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Übernatürlich

Übernatürlich – Buch 3

Engel in Houston fotografiert

1950

Schließlich fühlte sich William Branham kräftig genug, längere Feldzüge zu handhaben. So arrangierten seine Manager für ihn einen 17-tägigen ununterbrochenen Feldzug in Houston, Texas. Sie eröffneten die Gottesdienste in einer Konzerthalle, die nur 4.000 Sitzplätze hatte. Am ersten Abend wurde ersichtlich, dass dieses kleine Gebäude die Menschenmassen nicht aufnehmen konnte, die teilnehmen wollten. Am zweiten Abend verlegten sie die Versammlungen in das Sam Houston Coliseum. Jetzt bekam jeder einen Sitzplatz. Die Besucherzahl betrug durchschnittlich 8.000 pro Abend – bis auf die beiden letzten Abende, als durch unerwartete Reklame das Gebäude plötzlich bis auf den letzten Platz ausgelastet war.

Obgleich viele der christlichen Prediger der Stadt zusammenarbeiteten, um diese Versammlungen zum Erfolg zu führen, hielten andere ihre Unterstützung zurück. Ein Prediger ging so weit, einen hitzigen öffentlichen Angriff gegen den Branham-Feldzug zu starten. Kaum das Baptistenseminar absolviert, war Reverend Best nun Pastor einer großen Gemeide in Houston. Entgegen seiner strengen Warnung nahmen manche seiner Gemeindemitglieder an den Branham-Versammlungen teil. Das erboste Dr. Best. Er veröffentlichte eine große Annonce in der Tageszeitung und kritisierte auf gehässige Weise göttliche Heilung im Allgemeinen und William Branham im Besonderen.

Fred Bosworth brachte Bill die Houston Chronicle aufs Zimmer im Rice-Hotel. „Bruder Branham, schau dir das an. Hier ist ein Prediger in der Stadt, ein Dr. Best, der dich zu einer Debatte über göttliche Heilung herausfordert. Hör mal, was er schreibt: ‚William Branham ist ein religiöser Fanatiker und ein Schwindler. Man sollte ihn aus der Stadt treiben, und ich sollte derjenige sein, der es ausführt‘. Bruder Branham, wenn ich du wäre, würde ich diese Herausforderung annehmen und diesem jungen Schlaumeier ein paar Dinge über das Wort Gottes beibringen.“ „Bruder Bosworth, ich möchte mit keinem streiten. Gott sandte mich, um für die Kranken zu beten. Dort sind Tausende, die es glauben werden, warum dann mit einem Hitzkopf streiten, der es nicht tut? Lass ihn in Ruhe. Jesus sagte, dass es Menschen wie ihn geben würde: Blinde, die die Blinden führen.“ Als seine Herausforderung unbeachtet blieb, zahlte Dr. Best am näch sten Tag für eine weitere Annonce, die noch reißerischer ausfiel als die erste. Fred Bosworth stampfte nach oben auf Bills Zimmer, warf die Zeitung aufs Bett und sagte: „Du wirst nicht glauben, was dieser Prediger heute über dich gesagt hat.“

„Was hat er dieses Mal gesagt?“

Bosworth schlug die Zeitung auf und las: „William Branham fürchtet sich vor der Wahrheit. Er fürchtet sich davor, seine Lehre der göttlichen Heilung durch das Licht des Wortes Gottes prüfen zu lassen. Wenn das echte Evangelium ihm vorgelegt wird, schämt er sich, das Thema zu erörtern, weil dies seine Irrtümer offenlegen würde. Er ist willens, die Armen und Ungebildeten mit seiner listigen Mischung aus Psychologie und Aberglauben zu verführen.“ Bosworth warf die Zeitung aufs Bett. „Bruder Branham, lass ihn das Wort Gottes nicht derart entwürdigen. Nimm die Herausforderung an.“

„Bruder Bosworth“, sagte Bill noch immer gelassen, „es kommen ungefähr 9.000 Menschen jeden Abend zu den Versammlungen und ungefähr 7.000 von ihnen möchten Gebet. Ich habe nur noch wenige Tage hier in Houston. Warum sich mit diesem einen Exzentriker abgeben, wo wir für die Kranken und Bedürftigen beten könnten?“

„Aber Bruder Branham, all die Leute, die zu den Versammlungen kommen, sollten wissen, was die Wahrheit ist. Manche von ihnen beginnen sich zu fragen, ob wir wissen, wovon wir reden.“

„Die Salbung des Heiligen Geistes ist auf mir, Bruder Bosworth. Ich habe keine Zeit zum Streiten.“

„Dann lass mich die Herausforderung annehmen.“

Bill starrte auf diesen 73 Jahre alten Streiter des Evangeliums und dachte an die Schriftstelle, die er gelesen hatte, wo Kaleb Josua um das Vorrecht bittet, die Enakiter anzugreifen, indem er sagt: „Ich bin heute 85 Jahre alt. Ich bin heute noch so rüstig wie damals vor 45 Jahren, als Mose mich aussandte das Land Kanaan auszukundschaften.“ Bill sagte: „Bruder Bosworth, ich bewundere deinen Eifer ... “ Er ließ seine Worte verhallen, noch ungewiss, ob er ja oder nein sagen sollte.

