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Übernatürlich

Übernatürlich – Buch 3

Visionen erklärt

1950

Im August 1950 hielt William Branham eine Erweckungsv er sammlung in Cleveland (Ohio). Am zehnten Tag dieses zweiwöchigen Feldzugs, sagte Herr Boeing – ein Millionär aus der Stadt, der sein Vermögen durch die Produktion von Autostoßdämpfern gemacht hatte – zu ihm: „Bruder Branham, ich denke, deine Versammlungen in Cleveland könnten weit besser laufen, als sie es tun. Das Zelt, das du hast, fasst ungefähr 4.000 Menschen. Bis die Leute am Ort Feierabend haben, essen und hierher kommen, ist das Zelt bereits mit Menschen von außerhalb der Stadt gefüllt. Hunderte aus der Stadt hier können nicht hinein. Wenn du zur Stadthalle wechselst, wird es viel besser sein. Dann kann jeder einen Platz bekommen. Ich habe mich nach dem Preis erkundigt: Das Gebäude kostet 1.900 Dollar für einen Abend. Ich zahle die ganze Sache, wenn du dort hinüberwechselst.“

Höflich, aber bestimmt antwortete Bill: „Bruder Boeing, selbst wenn du für ein ganzes Jahr das Auditorium bezahlen würdest, könnte ich dort dennoch nicht hingehen, es sei denn, Gott sagte es mir. Im Moment habe ich einen schriftlichen Vertrag mit den anderen Brüdern, drei weitere Tage im Zelt zu bleiben, und ich muss meinen Vertrag einhalten.“ Herr Boeing schlug vor: „Wenn du mit diesen Zeltversammlungen durch bist, hast du mehrere Tage, ehe dein nächster Feldzug beginnt. Warum machst du nicht zumindest einen Abend in dem Auditorium, bevor du Cleveland verlässt?“

„Ich werde darüber beten und dich wissen lassen, was der Herr mir sagt.“

Am nächsten Morgen war Bill als Ehrengast bei einem Predigerfrühstück eingeladen. Ein blauer Cadillac kam zum Hotel, um Bill und Gordon Lindsay zum Restaurant zu bringen. Als die Mahlzeit beendet war und die Teller weggeräumt waren, baten diese Prediger Bill, ihnen den Vorgang von Visionen zu erklären.

„Visionen zu erklären ist schwierig“, begann Bill, „aber ich werde mein Bestes tun, um euch zu einem besseren Verständnis zu verhelfen. Ihr habt alle beobachtet, wie der Herr mir Visionen auf der Plattform gibt, ihr habt gesehen, wie Gott viele unterschiedliche Geheimnisse offenbart und wie jede Unterscheidung hundertprozentig fehlerfrei ist. Ohne Zweifel habt ihr bemerkt, dass ich sehr schwach werde und dass dies die Anzahl an Leuten einschränkt, denen ich jeden Abend dienen kann. Das ist schriftgemäß. Erinnert ihr euch daran, wie die Frau mit dem Blutfluss Jesu Gewand anrührte, und Er sagte, Er fühle, dass Kraft von Ihm ausgegangen war? Kraft ist Stärke. Der Glaube der Frau zog sie aus Jesus heraus. Dieser selbe Jesus ist heute unter uns. Er ist derjenige, der die Heilung en jeden Abend in den Versammlungen vollbringt. Es ist wahr, dass Gott mir eine Gabe gegeben hat, Visionen zu sehen, doch dort oben auf der Plattform ist es tatsächlich euer Glaube, der an Gott zieht, der die Vision hervorruft.

Ich liefere mich Gott nur völlig aus – oftmals weiß ich nicht einmal, was ich sage – und der Heilige Geist spricht durch mich. Aber ich bin es nicht, den die Menschen berührt haben. Durch Glauben haben sie den Hohenpriester, Jesus Christus, berührt, genauso wie die Frau mit dem Blutfluss Ihn berührte und geheilt wurde.

