von J.H. Grobler
Ich bin überaus froh und Gott dankbar für diese Gelegenheit, meine Überzeugung und meinen Dank auszudrücken. Ich fürchte, dass keine Sprache dazu fähig sein wird, meine Eindrücke und Erlebnisse angemessen zu beschreiben.
Ich bin ein Evangelist, der auch göttliche Heilung mit großem Erfolg in Südafrika verkündigt hat. Tatsächlich war ich sogar über viele Jahre der einzige vollzeitliche Evangelist im Pfingstwerk Südafrikas, der göttliche Heilung im großen Stil verkündigt hat. Ich hatte das Vorrecht, mit anzusehen, wie die Blinden sahen, die Lahmen gingen, die Tauben hörten und wie jede andere Krankheit, die einem in den Sinn kommen könnte, im Namen Jesu durch meinen Dienst geheilt wurde.
Als ich von dem Kommen der Branham Gruppe nach Südafrika hörte, war ich fest entschlossen, hinzugehen und es für mich selbst zu untersuchen. Ich ging unvoreingenommen und ohne Ansehen der Person hin mit dem Vorsatz, eine gründliche Begutachtung von allem vorzunehmen, was immer ich sehen oder hören würde.
Das erste, was mich beeindruckte, war die Predigt des Wortes: wahr, fundiert, geradeheraus und mit Kraft. Gleich zu Beginn war es offensichtlich, dass diese Männer nicht hier waren, um irgendwelche Fähigkeiten zu demonstrieren und die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken, sondern um den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. Es wurde jeden Abend klargestellt, dass die Errettung der Seele wichtiger ist als die Heilung des Leibes. Kein Wunder, dass Scharen von Seelen jeden Abend ins Königreich hineingeboren wurden. Wer wäre nicht begeistert bei solch einem Anblick, wenn man eine feurige Liebe für Seelen hat?
Ich werde das erregende Gefühl vom ersten Abend nie vergessen, als Bruder Bosworth so begabt die Wahrheit verkündete, dass göttliche Heilung im Versöhnungswerk inbegriffen ist, und dass Menschen geheilt werden könnten, während sie dem Worte Gottes zuhörten und es glaubten. Wie mich das inspirierte! Als jener treue Knecht Gottes diese Wahrheit zum Ausdruck brachte, frohlockte mein Herz und meine Augen füllten sich mit heißen Tränen, während ich bei mir selbst sprach: „Derselbe Heilige Geist, der mich in Südafrika lehrte, lehrte auch Bruder Bosworth in Amerika.“ Gott sei Preis und Ehre.
Der nächste Eindruck war die machtvolle, doch klare und einfache Belehrung von Bruder Baxter über das siegreiche Leben. Oh, wie das meine Seele ergriff! Wie wurde ich doch zu Gott emporgehoben, ja, bis ich fühlte, dass ich niemals wieder zurück ins Tal kommen wollte, es sei denn, um der armen, leidenden Menschheit zu helfen. Oh, wie haben diese kostbaren Wahrheiten meinen eigenen Dienst bestätigt! Es erweiterte meine Sicht, die Sicht, die mich seit Jahren fasziniert hat, namentlich, mit Christus an himmlischen Örtern zu sitzen und von dort aus über unseren Feind zu herrschen und Kraft zu besitzen, und sie über jede Macht des Bösen auszuüben.
Die erste Sache, die mich bei Bruder Branham ergriffen hat, war die Liebe Gottes, die bei seiner Ankunft auf der Plattform jeden Abend in jenem hingebungsvollen „Guten Abend, Freunde“ wahrgenommen werden konnte. Als er sprach, wusste ich, dass Gott mit ihm war. In seinem Dienst waren es nicht die Heilungswunder, die auf mich den größten Eindruck machten, denn das hatte ich in meinem eigenen Dienst erlebt. Was mich unbeschreiblich beeindruckte, war die Betätigung der Gaben der Weisheitsrede, Erkenntnisrede und der Unterscheidung von Geistern. Ich war überwältigt, als eine Person nach der anderen jeden Abend zu ihm auf die Plattform kam, und er in Sekundenschnelle die Krankheit diagnostizierte und die verborgenen Geheimnisse ihrer Herzen irrtumsfrei offenlegte.
Ich beobachtete die Betätigung der Gaben sehr genau und mit Aufrichtigkeit vor Gott war ich durchaus bereit, jeden Fehler, den er während dieser Ausübung beging, zuzugeben. Preis sei Gott, ich kann erklären, ich fand keinen. Alles war einhundertprozentig richtig. Nur Gott kann das tun.