Diese Unentschlossenheit spürend, trieb Bosworth seine Absicht voran. „Dieser Mann hat nicht eine Schriftstelle, auf die er sich stützen kann. Lass mich das beweisen – nicht nur ihm, sondern all jenen Leuten, die versuchen, genügend Glauben aufzubringen, um geheilt zu werden.“ „Gut, Bruder Bosworth, wenn du das machen möchtest und wenn du mir versprichst, nicht zu streiten.“

Fred Bosworth strahlte vor Freude. „Ich verspreche dir, ich werde nicht streiten. Ich werde ihm nur das Evangelium geben.“ Voller Aufregung verließ Bosworth das Zimmer, um es den Reportern zu sagen, die unten warteten.

Die nächste Ausgabe der Chronicle brachte einen Bericht über die anstehende Debatte unter der einfallsreichen Überschrift:

„Geistlichkeit lässt die Fetzen fliegen“

Prompt telegrafierte die Associated Press den Artikel an andere Zeitungen in der ganzen Gegend. Tausende Menschen kamen nach Houston, um diese Konfrontation selbst mitzuerleben. Um sechs Uhr am Abend der Debatte waren beinahe alle 30.000 Plätze im Sam Houston Coliseum besetzt.

Zuerst hatte Bill nicht die Absicht, sich die Debatte anzuhören. Der Gedanke zuzuhören, wie zwei Männer über göttliche Heilung diskutieren, fand bei ihm keinen Anklang. Seiner Meinung nach sollte das Wort Gottes ausgelebt und nicht darüber debattiert werden. Doch als die Zeit herannahte, verspürte er eine eigena rtige Neigung, trotzdem zu gehen. Meda begleitete ihn zusammen mit seinem Bruder Howard und zwei Polizisten. Als sie am Coliseum ankamen, waren die einzigen freien Plätze hoch oben auf dem dritten Rang. Mit hochgeschlagenem Mantelkragen und tief in die Stirn gezogenem Hut erklomm Bill die Stufen zur Sektion 30 und setzte sich. Niemand erkannte ihn.

Fred Bosworth, der nie zuvor an einer öffentlichen Debatte teilgenommen hatte, erschien mit einer langen Liste von Schriftstellen, in dem Glauben, sie beide würden einfach hin und her Bibelverse und Auffassungen diskutieren. Dr. Best jedoch hatte seinen Diskussionsstil im Seminar gelernt. Er bestand darauf, dass Reverend Bosworth zuerst eine halbe Stunde lang seinen Standpunkt vorstellte. Daraufhin würde er eine halbe Stunde lang seine eigene Sicht darlegen. Sollte es irgendeine Diskussion geben, würde diese zum Schluss stattfinden.

Mit einer Zuversicht, die sich über Jahre des Gebets und des Studiums tief verwurzelt hatte, ging Fred Bosworth mit langen Schritten hinauf zum Podium. „Dr. Best, es tut mir leid, dass wir das Wort Gottes in dieser Form erörtern müssen, doch Sie haben eine Aussage in der Zeitung gemacht, dass Bruder Branham ein Schwindler sei und dass es göttliche Heilung nicht gebe. Das Thema, das heute zur Diskussion steht, ist nicht Bruder Branhams Gabe der Unterscheidung – die Gaben Gottes werden sich selbst beweisen. Das Thema der Diskussion ist, ob göttliche Heilung in der Bibel gelehrt wird.“ Bosworth hielt seine Notizen hoch. „Ich habe einige hundert Schriftstellen hier aufgeschrieben, die beweisen, dass die Haltung Christi gegenüber den Kranken heute dieselbe ist, die sie immer war. Wenn Sie irgendeinen dieser Verse aufgreifen und meine These mit dem Rest der Bibel widerlegen können, dann werden wir darüber keine weitere Diskussion haben – dann gestehe ich die Niederlage ein und gehe von der Plattform.“

Hier reichte Bosworth seinem Gegner ein Exemplar der Quellenangaben dieser Schriftstellen. Dr. Best weigerte sich es anzurühren und sagte „Um all das kümmere ich mich, wenn ich ans Pult komme. Fahren Sie fort mit dem, was immer Sie sagen möchten.“

„Dann, Herr Best, werde ich Ihnen eine einzige Frage stellen, und wenn Sie mir mit Ja oder Nein antworten, werde ich zufrieden sein: Wurde der Erlösername Jahwes auf Jesus angewendet – ja oder nein?“ Dr. Best rührte sich nicht.