Zuhause oder wenn ich für mich allein bin, gibt Gott mir auch Visionen. Er mag mich z.B. anweisen, zu einem bestimmten Ort zu gehen, oder eine bestimmte Sache zu tun, oder Er zeigt mir etwas, das in der Zukunft geschehen wird – und jedes Mal geschieht es genauso, wie es die Vision zeigt.

Seltsamerweise schwächen mich diese Visionen nicht im Geringsten. Manchmal können sie eine Stunde dauern, und doch fühle ich mich normalerweise gestärkt und erfrischt, wenn ich aus ihnen herauskomme. Also erfrischt mich die eine Art von Visionen, während die andere Art mich erschöpft.

Warum ist das so? Ich habe festgestellt, dass es im Leben unseres Herrn genauso gewesen ist. Er sah eine Vision von Lazarus, wie dieser von den Toten auferweckt werden würde, und diese Vision schwächte ihn nicht im Geringsten. Und doch, als jene Frau den Saum seines Gewandes berührte und sie vom Blutfluss geheilt war, sagte Er, Er sei schwach geworden. Das eine Mal hat Gott Seine eigene Gabe benutzt, das andere Mal hat die Frau selbst an der Gabe Gottes gezogen. Ich hoffe, ihr könnt den Vergleich sehen, den ich ziehe. Ich sage nicht, dass die Gabe, die ich habe, so groß ist, wie die Gabe, die in Jesus Christus war, denn in Ihm wohnte die Fülle der Gottheit leibhaftig. Dennoch ist Er derselbe Jesus, der dieselben Werke tut. Seht, Er ist, wie Bruder Bosworth es darstellt, das gesamte Wasser im Ozean. Meine Gabe ist nur ein wenig Wasser dieses Ozeans. Und dennoch sind dieselben chemischen Stoffe, die in dem Ozean sind, auch in dieser geringen Wassermenge.

Lasst es mich auf eine andere Weise veranschaulichen. Stellt euch vor, ihr und ich wären kleine Jungen, die einen Zirkus sehen wollten, aber wir hätten nicht genug Geld für den Eintritt. So schleichen wir hinten herum, um über den Zaun zu blicken. Leider ist der Holzzaun zu hoch, als dass einer von uns über die Kante schauen könnte. Was können wir tun? Stellt euch vor, ich sei größer als ihr. Ich kann hochspringen, die Zaunkante greifen und mich dann hoch genug ziehen, um durch ein Astloch in der Nähe der Zaunkante zu blicken. Ihr fragt mich, was ich sehe, und ich sage euch, ich sehe eine Giraffe Blätter von einem Baum fressen. Bald sind meine Arme so ermüdet, dass ich mich wieder herunterlassen muss, um auszuruhen. Ihr fragt mich, was ich sonst noch gesehen habe, aber ich hatte keine Zeit, noch etwas anderes zu sehen; also springe ich wieder hoch und schaue noch einmal. Ich kann mich nur eine Zeitlang halten, bis ich völlig erschöpft bin. Genauso ist es jeden Abend auf der Plattform, wenn die Menschen meine Gabe, Visionen zu sehen, benutzen.

Lasst mich jetzt erklären, wie es ist, wenn Gott die Gabe selbst gebraucht. Um das Beispiel mit dem Zirkus fortzuführen, lasst uns annehmen, der Zirkusdirektor kommt vorbei und fragt uns, was wir machen. Nehmen wir an, er ist ein netter und verständnisvoller Mann und sagt zu mir: ,Hier, ich helfe dir, die Dinge besser zu sehen‘. Mit seinen großen, starken Armen hebt er mich hoch, bis mein Kopf über dem Zaun ist. Jetzt kann ich mich gut umschauen. Ich kann die Löwen, Tiger, Elefanten und Clowns sehen. Ich kann nicht den ganzen Zirkus sehen, aber ich kann wesentlich mehr sehen, als ich es konnte, als ich durch das Astloch blickte – und bin überhaupt nicht müde, weil er mich dort hochgehoben hat. So ist es, wenn Gott die Gabe betätigt.