Sehr beeindruckend war ein Vorfall, bei dem ein Mann in der Zuhörerschaft aufstand und rief: „Bruder Branham, durch welche Kraft tust du diese Dinge?“ Die spontane Antwort sprudelte von seinen Lippen, mit einer Stimme die übernatürlich erschien, einer Stimme, die so anders war als diejenige, die wir hören, wenn er sich so mitleidsvoll um die Kranken und Leidenden kümmert. Es klang kraftvoll, mit großer göttlicher Autorität, als er verkündete: „Durch den Mann, von dem Sie sehr wenig wissen: Jesus Christus.“ Die Antwort versetzte die etwa zehntausend Zuhörer in solch eine Erregung, dass sie anfingen zu klatschen. Als der Applaus abebbte, sagte er in Demut und Ernsthaftigkeit in der alten hingebungsvollen Stimme: „Bitte, Freunde, jubelt nicht, gebt Gott Ehre!“ Wer dort war, wird diesen Vorfall niemals vergessen.
Gott wurde mir so groß, so greifbar und kostbar. Ich fühlte mich so klein in Seiner Gegenwart, dass ich bloß weinen konnte und Ihn lieben. Ich kann euch versichern, dass mein Leben und Dienst durch den Dienst dieser Diener Gottes bereichert wurde. Für mich ist Bruder Branham zweifellos ein Prophet Gottes, Bruder Baxter ein Evangelist, Bruder Bosworth ein Lehrer, gesandt von Gott nach Südafrika als Erhörung der vielen Gebete für eine Erweckung.
von W.F. Mullan
Es ist fast unmöglich, die ungeduldige Erwartung zu beschreiben, die in Südafrika vorherrschte, als wir dem Besuch der Branham Gruppe entgegensahen. Die Tage und Wochen flogen im Nu vorbei, während wir alle Vorkehrungen für den Besuch trafen. Die vorläufige Ankündigung fand einen weitaus größeren Anklang als wir erhofft hatten. Die Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit nahmen rasant zu, als das Besuchsdatum näher rückte. Wir wurden mit schriftlichen Anfragen überhäuft und das Telefon klingelte so unaufhörlich, dass man kaum wusste, wie man Zeit zum Entspannen finden sollte.
Schließlich waren wir am Palmietfontein Flughafen (Johannesburg) und suchten den Himmel ab nach dem ersten Anzeichen des herannahenden Pan American Airway Flugzeugs aus New York. Die Aufregung wuchs in dem Maße wie die Menschenmenge größer und größer wurde. Dann nahm ein Pünktchen am fernen Horizont langsam Gestalt an, bis gedämpfte Ruhe in der Menge eintrat, während sie den großen Vogel beobachteten, der seine Kreise gemäß den Landeanweisungen des Flughafens zog
Ein paar Minuten später waren die Flugzeugtüren geöffnet und die Passagiere begannen herabzusteigen. Der Vorsitzende und der Sekretär des Nationalen Komitees, das für die Organisation des Besuchs der Branham Gruppe in Südafrika verantwortlich war, namentlich A.J. Schoeman und W.F. Mullan, hatten eine Sondergenehmigung der Behörden, um die Mitglieder der Branham Gruppe auf dem Vorfeld willkommen zu heißen. Alles war geordnet: Die Bekanntmachungen waren sorgsam ausgeführt worden und das Land erwartete eben diesen Augenblick.
Aus dem Flugzeug herabkommend, sah man Bruder W.J. Ern Baxter und Bruder F.F. Bosworth, gefolgt von einem dritten. Als man sie willkommen hieß, sagte Bruder Baxter: „Bruder Branham ist nicht mit uns.“ Dann erklärte er, dass Bruder Branham im Flughafen von New York aufgehalten wurde, und in Begleitung seines Sohnes Billy Paul mit dem nächsten Flugzeug nachkommen würde. Der dritte der Gruppe war Herr Julius Stadsklev.
Als die Gruppe auf ihrem Weg vom Flughafenfeld zum Zollbereich war, fragten einige aus der wartenden Menge: „Welcher ist Bruder Branham?“ Während die Gruppe weiterging, blieb Bruder Mullan zurück und erklärte der Menge, dass Bruder Branham nicht dabei sei, sondern mit dem nächsten Flug nachkommen werde. Diese Information machte die Menschen beinahe sprachlos. Zu denken, dass Bruder Branham nicht mitgekommen war und die Versammlungen am nächsten Tag eröffnet werden sollten und es wenigstens drei Tage dauern würde, bevor das nächste Flugzeug eintraf! Für die Menge war augenscheinlich das furchtbarste und größte Unglück hereingebrochen.
