Generation

William Paul Branham

Geboren: 13. September 1935

Wohnort: Sellersburg, Indiana

Ältester Sohn, Reisebegleiter und bester Freund; es war seine Aufgabe den tatkräftigen und emotionalen Rückhalt zu bieten, den sein Vater während der wochenlangen Großversammlungen benötigte.

Meine Mutter war deutscher Abstammung; ihr Mädchenname war Brumbach. Ehe ich geboren wurde, wollte sie mich Henry nennen und mir den Spitznamen Heine geben. Vater, irischer Abstammung, wollte mich Michael nennen und so einigten sie sich auf Heine Michael. Aber Vater erzählte folgende Geschichte meiner Geburt: „Als ich ihn im Krankenhaus schreien hörte, sagte Er zu mir, dass seine Name William Paul sein soll, daher habe ich ihn William Paul genannt: William nach mir und Paul nach dem Apostel Paulus.“ Die meiste Zeit über nannte er mich Billy, aber ab und zu nannte er mich Heine. Vielleicht tat er das, wenn er an meine Mutter dachte oder ich etwas getan hatte, dass ihn an sie erinnerte.

Eines der außerordentlichsten Ereignisse in meinem Leben trug sich zu, als ich erst 11 Jahre alt war und es mir erlaubt wurde, den Engel des HERRN zu sehen, als er meinen Vater eines Abends in Vandalia, Illinois, besuchte. Es hat mein Leben verändert und von da an wusste ich, dass mein Platz an der Seite meines Vaters war, als eine Hilfe, ein Beschützer und ein Gefährte.

Wir fingen an gemeinsam zu reisen, als ich 14 Jahre alt war, und ich gab meine erste Gebetskarte 1949 in Phoenix aus. Ich erlebte meinen 16. Geburtstag während der großen Afrika-Konferenz und mit 17 verließ ich die Schule, um mit ihm nach Indien zu gehen. Von da an war ich stets an seiner Seite, wenn er reiste.

Ehe ich mich bekehrte, liebte ich das Karten- und Glücksspiel. Manchmal spielte ich die ganze Nacht hindurch Karten, und ich war gut genug, dass ich in einigen der wirklich großen Spiele mitspielen durfte. Eines Abends erfuhr ich, dass ein großes Poker Spiel in der Stadt stattfinden würde. Eine Gruppe von Spielern aus Chicago kam extra für dieses Spiel, und es ging um sehr viel Geld. Natürlich war dies alles äußerst illegal, und als ich nach hinten in den Billardraum durchging, wo sie spielen würden, stand dort eine Wache an der Tür, die nach der Polizei Ausschau halten sollte.

Normalerweise kannte jeder jeden, aber an diesem Abend war ein neuer Spielführer am Tisch und er sagte zu mir: „Dieses Poker Spiel ist eine geschlossene Gesellschaft.“

Ich sagte: „Ich spiel hier tagaus, tagein.“

Er sagte: „Nein, dies ist ein geschlossenes Spiel, du kannst nicht mitspielen.“

Der Mann, dem der Club gehörte, sagte: „Oh, der ist in Ordnung. Er spielt immer hier. Das ist der Sohn von Reverend Branham.“

Der Spielführer sagte: „Oh, du bist also der Sohn von Reverend Branham?“

Du liebe Zeit. Ich sagte: „Nein.“

Aber der Besitzer sagte: „Doch, ist er.“

Ich sagte: „Nein, Reverend Branham hätte keinen solchen Sohn wie mich.“ Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, ihn mit dem Chaos in Verbindung zu bringen, mit dem ich Umgang hatte. Zu der Zeit ging ich nicht viel zur Gemeinde, denn ich schämte mich meines Lebens. Stattdessen saß ich dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Gemeinde in Onkel Docs Haus. Eines Abends ging ich hinüber zur Gemeinde und setzte mich in die letzte Reihe. Vater kam heraus, um zu predigen und ich weiß nicht einmal, ob er mich sah, aber das machte keinen Unterschied. Er wählte seinen Text von der Rückkehr des verlorenen Sohnes. Da stand er und sprach über den Jungen, der von Gott weggegangen war und wie sein Vater aufschaute und ihn sah und sagte:

„Holt das gemästete Rind und das beste Gewand, mein Junge ist heute nach Hause zurückgekehrt.“

Liebe Zeit! Der HERR verhandelte mit mir, aber ich widerstand dem Geist mit meiner ganzen Kraft. Einige Ordner, die hinten standen, kamen herüber und begannen mich zu ermutigen, zum Altar zu gehen. Ich habe keine Szene gemacht, aber ich wollte ihre Aufmerksamkeit nicht, daher bin ich aufgestanden und gegangen.