Gott hat jedem von uns Gaben gegeben. Vielleicht bist du ein Prediger oder Lehrer. Ich denke, ich bin weder das eine noch das andere in besonderem Maße. Meine Gabe ist es, Visionen zu sehen. Wir alle sind zu verschiedenen Arten von Diensten berufen, doch sind wir alle Glieder eines großen Leibes. Und was sollen diese Gaben tun? Sollen sie einen Menschen oder eine Organisation verherrlichen? Nein, keinesfalls! Sie sollen Jesus Christus und Ihn allein verherrlichen.“

Nachdem er seine Ansprache beendet hatte, blieb Bill lange Zeit sitzen, nippte Kaffee und plauderte mit einigen neuen Freunden – unter ihnen Herr Boeing. Ein ukrainischer Prediger sagte zu Bill: „Ich verstehe die Visionen jetzt besser, aber mich interessieren noch bestimmte Aspekte. Wenn eine Vision geschieht, was siehst du dann? Ist es unklar wie ein Traum?“

„Nein. Das was ich sehe ist kristallklar, als wäre ich wirklich dort und würde beobachten, wie ein Ereignis tatsächlich geschieht.“ „Aber wie ist das möglich?“

„Bei Gott ist nichts unmöglich. Die Vergangenheit und die Zukunft sind für Ihn genauso wirklich wie die Gegenwart. Denken Sie daran: Zeit ist etwas, das Gott geschaffen hat. Er übersteigt die Grenzen der Zeit. Deshalb kann Er das Ende vor dem Anfang wissen. Wie sonst könnte die Bibel so voller Prophetien sein, die eingetreten sind? Wie sonst könnte es Propheten geben, die in die Vergangenheit und in die Zukunft sehen können?“

„Das leuchtet ein. Ich habe gesehen, was die Visionen auf der Plattform offenbaren, aber du sagst, du hättest auch Visionen, wenn du für dich allein bist. Was sind das für Dinge, die der Herr dir dann zeigt?“ „Ich werde dir ein Beispiel geben. Gestern Abend bat mich Herr Boeing, einen zusätzlichen Tag in Cleveland zu bleiben, sodass ich eine Versammlung in der Stadthalle halten könnte. Ich sagte ihm, ich werde darüber beten und auf ihn zurückkommen. Heute Morgen gab mir der Herr eine Vision, um mir dabei zu helfen, was ich tun soll. Irgendwann heute Morgen werde ich eine Frau sehen, die eine Straße überquert und dabei die Hände von Zwillingen hält. Beide Mädchen werden karierte Röcke tragen, und beide werden ihr Haar zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden haben. Das wird mein erstes Zeichen sein. Dann, obwohl ich in einem blauen Auto zu diesem Frühstück gekommen bin, werde ich in einem roten wegfahren. Während wir auf der Straße fahren, werden zwei junge Frauen vorübergehen, die lange Abendkleider tragen. Wenn diese drei Zeichen geschehen, werde ich wissen, dass ich Gottes Erlaubnis habe, einen weiteren Gottesdienst in Cleveland in der Stadthalle zu halten.“

Sie unterhielten sich noch fast eine weitere Stunde. Schließlich kam Gordon Lindsay an ihren Tisch und sagte: „Bruder Branham, ich denke, wir sollten jetzt zum Hotel zurück.“

„Ja, das sollten wir“, stimmte Bill zu. Als er nach seinem Mantel griff, blickte er aus dem Fenster. „Schaut mal dort, meine Herren. Seht ihr die?“ Alle schauten.

Am nächsten Häuserblock überquerte eine Frau die Straße und führte Zwillinge herüber – karierte Röcke und Pferdes chwänze wehten im Wind. Herr Boeing schluckte und sagte: „Eins abgehakt, fehlen noch zwei.“ Gordon Lindsay sagte: „Bruder Boeing, der Mann, der uns hergebracht hat, musste früh nach Hause, könntest du uns zurück zum Hotel bringen?“

„Sicher, Bruder Lindsay, es wäre mir eine Freude. Sag, Bruder Branham, ich habe ein rotes Auto.“

„Dann hätten wir zwei“, sagte Bill. „Jetzt passt nur auf, das dritte Zeichen kann nicht weit weg sein.“

Sechs Männer drängten sich in einen roten Cadillac. Herr Boeing startete den Motor. Der Parkplatz des Restaurants konnte nur auf einer Einbahnstraße verlassen werden. Die erlaubte Fahrtrichtung ging links ab, Herr Boeing bog aber rechts ab.