Bosworth fuhr fort: „Da Sie ein Gelehrter sind, Dr. Best, weiß ich, dass Sie mit den sieben Eigenschaftsnamen Jahwes vertraut sind, die über das ganze Alte Testament verstreut sind. Ich werde jedoch, um unseres Publikums willen, eine rasche Übersicht geben. Auf den Seiten sechs und sieben meiner Scofield Reference Bibel sagt Dr. Scofield in seiner Fußnote: ‚Jahwe ist ausd rücklich der Erlöser-Name der Gottheit und bedeutet: der Selbst-Seiende, der sich selbst offenbart. In Gottes Beziehung zu dem Menschen als Erlöser werden verschiedene Eigenschaftsnamen von Jahwe angeführt, die Ihn enthüllen als einen Gott, der allen Bedürfnissen des Menschen entspricht, von seinem verlorenen Zustand bis zur Vollendung.‘ Herr Scofield listet diese sieben Eigenschaftsnamen auf:

1. Jahwe-jireh – der Herr wird sich selbst ein Opfer verschaffen (1. Mose 22:8)

2. Jahwe-rapha – der Herr, der heilt (2. Mose 15:26)

3. Jahwe-nissi – der Herr ist mein Banner (oder Panier)

(2. Mose 17:15)

4. Jahwe-Shalom – der Herr unser Friede (Richter 6:24)

5. Jahwe-raah – der Herr mein Hirte (Psalm 23:1)

6. Jahwe-zidkenu – der Herr unsere Gerechtigkeit (Jeremia 23:6)

7. Jahwe-shammah – der Herr ist gegenwärtig (Hesekiel. 48:35)

Ich richte meine Frage erneut an Sie, Dr. Best. Wurde der Erlösername Jahwes für Jesus verwendet?

Dr. Best veränderte seine Sitzposition, sagte jedoch nichts. „Aber Dr. Best, mich verwundert’s, dass Sie nicht antworten. Dies ist eins der schwächsten Argumente, die ich habe. Könnte es sein, dass Sie begreifen, worauf ich hinaus will? Wenn der Name Jahwe-jireh auf Jesus zutrifft – und jeder Christ wird dem zustimmen – dann muss auch der Name Jahwe-rapha zutreffen. Wenn Jesus Gottes vorbereitetes Opfer ist, um uns von unseren Sünden zu retten, dann muss er auch unser Heiler sein. Was sagen Sie dazu, Herr Best?“

„Ich – äh – ich befasse mich damit, wenn ich zum Pult komme. Brauchen Sie einfach Ihre Zeit auf.“

Reverend Bosworth führte in den nächsten 20 Minuten so viele Schrift stellen an, wie es die Zeit zuließ, erklärte sie und knüpfte sie zu einem überzeugenden Teppich der Wahrheit zusammen. Er berührte Verse wie:

... Ich bin der Herr, dein Arzt. (2. Mose 15:26)

... der dir heilet alle deine Gebrechen. (Psalm 103:3)

Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm [Jesus]; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:

„Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.“ (Matthäus 8:16-17)

Und Jesus ging umher in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheit und alle Gebrechen.

(Matthäus 9:35)

Und wo er [Jesus] in Dörfern oder Städten oder Gehöften einkehrte, legten sie die Kranken auf den freien Plätzen nieder und baten ihn, daß sie auch nur den Saum seines Gewandes berühren dürften; und alle, die ihn berührten, wurden gesund. (Markus 6:56)

Und alles Volk suchte, ihn anzurühren; denn es ging Kraft von ihm aus, und er heilte sie alle. (Lukas 6:19)

Wie Gott diesen Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

(Apostelgeschichte 10:38)

Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. (Hebräer 13:8)

(Reverend Bosworth wiederholte diese Schriftstelle und betonte, dass dies das Thema aller Feldzüge William Branhams sei – was Jesus Christus in der Vergangenheit gewesen ist, ist er heute und wird es in alle Ewigkeit sein.)

... durch seine Wunden seid ihr geheilt worden.

(Petrus 2:24)

... Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28:20)

Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben ... auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden. (Markus 16:17-18)

Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten ... (Jakobus 5:15)

Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, daß ihr’s empfangen werdet, so wird’s euch werden. (Markus 11:24)

Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. (Markus 9:23)

Als seine halbe Stunde um war, hatte Reverend Bosworth nur einen Bruchteil der Schriftstellen abgedeckt, die er sich aufgeschrieben hatte. Doch das Publikum hatte den Gedanken erfasst: Jesus Christus der Retter, ist auch Jesus Christus der Heiler. Jetzt war die Zeit gekommen, dass Dr. Best diesen Glauben anfocht.