Ich wohnte bei meiner Großmutter im Haus und ein paar Tage später rief Vater mich an und sagte: „Die Fische beißen; ich komme vorbei und hole dich ab.“ Als wir mit dem Angeln anfingen, waren wir ein gutes Stück weit auseinander, aber langsam kam er immer weiter ein wenig näher, und noch ein wenig näher. Schließlich war er neben mir und sagte: „Papa war froh dich am Sonntagabend in der Gemeinde zu sehen. Ich hoffe, du denkst nicht, dass ich über jenes Thema predigte, weil du da warst.“

Ich sagte: „Nein, ich weiß, dass du das nicht tun würdest.“

Er sagte: „Der HERR hat mir die Botschaft vor ein paar Wochen aufs Herz gelegt. Ich sah die Brüder aufstehen und mit dir verhandeln. Ich möchte, dass du weißt, dass ich sie in mein Büro gebeten habe, nachdem du gegangen warst und ihnen gesagt habe: ‚Ich schätze es sehr, dass ihr eine Last für Billy habt. Hört niemals auf für ihn zu beten, aber tut das nie wieder mit meinem Jungen. So tut Gott die Dinge nicht. Er arbeitet an beiden Enden zur gleichen Zeit.‘“

Nicht lange danach gab ich dem HERRN mein Herz.

Zurückblickend kann ich sehen, dass die Beziehung zwischen Vater und mir beides war, einzigartig und erstaunlich. Als ich von Gott weg war, sagte er mir: „Egal wie schlimm du denkst, dass es um dich steht, egal wie tief in die Sünde du gehst, ich werde immer dein Papa sein und ich werde immer dein Kamerad sein. Aber ich werde keine Kompromisse mit dir machen hinsichtlich des sündigen Lebens. Wenn du dort draußen bist und deine Kumpel dich aufgeben, denk daran, Papa wird immer für dich da sein.“ So war er. Ich kann nicht einmal damit beginnen den Respekt zu beschreiben, den ich für ihn hatte, sowohl als einem Prediger des Evangeliums und Prophet Gottes, aber auch als Vater und Mensch. Er war einfach herausragend.

Ich kannte ihn in- und auswendig, seine Gemütslagen, seine Bewegungen, seine Mienen und sein Schweigen. Aber eines gab es, das konnte ich nie sagen. Vor dem HERRN, ich konnte nie sagen, niemals, den Unterschied zwischen der Art und Weise, wie er seine Feinde behandelte und der, wie er seine Freunde behandelte. Er behandelte jedermann immer gleich, mit Respekt, Verständnis und Freundlichkeit.

Ich denke, das ist ein Grund weswegen all dieser Unsinn und die Auseinandersetzungen und Trennungen, die heute unter uns sind, mich einfach umbringen. Es tut mir leid, aber die Botschaft ist LIEBE, und genau das hatte er.

Die herausragenden und wunderbaren Dinge, deren Zeuge ich während der 14 Jahre war, die ich meinen Vater begleitete, würden Bücherreihen füllen, wenn sie je aufgeschrieben würden. Ich sah neue Augen erschaffen und hunderte von schielenden Augen gerade werden; Gliedmaße wurden gerade und Menschen, die jahrelang nicht gegangen waren, standen aus ihren Rollstühlen und von ihren Tragen auf.

