischen Namen geben. Ich konnte sie nicht nach Jesus Rose Sharon nennen, deshalb nannte ich sie Sharon Rose. Wir wohnten in einem kleinen alten Haus. Ich entsinne mich, wie ich gewöhnlich an den Abenden nach Hause kam und sie dort draußen im Garten saß mit ihren kleinen Krabbelhöschen an, und während ich um die Ecke bog, drückte ich die Hupe am Wagen, den ich als Jagdaufseher benutzte. Da wusste sie, dass ich kam, und sie sagte dann: „Guh, guh, guh.“ Dann streckte sie ihre kleinen Ärmchen aus und ich nahm sie in meine Arme. Ja, sie war einfach so süß.

Bald bekam meine Frau eine Lungeninfektion. Als Nächstes wurde mein Bruder direkt in meiner Nähe getötet. Seht, der Weg eines Übertreters ist schwer. Dann hatte mein Vater im Alter von 52 Jahren eines Abends einen Herzinfarkt und starb eine Stunde später in meinen Armen. Nur ein paar Tage ehe er starb, war er in einer Kneipe und jemand forderte ihn auf, einen Schluck zu nehmen. Er nahm das Glas, fing jedoch an zu zittern. Beim Absetzen fing er an zu weinen und sprach von seinem Sohn, der predigte. Er sagte weiter, dass er all die Jahre verkehrt gewesen sei, und sein Sohn richtig. Er sagte: „Lasst das nicht auf meine Jungen zurückfallen, weil ich ein Trinker bin,. Dies ist der letzte Schluck, den ich je in meinem Leben nehme.“ Dann hob er das Glas und versuchte zu trinken, verschüttete den Inhalt jedoch über sein ganzes Gesicht. Wieder fing er an zu weinen, nahm seinen Hut und ging hinaus. Diese Begebenheit wurde mir von einem Versicherungsvertreter wiedergegeben, den ich später zum Herrn führte. Kurz vor seinem Tod hatte er sein Herz dem Herrn übergeben.

Gott sprach immer noch zu meinem Herzen. Dann starb meine Schwägerin direkt zu Hause. Auch in meiner Gemeinde schien nicht alles rund zu laufen. Der Weg eines Übertreters ist schwer. Seht, ich ging dann weiter bergab. Doch als ich fehlte, hat Gott Seine Gabe dennoch behütet, das glaube ich. Dann sagte ich: „Oh, was kann ich tun, ich habe einen Fehler gemacht.“ Die Salbung Gottes hatte mich verlassen, und sie ist nie wirklich zurückgekehrt, bis der Engel mir in 1946 begegnete. Diese Jahre waren der dunkle Zeitraum meines Lebens. All dies war das Resultat, wider besseres Wissen nicht das zu tun, was Gott wollte, dass ich es tue.

Kurze Zeit später hatte meine Frau eine Lungenentzündung. Die 1937er Flut brach plötzlich herein und sie wurde davon überrascht. Ich erinnere mich der Nacht. Ich werde sie niemals vergessen. Der Deich brach dort oben und die Stadt wurde von der Landkarte ausgelöscht. Ich brachte Hope und beide Babys zu einem provisorischen Krankenhaus, das die Regierung eingerichtet hatte. Dort befanden sich nur Schwerkranke. Hope hatte Fieber von gut 40°C. Als ich mich an dem Abend, an dem sie krank wurde, zum Gebet zurückzog, blickte ich empor und sagte: „Herr, sei meiner Frau gnädig und heile sie. Würdest Du es bitte tun, Herr? Denn ich liebe sie.“ Es sah aus, als hätte ich etwas wie ein schwarzes Tuch fallen sehen, und es kam geradewegs so herab. Da wusste ich einfach, dass etwas geschehen würde. Ich ging hin und berichtete es den Leuten meiner Gemeinde. Sie sagten, das käme daher, weil ich so besorgt und mitfühlend wäre, da es sich um meine Frau handelte. Ich sagte: „Nein, es ist ein schwarzer Vorhang zwischen Gott und mich gekommen. Etwas hat mich von Ihm getrennt und Er hört mich nicht.“

Oh, ich war erschöpft. In der Nacht als die Flut durchbrach, war ich am Fluss auf Streife. Ich rettete überall Leute, schleppte sie, stapelte sie auf wie Vieh. Dann wurde ich gerufen und angewiesen, zu einer Stelle zu gehen, wo die Flut auf der anderen Seite durchgebrochen war. Ich rannte eilends dorthin. Ich konnte Menschen schreien hören. Ich hörte eine Frau schreien: „Hilfe! Hilfe!“ Ich überlegte, was ich tun konnte, und rannte dann und holte das Schnellboot. Ich startete den Motor, kam jedoch gegen die Wellen nicht an. Der Deich war gebrochen und die Fundamente dieser zweigeschossigen Häuser wurden nur so erschüttert. Obwohl ich versuchte, gegen die Wellen zu fahren, schaffte ich es nicht. Schlussendlich wurde ich in die Richtung hinunter mitgerissen und konnte dabei ein Seil um den Verandapfosten werfen. Ich befestigte das Boot und ließ den Motor laufen, damit die Wellen es nicht abtrieben.