Dr. Best begann mit 1. Korinther 15 „ ... Ebenso verhält es sich mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Vergänglichkeit, auferweckt in Unvergänglichkeit ... gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Kraft ... Wenn aber dieser vergängliche Leib die Unvergänglichkeit angezogen hat, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in den Sieg.“

Dr. Best argumentierte, dass Gott sich nicht mit der Heilung des Leibes der Menschen befasse, sondern nur mit der Errettung ihrer Seelen. Andernfalls würden Christen nie an etwas anderem sterben als an hohem Alter, weil Gott sie jedes Mal heilen würde, wenn sie krank werden. Da aber Christen krank werden und sterben wie jeder andere auch – wo ist da Gottes Heilungskraft? Es stimme, Jesus heilte, als Er auf Erden war, aber das war nur für Seinen Tag, um zu beweisen, dass Er der Sohn Gottes war. Heute ist Heilung nicht länger als Beweis nötig, denn wir haben den Bericht des Neuen Testaments.

Als seine halbe Stunde zu Ende war, war offensichtlich, dass das Publikum sich nicht durch seine Argumente hatte mitreissen lassen. Das machte Dr. Best zornig. „Nur schwachköpfige Holy Roller glauben an göttliche Heilung“, rief er. „Kein echter Baptist wird solch ein Zeug glauben.“

Fred Bosworth trat an das zweite Mikrofon. „Einen Augenblick, Herr Best. Ich möchte die Zuhörerschaft fragen – wie viele Baptisten hier können durch ein ärztliches Attest beweisen, dass sie in diesen Versamm lungen in Houston geheilt wurden? Würden Sie bitte aufstehen?“ Dreihundert Menschen standen auf. „Das beweist gar nichts“, schnaubte Dr. Best. „Leute können alles Mögliche bezeugen.“

Bosworth sagte ruhig: „Das Wort sagt, es ist wahr, und hier ist der Beweis davon in den Menschen. Wie können Sie es da weiterhin ableugnen?“ Aufgebracht schrie Dr. Best: „Holt mir diesen göttlichen Heiler her und lasst mich zusehen, wie er es vollbringt.“

„Aber Herr Best! Bruder Branham ist kein göttlicher Heiler. Er hat das nie behauptet. Er bittet einfach Jesus Christus, die Menschen zu heilen.“ Dr. Best wiederholte: „Bringt diesen göttlichen Heiler her und lasst mich sehen, wie er jemanden heilt.“

„Herr Best, Sie predigen Erlösung in Jesus Christus, nicht wahr?“ „Ja, das tue ich.“

„Macht Sie das zum göttlichen Erlöser?“

„Natürlich nicht.“

„Und genauso wenig macht das Predigen der Heilung in Jesus Christus Bruder Branham zu einem göttlichen Heiler.“

„Dann erklären Sie mir, warum er auf der Straße ein Schild aufstellt, das besagt: ‚Jeden Abend Wunder‘.“

„Zunächst einmal habe ich das Schild aufgestellt. Wie auch immer, das Schild ist wahr. Ein Wunder ist etwas, das durch den menschlichen Verstand nicht erklärt werden kann. Bruder Branham hat eine über natürliche Gabe, die in das Leben der Menschen hineinblicken und zukünftige Geschehnisse vorhersagen kann. Seine Visionen versagen nie darin sich genauso zu bewahrheiten, wie er es sieht. Das ist ein Wunder. Es geschieht jeden Abend in den Versammlungen. Sie können morgen Abend kommen und es mit allen anderen beobachten.“

„Einen Augenblick“, sagte Dr. Best. Er wandte sich zur Seite und winkte zwei Kameramännern, nach vorne zu kommen. Kipperman und Ayers waren professionelle Fotografen aus dem Douglas Studio in Houston und Mitglieder der American Photographer’s Association. Dr. Best hatte sie persönlich angeworben, um Fotos von der Diskussion für die Zeitungs ausgabe des nächsten Tages zu machen. Da er sie bezahlte, beabsichtigte Best den Inhalt der Fotos zu bestimmen. Indem er seinen Finger direkt vor die Nase seines Gegners streckte, sagte er: „Machen Sie jetzt ein Foto.“ Nach dem Blitz hielt Best seine Faust unter Fred Bosworths Kinn und fuhr sie an: „Noch eins.“ Er fuhr fort, herrische Posen vorzugeben, bis sechs Negative belichtet waren.