Und es gab auch Zeiten, wo Gericht gesprochen wurde. Ich werde nie das Mal vergessen, als Vater in einem großen Freilicht-Stadion sprach und ein Mann während des Gottesdienstes aufsprang und herausschrie: „William Branham, in wessen Namen tust du dies?“

Und Vater antwortete: „In dessen Namen, von dem du sehr wenig weißt, dem Namen des Herrn Jesus Christus.“ Der Mann fiel tot um, genau da, wo er stand.

Natürlich war das nicht Vater; es war der Heilige Geist, der durch ihn wirkte.

Menschen fragen mich oft, welch ein Gefühl das war in der Gebetsreihe zu sein und Abend für Abend neben der Feuersäule zu stehen und all die Menschen augenblicklich geheilt werden zu sehen.

Ich wusste, wenn Vater für jemanden betete, dann war es damit erledigt. Es war nicht etwa, nun, vielleicht wird es ihnen besser gehen. Während du in jener Gegenwart warst und sich der Engel des HERRN herabbewegte, es ist mir egal, was du hattest, es war vorbei damit. Du konntest das Podium verlassen und in genau den gleichen Zustand zurückfallen, in dem du warst, aber in jener Gegenwart konnte nichts vor seinem Gebet standhalten. Er sagte: „Wenn ich für irgendjemanden bete, muß er gesund werden. Ich sage das nicht als Bruder Branham, aber weil Er sagte: ‚Wenn du erreichst, dass die Menschen dir glauben, wird nichts deinem Gebet standhalten.‘, daher bin ich es nicht, es ist mein Glaube in das, was Er sagte. Wenn ich für dich bete, musst du gesund werden.“ Das war alles, was es brauchte.

Vater sagte zu mir: „Deine Aufgabe ist es, mit den Menschen zu reden und zu versuchen diejenigen zu finden, die viel Glauben haben.“ Ich fragte ihn, wie ich das erkennen werde und er sagte: „Du wirst es erkennen.“

Wisst ihr, wer diejenigen waren, bei denen es am wahrscheinlichsten war, dass sie Glauben hatten? Katholiken. Sie schienen mehr Glauben zu haben, als alle anderen. Ich weiß nicht, wie ich es erkennen konnte, aber ich sprach einfach mit jemandem und wusste, ob sie aufrichtig waren oder nicht, oder wie verzweifelt sie eine Gebetskarte haben wollten. Ich gab nie jemandem eine Gebetskarte, wenn sie sagten: „Ach ja, gut, gib mir eine.“, wenn ich sie fragte, ob sie eine benötigten. Ich schaute immer nach den schlimmsten Fällen aus.

Manchmal sagte Vater zu mir etwas wie: „Wenn du heute Abend in der Gemeinde ankommst, dann pass auf, denn es wird eine junge Dame von ungefähr 30 dort sein“, und er beschrieb dann wie sie angezogen sein würde und wie sie aussah. Er sagte: „Sie wird dich um eine Gebetskarte bitten, und du stell sicher, dass sie eine bekommt, denn sie wird dir sagen, dass sie ein Magenleiden hat, aber das ist es nicht. Sie weiß es nicht, aber sie hat Krebs und wenn ich nicht für sie bete, wird sie sterben.“ Ich habe mich gewundert, warum Gott sie nicht einfach gleich da heilte.

Als ich an dem Abend ging, um Gebetskarten auszuteilen, hatte ich die Person in meinen Gedanken und da war sie dann auch und bat um eine Gebetskarte. Ich gab ihr eine und als die Zeit der Gebetsreihe kam, wurde ihre Nummer aufgerufen. Du kannst das nicht erklären. Das ist einfach unmöglich.

Während der Gebetsreihe blieb ich nahe bei Vater auf dem Podium, damit ich ihn sorgfältig beobachten konnte. Ich konnte gewöhnlich anhand des Ausdrucks auf seinem Gesicht sagen, wann Vater müde wurde oder dadurch, wie er dann sprach. Wenn ich ihn mit seiner Hand über sein Gesicht fahren sah, wusste ich, dass er den Punkt erreichte, wo er nicht mehr länger wusste, ob er auf dem Podium war oder in einer Vision. Dann ging ich hin und stellte mich hinter ihn und berührte ihn an der Seite. