Generation

Louise Novodvorski

Geboren: 4. Juni 1944

Wohnort: Fort Nelson, Britisch Kolumbien, Kanada

Ihr Leben war auf einen falschen Weg geraten, aber nachdem sie William Branham getroffen hatte, wurde ihr eine neue Richtung geschenkt.

Das erste Mal, dass ich den Propheten je sah war, als ich mein Pferd zu dem Wohnwagen hinüberritt, wo Bud und Lila Southwick lebten. Ich ging dort hinüber, weil ich die Nacht zuvor von einem roten Buch geträumt hatte, und ich hatte eine Stimme gehört, die zu mir sagte: „Geh und sage dieser Frau, sie soll dir ein rotes Buch geben.“ Als ich zu Lila ging und es ihr erzählte, suchten wir überall nach einem roten Buch, aber wir konnten keines finden, und wir konnten den Traum nicht verstehen. Als ich wieder ging, stand dort ein Mann draußen, nur einer von den Jägern, dachte ich, und packte die Pferde und machte alles fertig, um für den Tag auszureiten. Ich sprach nicht mit ihm.

Nachdem alle Männer weggeritten waren, um zu jagen, ging ich noch einmal hinüber zu Lila und sie sagte mir: „Bruder Branham würde dich sehr gerne sehen. Er sagte mir, dass du hättest bleiben und mit ihm reden sollen. Er sagte: ‚Sie hätte mit mir reden sollen.‘, und dann weinte er und betete.“ Das war im September 1961.

Unser Stamm, der Mountain Indian Beaver Tribe, hat seit ungefähr 400 Jahren in der Gegend des Toad Flusses gelebt, in der Nähe von dem, was nun Mile 442 auf dem Alaska Highway ist. Vor fünf Generationen war ein Großvater mütterlicherseits ein indianischer Prophet gewesen und obwohl wir im katholischen Glauben erzogen wurden, erzählte uns Mutter immer Geschichten darüber, wie ihre Mutter und ihr Vater ihr gesagt hatten: „Dort wird ein Prophet unter euch kommen, der große Dinge tun wird.“ In der indianischen Kultur kennen wir auch das Händeauflegen für Heilung.

1962, ehe Bruder Branham zum Jagen zurückkam, wohnte mein Bruder Oscar bei Bud und Lila und sie erzählten ihm, dass es dort einen Mann gab, der für Menschen betete. Sie sagten: „Er ist ein Prophet Gottes.“

Oscar kam nach Hause und erzählte diese Dinge Mutter und Vater, und sagte, dass für Mutter gebetet werden sollte. Mutter sagte: „Das ist der Prophet, der kommen soll, ehe Jesus zur Erde zurückkehrt.“

Als Oscar Bruder Branham traf, lagerten Bud und die anderen Jäger am West Toad Fluss. Vater sprach mit Bruder Branham, und als er dann Oscar traf, sah er eine Vision und sagte: „Gott sagte ‚Diese sind mein Volk.‘“ Zu dieser Zeit hatte er noch nicht die Familie kennengelernt.

In meiner Familie waren wir 22 Kinder. Als Bruder Branham zu unserem Lager kam, war es Abend. Meine Schwester Rose und meine Brüder, Joe und Angus und ich hatten ein Feld, wo wir Heu schnitten mit einer Sichel, genannt Machete. Oscar war in der Hütte mit Bruder Branham und er sagte zu Oscar: „Hast du eine Schwester mit Namen Louise?“

Oscar sagte ihm: „Ja, sie ist auf dem Feld und schneidet Heu.“

Bruder Branham sagte: „Sage ihr, sie soll kommen, ich möchte sie sehen.“

Also sagte Oscar Angus, er solle gehen und mich rufen, aber wir konnten ihn nicht hören, denn wir waren mehr als eineinhalb Kilometer weit entfernt. Alles, was wir sahen war, dass sie mit den Händen winkten. Dann sagte Joe: „Louise, sie wollen, dass du hinkommst.“ Also ließ ich meine Sichel fallen und ging, um zu sehen, was los war.