Fred Bosworth sagte: „Was mich betrifft, ist die Veranstaltung beendet. Herr Best kann sich nicht gegen eine Schriftstelle verteidigen, die ich ihm gegeben habe. Ich denke, er hat die Diskussion verloren. Wie viele Menschen hier denken genauso? Sagt ,Amen‘.“

Das große Gewölbe echote vor Stimmen, die ,Amen‘ riefen. Wütend brüllte Dr. Best: „Holt den göttlichen Heiler hierher und lasst mal sehen, was der kann, wenn ich zuschaue.“

Ruhig sagte Fred Bosworth: „Ich weiß, dass Bruder Branham im Gebäude ist, weil ich ihn hereinkommen sah. Er wird mit Ihnen nicht streiten, Dr. Best, das ist nicht sein Stil. Doch da wir am Ende der Diskussion angekommen sind – wenn er hier nach oben kommen und die Leute verabschieden möchte, habe ich nichts dagegen. Er ist jedoch nicht dazu verpflichtet.“

Überall in der Arena schauten sich die Menschen um. Howard Branham legte seine Hand auf Bills Schulter und flüsterte: „Sitz still.“ „Das habe ich vor“, sagte Bill. Doch im nächsten Moment hörte er jenes pfeifende Geräusch wie einen Wirbelwind wehen – whoossssh. Dann fühlte er jenen unentrinnbaren Druck auf seiner Haut lasten und wusste, dass der Engel des Herrn andere Pläne hatte. Bill erhob sich. Meda ergriff seine Hand. „Liebling, nicht – “

„Schatz, der Engel des Herrn weist mich an, dort hinunter zu gehen.“ Als Bill auf die Bühne stieg, visierte ihn Herr Ayers mit seiner Kamera an. Gordon Lindsay trat absichtlich dazwischen und bat Herrn Ayers und Herrn Kipperman, keine weiteren Fotos zu machen. Da er die Absicht gesehen hatte, mit welcher die beiden Männer Reverend Bosworth fotografiert hatten, wollte Lindsay nicht, dass das Abbild William Branhams in gleicher Weise verunglimpft wurde.

Bill trat an das Mikrofon und sagte: „Es tut mir leid, dass diese Diskus sion stattfinden musste. Habt keine schlechten Gefühle gegenüber Dr. Best. Er hat genauso das Recht auf seine Ansichten wie ich auf meine. Ich bin kein göttlicher Heiler. Ich habe nie den Anspruch gestellt, ein Heiler zu sein. Jesus Christus ist der einzige Heiler. Aber ich will dies sagen: Etwas Übernatürliches geschah an dem Tag, an dem ich geboren wurde. Es war in einer Holzhütte in den Wäldern Kentuckys. Der kleine alte Schuppen hatte keinen Fußboden, hatte nicht einmal ein Fenster, nur einen kleinen Fensterladen, der auf Augenhöhe in der Tür angebracht war. Ein paar Minuten, nachdem ich geboren war, gegen fünf Uhr morgens, schoben sie diesen Fensterladen auf, und ein Licht kam herein und umkreiste das Bett, in dem Mutter und ich lagen. Später habe ich erfahren, dass es ein Engel Gottes ist, denn es folgt mir alle Tage meines Lebens. Er kommt in die Versammlungen hinein wie ein Licht, und dann kann ich Dinge über eine Person sehen – manchmal über ihre Vergangenheit und manchmal über ihre Zukunft. Ich fordere jeden, gleich wo, heraus, mir eine Begebenheit zu nennen, wo ich eine Aussage im Namen des Herrn gemacht habe, die nicht exakt in der Weise stimmte, wie sie gesagt wurde. Gott ist die Wahrheit, und Er wird mit einem Irrtum nichts zu tun haben. Wenn ich von der Wahrheit zeuge, wird Gott mich bezeugen ... “ Bill hörte das Geräusch erneut – whooossssh – lauter als er es zuvor gehört hatte. Er blickte auf und sah das übernatürliche Licht im dritten Rang, Sektion 30 schweben – jenem Platz, auf dem er gerade noch gesessen hatte. Er hatte es kaum erblickt, als das Licht auf ihn zukam. Eine Stille senkte sich auf das Gebäude – das Publikum spürte, dass etwas Ungewöhnliches vor sich ging. Manche Leute dachten, sie hätten ein seltsames Geräusch gehört. Andere sahen ein spiralförmiges Licht wie eine Miniaturgalaxie von den Rängen herabwirbeln. (Es geschah so schnell, dass sich die Leute später fragten, ob ihnen ihre Augen einen Streich gespielt hätten.) Das Licht kam auf die Bühne nieder und schwebte unmittelbar über William Branhams Kopf. In eben diesem Augenblick sprang Herr Ayers nach vorne und schoss mit seiner Kamera ein Bild. Vorübergehend blendete das grelle Blitzlicht die Zuhörerschaft. Als sich ihre Augen wieder angepasst hatten, war das geheimnisvolle Licht verschwunden.