Ein berittener Polizist hielt ihn an der Ecke an. Als Herr Boeing sein Fenster herunterkurbelte, knöpfte ihn sich der Polizist vor, als wäre er ein jugendlicher Krimineller. „Wollen Sie mir etwa weismachen, Sie kommen aus Cleveland und machen so einen Fehler? Dafür gibt es keine Entschuldigung!“

„Es tut mir leid“, entschuldigte sich Herr Boeing, „ich muss mit meinen Gedanken woanders gewesen sein.“

Der Streifenpolizist hielt Herrn Boeing eine scharfe Standpauke, und so blieb das Auto dort einige Minuten stehen. Mit einem Mal kamen zwei junge Frauen in feierlichen Abendkleidern um die Ecke spaziert. Als diese beiden Frauen das Auto passierten, stieß Bill Herrn Boeing an die Schulter und sagte: „Schau Bruder, dort sind sie.“

Völlig vergessend, dass er gerade von einem Polizisten gescholten wurde, hob Herr Boeing beide Hände in die Luft und schrie: „Ehre sei Gott! Halleluja! Halleluja ... “

Der ukrainische Prediger stimmte auch mit ein: „Preis dem Herrn! Preis dem Herrn Jesus!“ – und begann dann in einer unbekannten Sprache zu sprechen.

„Ihr Leute seid verrückt!“, schnauzte der Polizist. „Macht dass ihr hier wegkommt!“

Jetzt, mit Gottes gegebener Erlaubnis, hielt Bill in jenem August 1950 eine weitere Versammlung in Cleveland. Über 12.000 Menschen füllten die Stadthalle, um seine Botschaft der Befreiung durch die Kraft Jesu Christi zu hören.

Ein paar Wochen, nachdem William Branham seinen Feldzug in Cleveland beendet hatte, reiste er nach Phoenix (Arizona). Sein Zug hielt kurz in Memphis (Tennessee). Bill stieg aus, um ein Butterbrot zu kaufen. Der Bahnhof von Memphis war voller Menschen, die ankamen oder abfuhren. Während Bill sich seinen Weg durch die Menge bahnte, bemerkte er einen Bahnhofsmitarbeiter in einer roten Jacke, der einen Gepäckwagen in seine Richtung schob. Als dieser farbige junge Mann aufblickte und Bill sah, hellte sich sein Gesicht vor Überraschung auf. Er ließ seinen Wagen stehen, rannte auf Bill zu und sprudelte aufgeregt hervor: „Parson Branham! Parson Branham!“ Er ergriff Bills Hand und schüttelte sie heftig. „Hallo, Parson Branham!“

Bill schaute den jungen Mann an und dachte: „Vielleicht war er in einer meiner Versammlungen.“

„Parson Branham, du erkennst mich nicht, oder?“

„Nein, ich glaube nicht.“

„Erinnerst du dich, wie dein Flugzeug vor sechs Monaten in Memphis festgehalten wurde? Erinnerst du dich an den Jungen, für den du gebetet hast, der im Sterben lag?“

„Bist du – “

„Ja, ich bin dieser Junge. Ich bin nicht nur geheilt, sondern jetzt auch Christ.“

Es stellte Bill stets zufrieden, die Auswirkung seiner Gebete unmittelbar selbst mitzubekommen, indem er auf Menschen traf, denen sein Dienst geholfen hatte. Mittlerweile gab es zehntausende solcher Menschen überall im Land.