Ich rannte ins Haus und fand drei oder vier kleine Kinder, hob sie auf und brachte sie ins Boot. Dann holte ich die Mutter, verfrachtete sie ins Boot und fuhr ab. Es war etwa ein Uhr morgens, es schneite und graupelte als ich in das Boot sprang und mich auf den Rückweg machte. Gerade als ich mich dem Land näherte, wo eine Gruppe von Leuten darauf wartete, das Boot in Empfang zu nehmen, sobald wir ans Ufer kamen, fing die Frau an zu schreien: „Mein Baby, mein Baby.“ Ich dachte, sie hätte ihr Baby zurückgelassen, und so fuhr ich zurück, sobald ich sie ausgeladen hatte. Ein Teil des Hauses war bereits fort, als ich es endlich erreichte. Ich lief hinein und blickte mich überall um, ohne jemanden zu finden. Später erfuhr ich, dass das Baby ungefähr zwei Jahre alt war. Ich dachte, sie hätte ein kleines Baby dort drinnen. Als ich dann hörte, wie die Hauswand nachgab, rannte ich und sprang aus dem Fenster und landete oben auf der Veranda. Dabei sah ich, wie mein Boot abtrieb. Ich packte das Seil und gelangte völlig durchnässt ins Boot. Ich versuchte es anzuwerfen, doch die Zündschnur war über und über mit Eis bedeckt. Ich zog und zog, aber es wollte einfach nicht anspringen.

Die Strömung zog mich auf den Fluss hinaus und das Boot stand kurz vor dem Kentern. Ich bekam den Motor nicht an. Ich hatte eine kranke Frau und zwei kranke Kinder im Krankenhaus. Ich hatte gerade ein paar Wochen davor meinen Vater begraben. Und da steckte ich nun. Ich kniete im Boot und sagte: „Oh Gott, sei mir Sünder gnädig. Ich weiß, dass ich verkehrt gehandelt habe, aber bitte, teurer Gott, lass mich nicht meine Frau und Kinder zurücklassen und in diesem Fluss untergehen.“ Ich zog wieder und wieder und trieb geradeswegs auf die Wasserfälle zu. Ich zog die Zündschnur, doch es wollte nicht anspringen. Wieder betete ich und sagte: „Gott, sei gnädig.“ Ich hatte Zeit, eine Menge Dinge zu überdenken, Freunde. Ich sage euch, wenn jene Stunde kommt und der Tod euch frontal entgegensteht, werdet ihr an eine Menge Dinge denken, an die ihr jetzt nicht denkt. Ich zog und zog, und durch Gottes Gnade sprang der Motor an. Ich fuhr zurück, kämpfte wieder gegen die Wellen und kam weit unten in Howard’s Park aus, unterhalb von Jeffersonville, etwa um drei Uhr morgens.

Dann sagte man mir, dass die andere Seite des Deiches gebrochen, und das Wasser durch den Lanky Kank Fluss hinuntergelangt war und den Sammelplatz der Regierung abgeschnitten hatte. Ich ging eilends dort hoch und sah, dass das Wasser das provisorische Krankenhaus erreicht hatte. Dort traf ich einen Hauptmann und sagte: „Herr Hauptmann, sind welche ertrunken?“

Er sagte: „Nein, niemand ist ertrunken.“

Ich sagte: „Ich hatte eine Frau und zwei Kinder dort drinnen.“

Er sagte: „Na, ich denke, alle sind raus gekommen, so weit ich weiß.“

Ich ging ein bisschen weiter und traf meinen Mitpastor. Er umarmte und drückte mich, während er sagte: „Billy Junge, falls ich dich nie wieder sehe, werde ich dich an jenem Morgen sehen.“ Das war das letzte Mal wo ich ihn sah. Er wurde während der Zeit der Flut getötet.

Später traf ich Major Weekly der sagte: „Reverend Branham, Ihre Frau und die Kinder entkamen auf einem Viehwaggon in Richtung Charlestown (Indiana).“

Es graupelte und hagelte als ich lief, um mein Boot in Höhe des Lanky Flusses zu holen und aufbrach. Jemand sagte: „Oh, dieser Viehwaggon wurde weiter oben von den Schienen weggeschwemmt und alle Insassen sind ertrunken.“ Oh my!

Dann sagte jemand: „Nein, das stimmt nicht, er kam durch. Wir haben einen Bericht gehört, dass er durchgekommen ist.“

Ich stieg in mein Boot und startete wieder. Ich sah die Strömung heranbrausen, ich konnte das Wasser nicht durchbrechen. Es hielt mich gefangen, und so war ich dann für etwa sieben Tage an einem Ort genannt Port Fulton von der Außenwelt abgeschnitten. Da hatte ich Zeit alles zu überdenken. Dann betete ich. Ich weinte und fragte mich, ob meine Frau tot oder lebendig sei. Wie ging es meinen Kindern, meiner Mutter? Endlich, als das Wasser gefallen war, schaffte ich es herüber und fing an zu laufen. Ich ging die Straße entlang und traf einen alten Freund von mir, Herrn Hay aus Charlestown. Ich fragte: „Ist meine Frau dort?“

Er sagte: „Nein, Billy, Frau Branham ist nicht dort, aber wir werden sie irgendwo finden.“

Ich sagte: „Ein Zug mit einem Viehwaggon voller kranker Leute ist da durchgekommen.“

Er sagte: „Der hat da nicht angehalten.“

Ich ging zum Büro des Bahnhofleiters. Er sagte: „Ach, der Lokführer, der den Viehwaggon mitnahm, wird in ein paar Minuten hier sein. Er war eben noch hier.“