Auf ihrem Weg zurück ins Studio diskutierten die beiden Fotografen das Phänomen. Ayers fragte seinen Kollegen: „Was denkst du darüber?“ Kipperman zuckte die Achseln. „Ich bin Jude. Ich weiß über das Christentum nicht viel.“

„Ich bin Katholik“, sagte Ayers, „und uns wird gelehrt, dass Wunder geschehen können, jedoch müssen sie durch die katholische Kirche kommen, um von Gott zu sein. Ich habe das bisher geglaubt, aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich habe ein paar erstaunliche Dinge in den letzten Tagen gesehen. Vielleicht geht hier etwas vor sich, das jenseits meines Verständnisses liegt. Vielleicht bin ich Branham gegenüber zu kritisch gewesen.“

„Du hast ihn ziemlich stark kritisiert.“

„Na ja, ich dachte, er hätte diesen invaliden Soldaten vor ein paar Tagen hypnotisiert. Wie sonst könnte ein Mann mit einem gebrochenen Rücken aufstehen und laufen?“

Im Studio sagte Ayers: „Ich werd mich mal als Allererstes um diesen Film kümmern. Herr Best will ein paar Hochglanzabzüge für die morgige Zeitungsausgabe fertig haben.“

„Ich bin müde“, sagte Kipperman. „Ich glaub, ich gehe nach oben und leg mich etwas hin.“

Herr Ayers betrat die Dunkelkammer, schloss die Tür und entwickelte mit geübten Fingern seinen Film. Als er den Vorgang beendet hatte, schaltete er das Licht ein und schaute sich das erste Negativ an. Zu seiner Überraschung war es leer. Ebenso das zweite und dritte Bild. Wie merkwürdig. Er benutzte diese Kamera mit dieser Filmmarke oft, und dies war zuvor nie aufgetreten. Was konnte schief gegangen sein? Er schaute sich das vierte, fünfte und sechste Bild an. Auch diese waren leer. Doch als er sich das siebte und letzte Negativ ansah – da war es! Ayers schrie gellend auf und wankte zurück. Ein stechender Schmerz brannte in seiner Brust, als hätte er einen Herzinfarkt. Zitternd und schwer atmend rannte er in den Korridor und rief nach seinem Partner.

Ted Kipperman kam angelaufen. „Was ist los?“

„Schau dir das an!“ Er deutete auf das Negativ. „Es ist die Wahrheit, Ted. Die Kamera kann nicht lügen.“

In den nächsten zehn Minuten entwickelten die beiden Fotografen mehrere Abzüge von dem Negativ. Das Bild zeigte eine Ansicht William Branhams von der linken Seite. Er war mit einem dunklen Anzug bekleidet und lehnte sich gegen das Pult. Seine auf dem Pult ruhende rechte Hand hielt ein Stück Papier. Seine andere Hand hing lose an seiner Seite herunter. Im linken Teil des Bildes neigten sich zwei Mikrofone dem Evangelisten entgegen, als wären sie begierig, seine Worte zu verstärken. In diesem bestimmten Augenblick sprach er jedoch nicht. Sein Mund war geschlossen, sein Gesicht ruhig. Seine Gesichtszüge traten vor dem dunklen Hintergrund mit scharfem Kontrast in aller Deutlichkeit hervor: Seine kahl werdende Stirn, seine senkrechte Falte zwischen Nase und Lippe, das leichte Grübchen in seinem Kinn, seine tiefliegenden Augen, die konzentriert in das Publikum blickten.

Aber der auffällige Teil des Fotos, der Teil, welcher beide Fotografen erzittern ließ, war der lange, dünne Lichtstreifen schräg oben in der rechten Ecke des Bildes. Könnte dies sein – könnte dies wirklich das geheimnisvolle Feuer sein, das sie von der Empore herabkommen sahen? Kipperman untersuchte den Lichstreifen genau. Seine Ränder waren nicht deutlich abgegrenzt. Schon das allein passte nicht ins Bild. Jede andere Linie auf der Fotografie stach deutlich abgezeichnet hervor. Doch die Abgrenzungen dieses Lichtstreifens waren verschwommen, als ob ein Licht so schnell pulsiert hätte, dass die Kamera seine Ränder nicht in einer Stellung hatte festhalten können. Das Licht hing wie ein Lichthof Dieses Foto von der Feuersäule über William Branhams Kopf wurde am 24. Januar 1950 im Sam Houston Coliseum in Houston (Texas) gemacht. George J. Lacy untersuchte das Negativ dieses Fotos und kam zu dem Schluss, dass es nicht retouchiert war und nicht doppelt belichtet, sondern dass das Licht, das über William Branhams Kopf zu sehen ist, das Resultat desjenigen Lichtes war, das das Negativ traf. über Branhams Kopf. Es sah aus wie die Hand Gottes.

Als die beiden Männer erkannten, dass sie etwas von ungeheuerem Wert besaßen, eilten sie mit der Fotografie in das Rice Hotel, in dem Bill einquartiert war, um ihm die Nachricht zu bringen. Doch trotz ihrer dringenden Bitte war es ihnen nicht möglich, eine Nachricht an den Wachposten vorbeizubekommen, die die Privatsphäre des Evangelisten schützten. So fuhren sie zum Flughafen, und gegen 23 Uhr desselben Abends war das Negativ auf dem Weg nach Washington D.C., um es urheberrechtlich schützen zu lassen.