Die erste Serie der Versammlungen begann in Johannesburg, Südafrikas ausgedehnter Industrieregion mit der größten Bevölkerungszahl. Da es dem Johannesburger Komitee nicht möglich war, einen zentralen Platz für die Versammlungen zu finden, hatte es das freundliche Angebot der Apostolic Faith Mission angenommen, ihr Konferenzgelände in den nördlichen Außenbezirken der Stadt zu nutzen. Doch selbst ihr großes Auditorium würde zu klein sein, und das Komitee erhielt die Genehmigung, das Gebäude zu vergrößern. Die Arbeit wurde in Angriff genommen und innerhalb kürzester Zeit ausgeführt, und so konnte man ungefähr 8.000 Menschen darin unterbringen. Indem man eine Seite des Gebäudes offen ließ, war es möglich, weiteren zwei- bis dreitausend Menschen auf einer Böschung Platz zu bieten, von wo aus sie sehr gut hören und sehen konnten. Auf der anderen Seite des Gebäudes konnte man weitere drei- bis fünftausend bequeme Sitzmöglichkeit schaffen, von wo aus die Menschen hören, jedoch nicht besonders gut sehen konnten.
Bruder Baxter und Bruder Bosworth stellten sich mutig einer sehr schwierigen Aufgabe. Sie mussten zu einer Menge predigen, die durch das Nicht-Eintreffen Bruder Branhams enttäuscht waren. Bruder Baxter eröffnete die Serie der Versammlungen mit einem Dienst, der die Aufmerksamkeit der Menschen einfing und den Erfolg des gesamten Besuchs sicherstellte. Bruder Baxters Dienst ist einer, der den Glauben aufbaut. Die Welt hat Glauben weitgehend mit Hoffnung verwechselt! Bruder Baxter begann seine Aufgabe, indem er über „Das Maß des Glaubens“ predigte und ließ darauf eine aufrüttelnde Botschaft folgen über „Wie Glaube handelt.“ Diese ersten wenigen Predigttage, während welcher wir die Ankunft Bruder Branhams erwarteten, waren äußerst hilfreich. Das Wort Gottes wurde zu hungrigen Seelen gepredigt und das Maß des Glaubens erreichte einen hohen Stand. Auch Bruder Bosworth trug einen großen Teil zu den Versammlungen bei, da er die Menschen auf das Gebet vorbereitete. Und mit großer Kühnheit und ruhiger Glaubenszuversicht rief er jeden auf, zum Gebet zur Plattform zu kommen, der das Gehör auf einem Ohr aufgrund einer radikalen Warzenfortsatzoperation eingebüßt hatte. Dann betete er für sie, und wieder und wieder sahen wir die mächtige Kraft Gottes kundgetan in einem Wunder der Neuschöpfung, als taube Ohren wieder hörten, ungeachtet der Tatsache, dass die gesamten Organe bei einem chirurgischen Eingriff entfernt worden waren, und es somit für das Ohr unmöglich war, wieder hören zu können – außer durch die Kraft Gottes!
Dann traf Bruder Branham ein. Bruder Schoeman empfing ihn am Flughafen und brachte ihn unverzüglich zu der überfüllten Versammlung, wo 10.000 Leute in angespannter Erwartung waren. Bruder Mullan hieß ihn im Namen der Menschen von Südafrika willkommen. Es war ein spannungsgeladener Moment voller Erwartung. Nachdem er kurz zu den Menschen gesprochen hatte, schloss Bruder Branham alle in einem Massengebet ein und man kann mit Sicherheit sagen, dass an jenem ersten Abend Wunder stattfanden. Die Sunday Tribune aus Durban berichtete später den Fall eines kleinen Jungen, Ernest Blom. Eins seiner Beine war etliche Zentimeter kürzer als das andere, und er wurde in jener ersten Versammlung geheilt als Bruder Branham betete. Die Besucherzahl stieg rasch. Am Sonntagnachmittag zählte die Menge 10.000 und am Sonntagabend 12.000, bis Mittwochabend hatte sie die 14.000er Marke erreicht. Die Versammlungen waren in aller Munde. Leider mussten sie zu schnell geschlossen werden, da vereinbart war, dass die Branham Gruppe zur nächsten Versammlungsreihe in Klerksdorp weiterfahren sollte, einhundertfünfzig Kilometer entfernt. Hätten die Versammlungen in Johannesburg länger angedauert, wär es unmöglich, das Ausmaß der Resultate abzuschätzen.
In wenigen kurzen Wochen besuchte die Branham Gruppe zwölf Städte in Südafrika. Es war mein Vorrecht, sie zu vielen dieser Städte zu begleiten und ich habe so viel gesehen, dass ich kaum einen Höhepunkt vom anderen unterscheiden kann. Überall kamen die Massen zusammen und – wie ein Autor es in einem bekannten Wochenmagazin formulierte – das Gros der Leute, die den Versammlungen beiwohnten, war überzeugt, in der Tat „Zeichen und Wunder“ gesehen zu haben.