Später in jenem Herbst 1950 erhielt Bill zwei Briefe, die ihn tief berührten. Der erste Brief kam von seinem ehemaligen Pastor, Dr. Roy Davis – jenem Baptistenprediger, der ihn im Dezember 1932 ordiniert hatte. Dieser Brief war nicht direkt an Bill adressiert, sondern an Gordon Lindsay, begleitet von der Bitte, seinen Brief in der Zeitschrift The Voice of Healing zu veröffentlichen. Dr. Davis wollte sich für seine frühere Kritik an Bill und seinem Dienst öffentlich entschuldigen. Nachdenklich las Bill den Brief. Seine Gedanken gingen zurück zu jenem Morgen im Mai 1946 ... Er war zum Pfarrhaus hinübergeeilt, um Dr. Davis von dem Engel zu berichten, der ihm den Auftrag gegeben hatte, eine Gabe der göttlichen Heilung den Völkern der Welt zu bringen. Bill erinnerte sich nun daran, wie Dr. Davis diesen Gedanken bespöttelt hatte, indem er sagte: „Billy, was hast du gestern Abend gegessen?“ Bill hatte ihm in aller Ernsthaftigkeit geantwortet: „Dr. Davis, ich schätze das nicht. Wenn ihr mich nicht wollt, wird es da draußen jemanden geben, der mich will. Gott hat mich gesandt, und ich werde gehen.“ Der ältere Mann hatte ihn aufgezogen und gesagt: „Ok, Billy, geh nur und trage die Gabe in die Welt. Ich werde neugierig beobachten, wie weit du wohl kommen wirst.“ Und hier war nun der Brief, in dem er sich für jenen Sarkasmus entschuldigte. Dr. Davis schrieb: „Wenn ich aufrichtiger gewesen wäre und meine Bibel gewissenhafter gelesen hätte, hätte ich mehr über Visionen und die Kraft Gottes verstanden.“

Der zweite Brief kam aus Südafrika. Florence Nightingale Shirlaw, die in London geheilt worden war, schickte jetzt ihr Zeugnis und beschrieb in Einzelheiten ihre fortschreitende Genesung von Magenkrebs. Über die vergangenen sechs Monate hinweg hatte sich ihr Gewicht von 25 auf 70 Kilogramm erhöht. Sie hatte ein aktuelles Foto von sich beigelegt, um diese unglaubliche Verwandlung zu demonstrieren. Bill starrte überwältigt auf das Bild. Sie sah nicht einmal wie dieselbe Frau aus. Das Bild zeigte sie in einem buntkarierten Kleid auf einer Straße stehend, eine große Handtasche an den Riemen haltend. Ihre Arme, ihre Beine, sogar ihre Wangen hatten sich so sehr gerundet, dass Bill nie gedacht hätte – wenn es ihm nicht als Tatsache bekannt gewesen wäre – , dass sie im April vom Tode nur einen oder zwei Atemzüge entfernt gewesen war.

Bill erinnerte sich des Gebets, das er an jenem nebligen Aprilmorgen gesprochen hatte: „Herr, wenn Du diese Frau heilst, werde ich das als Zeichen nehmen, dass Du möchtest, dass ich einen Heilungsfeldzug in Durban (Südafrika) halte.“ Jetzt hielt er die Bestätigung in der Hand – ein Schwarzweiß-Foto einer kräftigen Florence Nightingale Shirlaw. Bill rief seinen Manager an und bat ihn, einen Südafrika-Feldzug zu organisieren. Ern Baxter brauchte nicht lange, um eine verbindliche Zusage vom South African National Council of Churches zu erhalten. Ein vorläufiger Termin wurde für Mitte 1951 festgesetzt. Bill war aufgeregt. Da Gott ihn auf dramatische Weise nach Durban (Südafrika) gerufen hatte, mussten sicherlich große Zeichen und Wunder folgen. Dann, eines Tages, während er in Shreveport, Louisiana, predigte, warnte ihn der Heilige Geist und sagte: „So spricht der Herr: ,Sei vorsichtig. Satan hat für dich eine Falle in Südafrika ausgelegt‘.“ Der Geist sagte nur dies und ließ Bill fragend zurück, was für eine Art Falle es sein würde.

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