Am nächsten Tag zeigte jemand Bill einen Abzug des Bildes. Er fühlte sich geehrt. Abend für Abend sah er jene Flamme des Geistes in seinen Versammlungen und erzählte seinen Zuhörern darüber. Gott bestätigte sein Zeugnis durch diese Fotografie.

Fred Bosworth erinnerte alle daran, dass dies nicht das erste Mal war, dass die Feuersäule in Bills Versammlungen fotografiert worden war. Jedes Mal hatten Kritiker die Fotos in Verruf gebracht. Warum sollte es dieses Mal anders sein?

Gordon Lindsay gelobte, dieses Mal würde es anders sein. Mit der Zustimmung des Douglas Studios veranlasste er, dass das Negativ durch George J. Lacy untersucht wurde, einem selbständigen Prüfer, der häufig vom FBI beauftragt wurde, fragwürdige Dokumente zu untersuchen. Lacy nahm das Negativ und unterzog es zwei Tage lang jeder zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Untersuchung. Neben dieser detaillierten Untersuchung des Negativs überprüfte George Lacy auch die Kamera, um zu sehen, ob Licht auf den Film hätte durchdringen können. Er besuchte sogar das Coliseum, um zu sehen, ob ein Reflex eines Schweinwerfers die Aberration hätte verursachen können.

Ein paar Tage später berief Herr Lacy eine Pressekonferenz ein. Neben den Reportern der Houston Chronicle nahmen auch Journalisten der Look, Colliers und Time Magazine teil. Bill nahm hinten Platz. George Lacy saß hinter einem Tisch an einem Ende des Raumes. Herr Lacy stellte sich vor und gab dann im Stil eines hartgesottenen Polizei chefs einen Überblick über Sinn und Zweck des Zusammenkommens. Dann fragte er: „Wer ist Reverend William Branham?“

Bill stand auf: „Ich.“

„Reverend Branham, Sie werden von dieser Erde scheiden wie jeder andere Sterbliche auch, doch so lange es eine christliche Nation gibt, wird Ihr Bild bestehen bleiben. Meines Wissens ist dies das erste Mal in der Weltgeschichte, dass ein übernatürliches Wesen fotografiert und wissenschaftlich für gültig erklärt wurde. Was mich selbst betrifft, so war ich auch einer Ihrer Kritiker. Ich habe über Ihre Versammlungen in Zeitschriften gelesen und mit skeptischem Ohr Ihre Behauptung bezüg lich eines Engels gehört. Ich habe zu mir selbst gesagt, es sei Psychologie. Doch, Herr Branham, das mechanische Auge dieser Kamera wird keine Psychologie ablichten. Das Licht traf die Linse. Das Negativ beweist es. Herr Branham, kommen Sie nach vorne.“

Bill ging zum Tisch.

George Lacy fuhr fort: „Es ist oft von Ungläubigen gesagt worden, dass es keinen Beweis für einen übernatürlichen Gott gibt. Diese Tage sind nun vorüber. Reverend Branham, hier ist das Negativ.“

Bill schüttelte den Kopf. „Es gehört mir nicht. Soweit ich weiß, gehört das Urheberrecht der American Photographer’s Association.“ George Lacy zeigte seine Überraschung. „Reverend Branham, Sie werden es selbst nicht miterleben, wie das Foto seinen wahren Wert erreicht, weil der Erblasser stets vor dem Testament stirbt. Eines Tages wird das Foto in jedem kleinen Kaufhaus im Land verkauft werden. Aber erkennen Sie seinen Wert schon jetzt? Wenn ich schätzen sollte, würde ich ihn irgendwo bei über 100.000 Dollar taxieren.“

„Für mich ist es soviel wert wie das Leben. Wenn Jesus Christus, mein Herr, genug von mir hielt, um herabzukommen und Sein Foto mit mir machen zu lassen, liebe ich Ihn zu sehr, als dass ich daraus ein Geschäft machen würde. Ich will damit nichts zu tun haben. Das Einzige, worum ich bitte, ist, dass man es zu einem so niedrigen Preis verkauft, dass auch arme Leute einen Abzug kaufen können.“

„Das werden wir tun“, sagte Ted Kipperman, während er nach vorne ging, um das Negativ zu bekommen. „Aber ich mache mir Sorgen darüber, wie wir beweisen können, dass das Foto echt ist.“

Herr Lacy sagte: „Ich kann Ihnen eine Fotokopie meines Berichts geben, die Sie vervielfältigen und jedem Bild zum Verkauf beifügen können.“ Bill las den Bericht:

George J. Lacy Prüfer von strittigen Dokumenten Shell Building Houston, Texas 29. Januar 1950 Sachverständigenbericht und Stellungnahme Betreff: Strittiges Negativ Am 28. Januar 1950 empfing ich auf Anfrage von Reverend Gordon Lindsay, der Reverend William Branham aus Jeffersonville (Indiana) vertrat – von den Douglas Studios auf der Rusk Avenue 1610 in dieser Stadt einen 4 x 5 Zoll großen belichteten und entwickelten fotografischen Film. Es wurde vorgetragen, dass die Douglas Studios diesen Film von Reverend William Branham im Sam Houston Coliseum in dieser Stadt gemacht hatten, während seines hiesigen Besuches Ende Januar 1950.