Als er wiederkam, sagte er mir: „Aber ja, ich erinnere mich an eine kranke Mutter und zwei Kinder. Ich habe sie in Columbus (Indiana) rausgelassen. Sie waren sehr krank.“

Das war vor ungefähr sieben oder acht Tagen und ich fragte mich, ob sie immer noch lebten. Ich hatte keine Fahrmöglichkeit und so machte ich mich zu Fuß auf den Weg. Während ich dort weinend entlangging, hielt ein Auto neben mir. Darin saß ein Freund von mir, welcher sagte: „Bill, ich weiß, wonach du suchst. Du suchst Hope, nicht wahr?“

Ich sagte: „Ja.“

Er sagte: „Sie liegt neben meiner Frau im provisorischen Krankenhaus der Baptisten in Columbus (Indiana). Sie hat Tuberkulose und ist dem Tode nahe.“ Er sagte: „Ich weiß nicht, wo deine Kinder sind. Ich habe sie nicht gesehen, aber Frau Branham habe ich dort gesehen. Du wirst sie nicht wieder erkennen, wenn du sie siehst. Sie hat wenigstens zwölf Kilogramm abgenommen. Sie denkt, du bist tot.“

Ach, Freunde, wenn ich daran denke, steigt etwas in meinem Herzen empor. Ich stieg ins Auto und wir erreichten letztendlich die Baptistenkirche, die als Notkrankenhaus diente. Ich rannte hinein. Die Stätte war überfüllt. Ich schrie: „Hope! Hope!“, so laut ich nur konnte. Ich blickte rüber auf ein altes Feldbett in der Ecke und sah eine kleine, knöchrige Hand hochgehen und mir zuwinken. Sie war es. Ihr Gesicht war sehr schmal und ich lief rasch zu ihr hin und stürzte weinend neben ihr zu Boden. Oh my. Sie war fast dahin. Ihre dunklen Augen, in denen das intensive Leiden stand, das sie durchgemacht hatte, blickten auf zu mir, als ich ihre fahle, dünne Hand in meine nahm und so gut betete, wie ich es nur wusste. Doch scheinbar war es vergeblich. Da war keine Antwort. Dann fühlte ich eine Hand auf meinem Rücken. Es war ein Arzt, der sagte: „Sind Sie Reverend Branham?“

Ich sagte: „Ja.“

Er sagte: „Könnte ich Sie einen Moment sprechen?“

Und ich sagte: „Ja.“

Ich ging zur Seite und er sagte: „Sind Sie nicht ein Freund von Doktor Sam Adair aus Jeffersonville?“

Ich sagte: „Wir haben zusammen gewohnt, zusammen geangelt, zusammen geschlafen; wir sind sehr gute Freunde.“

Er sagte: „Nun, ich möchte Ihnen mitteilen, dass Ihre Frau im Sterben liegt, Bruder Branham.“

Ich sagte: „Nein, Doktor, Gott wird sie nicht sterben lassen.“

„Nun“, sagte er, „was medizinische Hilfe anbetrifft ist sie am Ende. Sie hat Tuberkulose die rasant fortschreitet und ich denke nicht, dass noch irgendetwas einen Stillstand bewirken kann, jetzt, nachdem es sie so im Griff hat.“

„Geht es meinen Kindern gut?“, fragte ich.

Er sagte: „Die sind in einem anderen Zimmer. Man lässt sie nicht in ihre Nähe, weil sie Tuberkulose hat. Einem Ihrer Kinder geht es ziemlich gut, aber das andere ist sehr krank.“

„Können Sie mich zu ihnen bringen, Doktor?“, fragte ich. Ich ging dort hinüber, um meinen armen kleinen Billy und Sharon dort liegen zu sehen. Ich schaute sie mir an und ging dann zu Hope zurück. „Liebling“, sagte ich, „es wird gut werden mit dir. Du wirst in der Lage sein, nach Hause zu kommen, und alles wird wohl werden.“ Ich weinte und flehte Gott von ganzem Herzen an. Ich tat alles, was ich nur wusste. Doktor Adair, Gott segne sein Herz, tat alles was in seinen Kräften war. Wir forderten einen Spezialisten von Louisville an, einen Doktor Miller aus dem Sanatorium. Er kam am selben Tag, untersuchte sie im Zimmer und empfahl bestimmte Behandlungen.

Doktor Adair sagte ihm: „Das ist, was sie bereits erhält, und das ist alles, was wir tun können.“

Und ich fragte: „Doktor, gibt es noch eine Hoffnung?“

Er sagte: „Absolut keine, es sei denn Gott erbarmt sich. Ich nehme an, sie ist gläubig und Sie sind gläubig.“

Ich sagte: „Ja, sie ist bereit zu gehen, aber Doktor, ich liebe sie. Gibt es da nicht etwas, was Sie tun können?“

Er sagte: „Reverend Branham, mir sind die Hände gebunden. Wir haben alles getan, was wir bei Tuberkulose wissen.“

Ich sagte: „Oh my.“ Ich schaute sie an und dachte: „Ach, was kann ich machen?“

Ich sagte zu ihr: „Ich denke, du wirst ganz in Ordnung kommen, du nicht auch?“

Sie sagte: „Ich weiß es nicht, Schatz. Es spielt keine Rolle, was mir nur leid tut, ist dich und die Kinder zurückzulassen.“

Ich sagte: „Na, Liebling, ich glaube, du wirst ganz in Ordnung kommen.“

Sie sagte: „Ich möchte kurz mit dir reden, Liebling.“

Ich sagte: „Ja.“

Sie sagte: „Hat dir der Arzt etwas gesagt?“

Ich sagte: „Frag mich nicht, Schatz. Ich muss jetzt zur Arbeit, aber ich komme alle paar Stunden zurück.“ Ich blickte sie an und betete und weinte und flehte und bat. Es sah aus, als seien die Himmel Erz vor mir. Ich konnte nicht durchdringen.