In jeder Stadt wurden die Hauptversammlungen unter der europäischen Bevölkerung gehalten, doch hatte man auch Vorkehrungen für nichteuropäische Versammlungen getroffen. In Bloemfontein sprach Bruder Baxter an einem Abend über das Thema „Da gibt es keinen Unterschied“ (Römer 3:22). Als der Aufruf an Männer und Frauen erging, sich für Christus als ihren Retter zu entscheiden, erhoben sich ungefähr 2.000 Menschen. Es war herrlich. In vielen Orten war die Resonanz auf die Botschaft der Errettung erstaunlich. Buchstäblich Hunderte, und an manchen Orten gar Tausende, standen auf, um ihren Glauben an Jesus Christus als ihren Herrn und Retter zum Ausdruck zu bringen.
Die Branham Versammlungen wurden in einer Vielzahl von Veranstaltungsplätzen gehalten, weil keine öffentliche Halle groß genug war, die Mengen unterzubringen. Wir nutzten Freiluftstadien, Fußballplätze, Sportgelände, Showgelände, eine Rennbahn und einen Flugzeughangar. In East London wurde eine Plattform auf dem Rugby Fußballplatz gebaut und die Tribünen wie auch das offene Spielfeld, dienten als Sitzplätze. Die Plattform, die in East London verwendet wurde, war das besondere Podium, das die königliche Familie während ihres Besuchs in Südafrika benutzt hatte.
Bei den Gottesdiensten für die Nichteuropäer versammelten sich mindestens 10.000 in Bloemfontein und wahrscheinlich dieselbe Anzahl auch in East London. In Durban wurden die Versammlungen auf der Rennbahn gehalten und alle Nationalitäten konnten sich zu den Gottesdiensten versammeln. Hier zählte die Menschenmenge am Sonntagnachmittag insgesamt 50.000 Menschen aller Rassen, und Tausende kehrten um, weil sie keinen Einlass fanden.
Bruder Bosworth zeigte große Fähigkeiten bei der Ausführung jeder ihm übertragenen Aufgabe. Er predigte das Wort Gottes den tausenden Versammelten und betete für viele Kranke und Gott segnete seinen Dienst. Er erfreut sich großer Beliebtheit unter den Südafrikanern. Bruder Baxter wurde als herausragender Prediger bejubelt, und lange nachdem alles andere vergessen ist – wenn solche Versammlungen überhaupt vergessen werden können – wird Bruder Baxters Verkündigung des Wortes Gottes weiterleben. Sein Dienst inspirierte die Menschen, das Wort Gottes zu glauben, gemäß ihrem Glauben zu handeln und vor allem, Christus als Retter und Herrn anzunehmen.
Wir sahen in Bruder Branham all das, was uns über ihn berichtet worden war. Er kam in unsere Mitte als ein aufrichtiger, demütiger Mann und es war sehr offenkundig, dass der Segen Gottes mit ihm war. Wieder und wieder sahen wir, wie Gott Seine Kraft durch Bruder Branham kundtat. Wenn Menschen mit Bruder Branham in Kontakt kamen, stellte er augenblicklich die Krankheit fest, an der sie litten. Während er betete, war uns sein tiefes Mitgefühl mit den Leidenden um ihn her, bewusst. Auf der Plattform stehend, griff er so manches Mal jemand aus der Zuhörerschaft heraus und verkündete, an welcher Krankheit dieser litt.
Wenn die Versammlungen im Freien gehalten werden mussten, waren wir mehr als einmal erstaunt, wie ruhig die Leute saßen und aufmerksam zuhörten, selbst wenn es anfing zu regnen. Hier war der hinreichende Beweis, falls ein solcher denn nötig war, dass Gott Menschen zu sich zieht, wenn die ganze Wahrheit der hungrigen Menschheit gepredigt wird.
Nachdem ich die Branham Gruppe zu vielen der besuchten südafrikanischen Städte begleitet habe, kann ich sagen, dass es für mich offensichtlich war, dass die Menschen, die am meisten glaubten, auch das meiste empfangen haben.
„Vom Herrn ist dies geschehen, in unseren Augen ein Wunder! Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat: lasst uns jubeln und fröhlich an ihm sein!“ (Psalm 118:23-24)
„Ein Prophet besucht Südafrika“ von Julius Stadsklev · aus dem Amerikanischen von Christian Skau · englisches Original: „A Prophet Visits South Africa“ · mit Erlaubnis