Auftrag Reverend Lindsay beauftragte mich, eine wissenschaftliche Unter suchung des vorgenannten Negativs vorzunehmen. Er bat mich, wenn möglich festzustellen, ob meiner Meinung nach das Negativ retouchiert oder nach Entwicklung des Films in irgendeiner Weise so manipuliert wurde, wodurch ein Lichtstreifen in der Position eines Heiligenscheins über dem Kopf von Reverend Branham entstand.

Untersuchung Es wurde eine makroskopische und mikroskopische Prüfung und Unter suchung der gesamten Oberfläche beider Seiten des Films, in diesem Fall eines Eastman Kodak Safety Films, vorgenommen. Beide Seiten des Films wurden unter gefiltertem ultraviolettem Licht untersucht, und Infrarotfotografien wurden vom Film angefertigt.

Die mikroskopische Untersuchung konnte – ganz gleich an welcher Stelle – keinerlei Retouche durch irgendeines der Verfahren feststellen, die in der kommerziellen Retouche verwendet werden. Auch konnte durch die mikrosk opische Untersuchung keinerlei Veränderung in der Filmemulsion in oder um den Lichtstreifen herum festgestellt werden.

Die Untersuchung unter ultraviolettem Licht konnte auf keiner Seite des Negativs Fremdstoffe oder Ergebnisse einer chemischen Reaktion fest stellen, die nach der Entwicklung des Negativs den Lichtstreifen hätte verursachen können. Das Infrarotfoto konnte auch nichts enthüllen, was darauf hingedeutet hätte, dass der Film nachbearbeitet wurde.

Die Untersuchung hat nichts zu Tage gefördert, das darauf hinwiese, dass es sich bei dem infrage stehenden Negativ um ein nachträglich zusammengefügtes oder doppelt belichtetes Negativ handelt.

Es konnte nichts festgestellt werden, das den fraglichen Lichtstreifen während des Entwicklungsverfahrens hervorgerufen hätte. Außerdem wurde nichts gefunden, das darauf hindeutete, dass das Negativ nicht mit einem regulären und anerkannten Verfahren entwickelt wurde. Bezüglich der Vergleichsdichten der Glanzlichter wurde nichts gefunden, das nicht in Harmonie wäre.

Stellungnahme Aufgrund der oben beschriebenen Prüfung und Untersuchung bin ich der festen Überzeugung, dass das zur Untersuchung vorgelegte Negativ nicht retouchiert wurde und dass es sich nicht um ein zusammen gefügtes oder doppelt belichtetes Negativ handelt.

Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, dass der Lichtstreifen, der in der Position eines Heiligenscheins über dem Kopf erscheint, von einem Licht verursacht wurde, das das Negativ traf.

Hochachtungsvoll George J. Lacy Bill war zufrieden. Welch weiterer Beweis könnte vorgebracht werden? Die Menschen würden es entweder glauben oder es nach ihrem Belieb en anzweifeln.

Wochenlang nach jedem Feldzug trafen in Bills Büro in Jeffer sonville Briefe von Leuten ein, die in seinen Versammlungen geheilt worden waren. Dieses Mal – nach Houston, Texas – erwähnten viele Leute, dass sie am Abend der Diskussion ein eigenartiges Licht um Bills Kopf herum gesehen hatten.

Ein typischer Brief kam von Herrn Becker, einem Handelsvertreter aus Cleveland (Texas), der an heftigen Magenkrämpfen litt. Obgleich er nicht an göttliche Heilung glaubte, hatte seine Frau ihn überredet, Branhams Erweckungsversammlungen zu besuchen. Sie gingen am Abend der Diskussion hin. Er schrieb: „Ich sah ein Licht um Reverend Branhams Kopf, als er nach der Diskussion auf der Bühne stand. Es war keine Lichtkugel, es war eher wie ein Lichthof über seinem Kopf.“ Als Bill den Altarruf gab, stand Herr Becker auf und übergab sein Leben Jesus Christus.

Er besuchte die letzte Abendversammlung und erhielt eine Gebetskarte, jedoch wurde seine Nummer nicht aufgerufen. Trotzdem hatte er keine Magenprobleme mehr, nachdem Bill den Houston-Feldzug mit einem Massengebet um Befreiung beendet hatte – was wiederum bewies, was Bill so oft sagte: „Ihr müsst nicht in die Gebetsreihe kommen, um geheilt zu werden. Ihr müsst nur Glauben haben.“

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