Ich erinnere mich, dass ich eines Tages oben in Scottsberg (Indiana) unterwegs war, als ich eine dringende Nachricht über Funk hörte: „Aufruf an Jagdaufseher William Branham; kommen Sie ins Krankenhaus; Frau stirbt; kommen Sie schnell; Frau stirbt.“ Oh my. Ich nahm meinen Hut ab, blickte auf und sagte: „Vater, ich habe alles getan, was ich tun konnte. Du weißt, Du zerreißt die Seele Deines Knechtes, aber ich habe wahrscheinlich auch Deine Seele zerrissen, als ich auf Dinge hörte, wie ich es tat, anstatt auf Dich zu hören. Bitte reiße mir nicht das Herz aus. Erhalte sie noch. Lass mich mit ihr sprechen, bitte Herr.“ Ich schaltete die Sirene ein und fuhr so schnell ich konnte die 45 Kilometer zur Stadt, parkte ein, warf das Gewehr ins Auto und rannte zum Krankenhaus. Als ich hereinstürmte, kam mein alter Freund, Dr. Adair, gerade den Flur entlang. Er ist ein echter Arzt. Er sah mich und brach wie ein Kind in Tränen aus, und drehte sich zur Seite. Ich sagte: „Sammy, wie steht es?“

Er sagte: „Bill, sie ist tot.“

Ich sagte: „Ach, nein, Doktor, das kann nicht sein. Komm mit!“

Er fing an zu weinen und sagte: „Bill, ich kann nicht mit dir gehen, Hope ist für mich wie eine Schwester. Ich kann dort nicht rein und sie nochmals sehen. Ich kann es einfach nicht. Hier, rufe eine der Krankenschwestern.“

Ich sagte: „Nein, ich werde alleine reingehen.“ Ich ging dort hinein und sah sie an. Ich werde es niemals vergessen. Sie hatte ihre Augen geschlossen und den Mund geöffnet. Ich legte meine Hand auf sie, und fühlte den sehr kalten Schweiß auf ihr. Ich sah, dass sie noch nicht gestorben war. Ich nahm ihre Hand und sagte: „Schatz, erkennst du mich? Schau, Liebling, erkennst du mich?“ Ich werde diese großen Augen niemals vergessen, die jetzt einem Engel gehören, wie sie sich öffneten und mich anblickten. Sie lächelte und ich konnte mich nicht beherrschen.

Sie bedeutete mir, mich hinunterzubeugen und sagte: „Ich bin furchtbar schwach. Warum hast du mich gerufen?“

Ich sagte: „Liebling, ich musste einfach etwas zu dir sagen.“

Sie sagte: „Ich gehe, Bill.“

Ich sagte: „Ach, Liebling, du gehst doch nicht, oder?“

Sie sagte: „Doch.“ Eine Schwester kam ins Zimmer und während Hope meine Wange tätschelte, blickte sie hinüber zur Schwester und sagte: „Ich hoffe, wenn du heiratest, dass du einen Mann wie meinen bekommst. Er ist so gut zu mir.“ Ach, Freunde, es hat mir einfach das Herz gebrochen.

Ich sagte: „Du wirst ganz in Ordnung kommen, Liebling.“ Die Krankenschwester konnte es nicht mehr verkraften und ging hinaus.

Hope fing an, mir über das Paradies zu erzählen, von dem ich sie gerufen hatte, wie herrlich es aussah mit schönen Bäumen und Blumen und Vögeln, die sangen. Einen Moment lang dachte ich, ich hätte sie vielleicht nicht rufen sollen. Doch, Gott segne ihr Herz, sie erfreut sich jenes Ortes nun schon lange Zeit. Sie schien für ein paar Momente aufzuleben und sagte: „Es gibt zwei oder drei Dinge, die ich dich wissen lassen möchte.“

Ich fragte: „Was ist es?“

Sie sagte: „Erinnerst du dich, als du einmal drüben in Louisville warst und du die kleine .22er Flinte kaufen wolltest?“

Ich sagte: „Ja.“

Sie sagte: „Weißt du noch, dass du nicht das Geld für die Anzahlung hattest?“

Ich sagte: „Ja, daran erinnere ich mich.“

Sie sagte: „Ich habe immer gewollt, dass du ein Gewehr hast. Ich habe so viel gespart wie ich konnte, um es zu kaufen. Ich kann es nicht tun, aber wenn du nach Hause kommst, schau unter dem Papierbogen auf dem alten Klappbett nach, und du wirst das Geld finden, das ich dort zusammengespart habe.“ Ihr werdet nie wissen, wie ich mich fühlte, als ich nach Hause kam und dort sechs oder sieben Dollar in Groschen und Pfennigen fand, die sie hier und da gespart und abgezweigt hatte, um mir das Gewehr zu besorgen. Und sie sagte: „Versprichst du mir, das Gewehr zu kaufen?

Ich sagte: „Ich tue’s, Liebling.“ Ich habe es gekauft und besitze es immer noch. Ich beabsichtige, es so lange aufzubewahren, wie ich lebe. Danach wird es Billy gehören.