Zuerst dachte ich, dass Oscar einen Jäger bei sich hatte. Ich kam zur Hütte und der Mann sagte zu mir: „Ich bin Bruder Branham. Ich bete für die Kranken, und ich bin gekommen, um für deine Mutter zu beten.“ Also gingen wir alle hinein, und er betete für sie. Dann schien es, als schlafe sie einfach ein und als sie nach einer kurzen Weile aufwachte, war sie wie ein neuer Mensch. All dies geschah, während Bruder Branham noch in unserer Hütte war.

Es gab dort einen Ofen, zu dem ging ich hin und stand für mich allein, daher wandte ich den anderen meinen Rücken zu und Bruder Branham sagte: „Wo Jesus nicht willkommen ist, bin ich es auch nicht.“

Da drehte ich mich um und sagte: „Ich glaube an Jesus.“

Dann schien er direkt über mich zu schauen, und ich denke, er sah eine Vision. Sehr leise, beinahe zu sich selbst, sagte er einen Namen, den ich nicht verstand, und dann sagte er einen anderen Namen. Dann kam er zu sich und hielt seinen Hut über sein Herz und ging nach draußen.

Ich ging mit ihm zurück bis an die Ecke des Lagers, als er sich anschickte, zu gehen. Er fragte mich, welche Pläne ich für die Zukunft hätte und ich sagte ihm, dass ich aufs College gehen wolle. Er sagte: „Tu das nicht. Deine Mutter und dein Vater sind alt, und wenn du Zuhause bleibst und dich um sie kümmerst, wird Gott dir einen guten Mann geben. Der Mann, den du im Moment zu heiraten beabsichtigst, vergiss ihn; er ist nicht für dich.“

Ich weiß wirklich nicht, warum ich 1963 hinging, um Lila zu besuchen, aber als ich Bruder Branham sah, lächelte er einfach und grüßte mich. Das Pferd, das ich ritt, wurde in der Nähe von fremden Pferden gewöhnlich unruhig, aber dieses Mal blieb sie ruhig. Ihr Name „Toda“ bedeutet Adler.

Ich ritt eine Weile neben ihm her und er sprach mit mir über viele Dinge.

Als wir nahe zum Lager meiner Familie kamen, drehte er sich zu mir und sagte: „Ich habe eine Tochter, Becky, sie ist im gleichen Alter wie du.“ Später schrieb sie mir.

Gott zeigte ihm alles über mich und ich sagte: „Ja, das ist wahr.“

Es war der glücklichste Tag in meinem Leben. Ich wurde eine neue Schöpfung und ich verlor meine alte sündige Gesinnung. Davor war ich draußen und tat Dinge und war von Grund auf schlecht, und ich war sehr dickköpfig, aber jener Tag hat mein Leben für immer verändert. Ich war nicht länger mehr ein Sünder.

Früher ging ich und suchte nach aufregenden Erlebnissen, aber danach war ich der stille Typ. Ich benahm mich anders und das hat meiner Mutter zu schaffen gemacht, aber mein Bruder Oscar sagte ihr: „Du wolltest doch, dass jemand mit ihr spricht. Nun, der Prophet sprach mit ihr und es hat sie ein für alle Mal in Ordnung gebracht.“ Natürlich war es der Heilige Geist, der die Arbeit in mir tat. Meine Brüder und Schwestern wunderten sich, was mit mir geschehen war, denn nun war ich sehr still. Ich schien so gesalbt. Die Ausgießung des Heiligen Geistes war so gewaltig, dass es schien, als sei ich einfach über den Wolken.

Später schickten sie uns einige Bücher von Spoken Word, einschließlich eines der roten Bände Conduct, Order, and Doctrine [Verhalten, Anweisung, und Lehre], das ich in meinem Traum gesehen hatte. Der katholische Priester sagte uns, es sei alles verkehrt, aber wir wussten bereits, dass der Prophet nicht lügt, daher haben wir die Schmach getragen. Viele Menschen haben sich lustig gemacht und meine Familie verspottet, aber Gott hat uns gesegnet.

„Generation – Erinnerungen an das Leben eines Propheten“ · © 2006 Believers International · Deutsche Ausgabe: Gemeinde Krefeld-Uerdingen, aus dem Amerikanischen von Rahel Skau · mit Erlaubnis; darf nur kostenlos weitergegeben werden

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