Sie fuhr fort: „Ich möchte, dass du mir versprichst, nicht alleine zu bleiben.“

Ich sagte: „Ach, Liebling, rede nicht so.“

Sie sagte: „Nein, ich will nicht, dass du alleine bist und unsere Kinder hin und her gezerrt werden. Finde ein richtig gutes, gläubiges Mädchen, das gut zu den Kindern sein wird, ich möchte, dass du wieder heiratest.“

Ich sagte: „Liebling, das kann ich nicht versprechen.“

Sie sagte: „Versprich es mir. Lass mich nicht so gehen. Vor nur ein paar Momenten war ich dabei, zu dem herrlichsten Land hinüber zu gehen, wo es kein Leid, keine Sorge gab. Es war so leicht und dort gab es keinen Schmerz. Weiße Wesen wandelten an meiner Seite und brachten mich zu meinem Heim. Ich hörte dich weit weg nach mir rufen und kam zurück, um zu sehen, was du wolltest.“ Freunde, ich glaube, die Pforten des Paradieses öffneten sich und sie war gerade im Begriff einzugehen. Sie sprach mit ihren Lieben und sie nannte einige ihrer Namen. Ich frage mich oft, ob Gott nicht einfach einigen unserer Verwandten gestattet, zum Fluss zu kommen, wenn der Tod kommt, wenn wir den Jordan überqueren. Vielleicht spricht Gott: „Jetzt kommt diese Mutter heim, gehe du hinunter und stehe an der Pforte und warte, bis sie herüber kommt.“ Freunde, da ist ein Land jenseits des Flusses, dort in der Ewigkeit, vielleicht Millionen von Lichtjahren entfernt. Aber es ist da – und wir befinden uns auf der Reise dahin.

Dann sagte sie: „Liebling, du hast davon gepredigt, du hast davon geredet, aber du weißt nicht, wie herrlich es ist. Jetzt gehe ich, Billy. Nimm mich hoch zum Walnut Ridge und beerdige mich dort oben. Mir macht es nichts aus zu gehen, seit ich sah, wie wunderbar es ist.“

„Gehst du jetzt wirklich, Schatz?“, fragte ich unter Tränen.

„Ja.“ Sie schaute mir in die Augen und sagte: „Wirst du mir versprechen, dieses wunderbare Evangelium allezeit zu predigen?“ Ich versprach es. Sie sagte: „Bill, Gott wird dich gebrauchen.“ (Gott segne ihr Herz. Ich habe mich oft gefragt, ob Gott ihr nicht gewähren mag, auf uns herabzublicken, während wir in unserem Dienst von Ort zu Ort gehen und versuchen, dem Ruf Gehorsam zu leisten, von dem sie fühlte, dass Gott ihn senden würde.)

Ich sagte ihr: „Liebling, ich werde an deiner Seite beerdigt werden, direkt neben dir. Ansonsten werde ich hier hinten irgendwo auf dem Schlachtfeld stehen, so wahr mir Gott helfe.“ Ich sagte: „Solltest du mir vorausgehen – die Toten in Christus werden zuerst gehen –, dann gehe zur Ostmauer der Pforte und warte dort auf mich.“ Ihre Lippen begannen zu zittern. Tränen stiegen ihr in die Augen.

Sie sagte: „Ich bin so glücklich.“ Ich zog sie an mich und gab ihr einen Abschiedskuss bei meiner letzten Verabredung mit ihr, bis ich sie an der Mauer der östlichen Pforte treffen werde. Durch die Gnade und Hilfe Gottes bin ich heute auf dem Wege. Ich werde eines Tages dort sein. Das stimmt.

Oh, es war hart, nach ihrem Heimgang nach Hause zu gehen. Ich sah ihren alten Mantel dort hängen. Alles erinnerte mich an sie. Als ich mich so umsah, fing ich an zu weinen. In dem Augenblick klopfte jemand an die Tür und ich fragte, wer da sei. Es war jemand aus meiner Gemeinde. Er sagte: „Billy, hast du die schlechte Nachricht gehört?“

Ich sagte: „Ja, ich war bis zum Ende bei Hope. Ich habe gerade erst das Krankenhaus verlassen.“

Er sagte: „Dein Baby ist ebenfalls im Begriff zu sterben.“

Ich sagte: „Was?“

Er sagte: „Sharon Rose liegt im Sterben.“

Ich sagte: „Das kann nicht sein, Bruder Brin.“

Er sagte: „Doch, sie stirbt gerade. Dr. Adair hat sie eben untersucht, ehe ich das Krankenhaus verließ.“

„Was ist mit ihr?“

„Sie hat sich durch die Bakterien ihrer Mutter angesteckt und sie hat tuberkulöse Meningitis.“

Ich eilte zum Krankenhaus. Sie fingen mich an der Türe ab und sagten: „Sie können dort nicht hinein.“ Ich versuchte trotzdem hineinzugehen. Die Schwester sagte: „Schauen Sie, Reverend Branham, Sie müssen an Billy Paul denken. Das kleine Mädchen wird in ein paar Minuten sterben.“

Ich sagte: „Das ist mein kleiner Schatz. Ich muss sie sehen.“ Ich glaubte, mein kleines Baby nach mich rufen zu hören und bestand darauf, dass ich sie sehen musste.

Sie sagte: „Sie können sie nicht sehen, Reverend Branham. Sie ist auf der Isolierstation.“ Sie ging wieder hinein und schloss die Tür. Als sie es tat, schlüpfte ich auf einem anderen Weg hinein und lief ins Erdgeschoss, wo man sie isoliert hielt. Es war ein sehr armes Krankenhaus. Sie hatte ein kleines Fliegennetz über dem Gesicht, aber die Fliegen waren darunter und auf ihre kleinen Augen gelangt. Ich scheuchte sie weg und schaute sie an. Gott segne ihr kleines Herz. Sie hatte einen Krampf. Aufgrund der intensiven Schmerzen waren all ihre Muskeln zusammengezogen. Ich sagte: „Sharon, Liebling, erkennst du Papa?“ Ihre kleinen Lippen begannen zu zittern. Sie wusste, dass ich da war. Aber sie litt so sehr, dass ihre babyblauen Augen schielten, als sie mich ansah. Oh my. Mein Herz brach. Ich ertrug es nicht, ihre schielenden Augen anzusehen. Bis heute denke ich an meine kleine Sharon, wann immer ich schielende Kinder sehe. Ich habe in meinen Versammlungen gesehen wie binnen drei Monaten über vierhundert schielende Kinder geheilt wurden. Manchmal muss Gott eine Rose zerdrücken, um ihren Duft hervorzubringen. Ihr wisst, dass das stimmt. Ich blickte auf das arme, kleine Ding mit seinen schielenden Augen und sagte: „Oh Gott.“ Ich war am Ende meiner Kraft. Ich erhob meine Hände und sagte: „Oh Vater, Du hast meine Frau genommen. Nimm mir nicht mein Baby und lass mich zurück. Bitte, teurer Gott, ich bitte um Verzeihung all meiner Fehler. Ich werde gehen und predigen. Ich werde alles tun, alles, was Du sagst, treuer Herr. Bitte nimm mein Baby nicht, bitte, bitte.“ Dann kam jener dunkle Vorhang. Ich wusste, dass es vorbei war. Ich sagte: „Auf Wiedersehen, Liebling. Die Engel Gottes werden kommen, um dich bald zu holen. Du wirst hingehen, um bei Mutter zu sein. Papa wird deinen kleinen Leib nehmen und dich in die Arme deiner Mutter legen. Eines Tages wird Papa dich wieder sehen.“ Ich legte meine Hände über ihr Herz, während ich sagte: „Oh Gott! Nicht mein Wille, sondern Deiner geschehe.“

Und sogleich kamen die Engel Gottes herab, nahmen ihre kleine Seele und gingen mit ihr zur Herrlichkeit hinauf. Bruder Smith, der Methodistenpastor dort, predigte den Beerdigungsgottesdienst. Während der Sarg herabgelassen wurde, nahm er etwas Erde auf und sprach: „Asche zu Asche, Staub zu Staub, Erde zu Erde.“ Von den alten Kiefern schien ein Lied herabzuflüstern:

Da ist ein Land jenseits des Flusses, Das wir die süße Ewigkeit nennen, Und wir erreichen jenes Ufer nur durch Glauben. Einer nach dem anderen gelangen wir zur Pforte, Wo wir mit den Unsterblichen wohnen werden, Eines Tages wird man jene goldenen Glocken läuten für dich und mich.

Oh my. Ich ging mit gebrochenem Herzen nach Hause. Ich versuchte zur Arbeit zu gehen. Zu der Zeit arbeitete ich als Elektriker. Ich war Elektriker von Beruf. Eines Morgens, es war sehr früh, stieg ich einen Masten hoch, um einen Zähler abzunehmen. Ich sang: „Auf dem Hügel weit weg …“ (Ich nahm eine Nebenleitung ab, wenn ihr ein Elektriker seid, wisst ihr, worüber ich spreche. Die Hauptleitung verläuft direkt daneben.) „… stand ein altraues Kreuz, das Zeichen von Leiden und Weh. Und ich liebe das Kreuz …“ Ich blickte auf die Erde hinab, wo der Schatten meines Körpers und des Mastes ein Kreuz formte, was mich an das Kreuz erinnerte, woran Christus für mich starb.

Ich zog meinen Sicherheitsgurt stramm. Ich wurde richtig nervös. Ich zog meine Gummihandschuhe ab, um meine Hand auf die Hauptleitung zu legen – in der 2.300 Volt verliefen. Es hätte jeden Knochen meines Leibes gebrochen. Ich sagte: „Gott, ich bin ein Feigling, wenn ich dies mache.“ „Aber“, sagte ich, „Sharon, Liebling, Papa kommt heim, um dich in ein paar Minuten zu treffen. Ich kann es nicht länger ertragen.“

Freunde, selbst bis zum heutigen Tag weiß ich immer noch nicht, was passierte, aber ich glaube Gott behütete die Gabe. Das Nächste, an das ich mich erinnere, ist, dass ich weinend und schwitzend unten am Boden des Mastes saß mit meinen Händen über den Knien. Ich dachte bei mir selbst: „Ich bin ein Wrack, ich kann nicht arbeiten.“ Ich nahm mein Werkzeug zum Laster und fuhr nach Hause.

Ich hatte gehen und bei meinen Lieben sein wollen, die beim Herrn waren. Das Leben auf Erden bot mir nichts mehr. Alles, was ich hatte, wofür ich lebte, war in der anderen Welt. Ohne sie konnte mein gebrochenes Herz den Mut nicht finden, den Kampf fortzuführen. Doch es war Gottes Wille, schätze ich, Seine Gabe zu erhalten. Er hatte einen Plan, und er muss ausgeführt werden. Ich bin sicher, dass es jedes Unglücks und tiefen Leids bedurfte, durch das ich gehen musste, um mich dahin zu bringen, wo Er mich gebrauchen konnte. Gott weiß, was am besten ist.

Meine Mutter hatte gesagt, ich solle kommen und bei ihr wohnen. Auch andere öffneten ihr Zuhause. Aber seht, ich wollte bleiben wo Hope und ich gewohnt hatten. Wir hatten nichts außer ein paar alten Möbelstücken, doch die gehörten uns. Es war das Zuhause. Wir waren zusammen glücklich gewesen, und ich wollte da bleiben, weil es ihr und mir gehörte. Billy Paul war bei Nachbarn und wenn ich nach Hause kam, holte ich ihn ab und nahm ihn mit heim.

Als ich an jenem Tag heimkam, nahm ich die Post auf. Der erste Brief, den ich sah, war adressiert an „Frl. Sharon Rose Branham“, ihr eingezahltes Weihnachtsgeschenk - 80 Cent. Oh my. Ich legte mich hin und begann zu weinen. Im Stillen dachte ich, dass ich meine Waffe holen und mir das Leben nehmen würde. Ich war durcheinander, konnte nicht mehr klar denken. Ich nahm es mir zu sehr zu Herzen. Ich fing an zu weinen und weinte, bis ich einschlief. Ich werde es niemals vergessen. Ich träumte, ich befand mich in einer Prärie. Ich habe einmal draußen im Westen auf einer Ranch gearbeitet. Ich ging dort und sang das Lied: „Das Rad am Wagen ist zerbrochen, unten an einer Ranch, die zum Verkauf steht.“ (Ihr habt es gehört.) Ich schaute zufällig zur Seite und da stand ein alter Prärieschoner aus dem Westen mit einem gebrochenen Rad. Das Rad am Wagen gebrochen. Ich sagte: „Ja, so ist es.“ Von hinten kam ein junges, hübsches, blondes Mädchen daher spaziert, etwa 18 oder 20 Jahre alt. Sie war das schönste Mädchen, das ich je gesehen habe. Ich nahm meinen Hut ab und sagte: „Wie geht es Ihnen, Fräulein?“, und schickte mich an, weiterzugehen.

Sie sagte: „Hallo Papa.“

Ich sagte: „Entschuldigung, sagten Sie, Papa‘?“

Sie sagte: „Ja, erkennst du mich denn nicht, Papa?“

Ich sagte: „Nein.“

Sie sagte: „Was lehrst du über die Unsterblichkeit?“ Ich lehre, dass es im Himmel niemals irgendwelche wirklich alten Menschen geben wird, noch kleine Babys. Wir werden alle eines Alters sein, vielleicht um das Alter, das Jesus hatte, als Er starb, etwa 30 Jahre alt. Sie sagte: „Weißt du denn nicht, was du über die Unsterblichkeit lehrst?“

Ich sagte: „Doch, aber was hat das mit Ihnen zu tun?“

Sie sagte: „Ach, Papa, erkennst du mich nicht? Unten auf Erden war ich deine kleine Sharon.“

Ich sagte: „Sharon?“

Sie sagte: „Worum grämst du dich, Papa?“

Ich sagte: „Liebes, du bist doch nicht Sharon?“

Sie sagte: „Doch, wo ist Billy Paul?“

Ich sagte: „Liebes, ich verstehe dich nicht.“

Sie sagte: „Ich weiß. Mutter erwartet dich.“

Ich sagte: „Mutter! Wo ist Mutter?“

Sie sagte: „Papa, weißt du denn nicht, wo du bist?“

Ich sagte: „Nein.“

Sie sagte: „Dies ist der Himmel.“

Ich sagte: „Der Himmel?“

Sie sagte: „Ja, und Mutter ist auf dem Weg zu unserem neuen Heim.“

Ich sagte: „Neues Heim?“

Sie sagte: „Ja, dein neues Heim, Papa.“

Ich sagte: „Liebes, ich habe kein neues Heim. All unsere Leute sind Vagabunden. Wir ziehen umher, zahlen Miete, mal hier, mal da. Niemals hat ein Branham sein eigenes Haus besessen. Ich habe nicht irgendein neues Heim.“

Sie sagte: „Aber Papa, hier oben hast du eins.“

Ich blickte zur Seite. Es sah aus, als zöge die Herrlichkeit Gottes herauf. Dann schaute ich auf ein großes, schönes Haus, das dort stand.

Sie sagte: „Dort wohnst du jetzt, Papa. Mutter ist dort oben und erwartet dich. Ich werde hier auf Billy Paul warten. Willst du nicht zu ihr gehen?“

Ich sagte: „Ja, Schatz.“

Sie sagte: „Lauf zum Haus hoch. Ich werde auf Billy warten.“

Ich ging hoch. Ich konnte es nicht verstehen, doch als ich die Treppe emporstieg, war dort Hope. Sie war genau so süß wie immer, jung, das dunkle Haar hing auf ihren Schultern. Sie war in Weiß gekleidet. Als sie ihre Arme nach mir ausbreitete, fiel ich ihr zu Füßen.

Ich sagte: „Schatz, ich verstehe dies nicht. Ich habe Sharon gesehen.“

Sie sagte: „Ja, sie sagte, sie würde hingehen, um auf dich zu warten.“

Ich sagte: „Liebling, irgendetwas kann hier nicht stimmen. Ist sie nicht eine schöne junge Dame? Gibt unsere Tochter nicht ein hübsches Mädchen ab?“

Sie sagte: „Ja, sie ist unheimlich süß.“

Ich sagte: „Oh, Liebling.“

Sie sagte: „Du grämst dich zu sehr, nicht wahr?“

Ich sagte: „Ja.“

Sie sagte: „Ich habe dich gesehen. Du weintest und grämtest dich wegen Sharon und mir. Wir sind weit besser dran als du. Gräme dich nicht mehr.“

Ich sagte: „Hope, ich werde versuchen, mich nicht mehr zu grämen, Liebling.“

Sie sagte: „Du hast mir nie etwas in deinem Leben versprochen, was du nicht auch gehalten hättest.“ Ich habe immer versucht, mein Versprechen zu halten. Sie sagte: „Schau, versprich mir, dass du dich nicht länger grämst.“

Und ich sagte: „Ich werde es versuchen, Liebling.“

Sie umarmte mich. Dann schaute sie sich um und sagte: „Möchtest du dich nicht setzen?“ Ich blickte auf, und dort befand sich ein großer Sessel. Ich schaute wieder auf sie. Sie sagte: „Ich weiß, woran du denkst, an den alten Sessel, den du aufgeben musstest.“

Ich sagte: „Ja.“ Meine Gedanken waren wieder dort bei unserem alten Haus. Ich war so müde und wir hatten nur die alten Stühle mit diesen Sitzen aus Drahtgeflecht, ihr wisst wie sie sind: Man ist gezwungen darauf kerzengerade zu sitzen. Wir wollten uns einen Morris Sessel holen. Sie kosteten damals über fünfzehn Dollar, und ich weiß noch, dass wir zwei Dollar anzahlen und jede Woche einen Dollar abzahlen mussten. Wir kauften einen und ich zahlte ungefähr sechs oder sieben Dollar, bis ich nicht mehr in der Lage war, weitere Zahlungen zu leisten. Sie ließen mich wissen, dass sie ihn abholen würden. Ich erinnere mich an den Tag. Hope wusste, dass ich Kirschkuchen mochte, Gott segne ihr Herz, und so hatte sie mir einen Kirschkuchen gemacht. Gewöhnlich kam ich abends nach dem Predigen sehr müde nach Hause und setzte mich in diesen Sessel und studierte die Bibel ein Weilchen. Oft war ich darin eingeschlafen. Da sie an jenem Abend wusste, dass der Sessel weg war, wollte sie mir eine Freude machen. Das ist eine echte Frau, das ist ein echter Schatz. Ich wusste, dass sie aus irgendeinem Grund überaus nervös war. Sie wollte, dass ich hinunter zum Fluss ging und an jenem Abend ein bisschen angelte. Ich dachte, dass da etwas nicht stimmte. Ich sagte: „Lass uns ins Wohnzimmer gehen.“ Ich sah wie sie den Kopf hängen ließ. Während wir ins Zimmer gingen, wusste ich, dass unser Sessel fort war. Sie schaute mich an und fing an zu weinen. Wir umarmten uns und ich sagte: „Ach, Schatz, wir konnten nichts dafür, wir konnten nichts dafür.“ Nun, als sie mich und jenen großen Sessel so ansah, sagte sie: „Liebling, sie werden nie kommen und diesen holen. Dieser ist bereits bezahlt.“ Wir setzten uns und ruhten ein Weilchen.

O Bruder und Schwester, manchmal werde ich hier unten so müde, so ausgelaugt. Keine Ruhe. Tag und Nacht unterwegs. Wenn ich zum Ausruhen nach Hause gehe, sind dort überall Leute mit dringenden Nöten. Oh Gott, was kann ich tun? Doch eins weiß ich, eines Tages werde ich den Fluss überqueren. Wenn ich hinüber auf die andere Seite komme, habe ich dort drüben ein Heim. Ich habe einen Sessel, der bereits bezahlt ist. Meine Lieben warten auf mich. Und eines Tages werde ich den Jordan überqueren und dann kann ich ausruhen.

Der allmächtige Gott war gezwungen, mich durch diese bittere Erfahrung gehen zu lassen, weil ich es abgelehnt hatte, auf Seinen Ruf zu hören. Gaben und Berufungen sind unwiderruflich. Hätte ich auf Gott und nicht auf Menschen gehört, hätte die Gabe wahrscheinlich eher begonnen, tätig zu werden, und infolgedessen hätte mein Dienst ein Hundertfaches von dem sein können, was er in der Vergangenheit gewesen ist. Außerdem wären mir Jahre unsäglichen Kummers erspart geblieben.

Weil ich Buße tat, und Gott täglich gestatte mein Leben zu lenken und zu gebrauchen, hat Er mir zurückerstattet, wie Er es einst dem Hiob tat, und ich bin dankbar.

Nehmen Sie Ihn in Ihr Herz und weihen Sie Ihm Ihr Leben, teurer Leser. Christus ist keine Enttäuschung. Sie werden es niemals bereuen. Gott segne Sie in Jesu Namen.

„Ein Prophet besucht Südafrika“ von Julius Stadsklev · aus dem Amerikanischen von Christian Skau · englisches Original: „A Prophet Visits South Africa“ · mit Erlaubnis

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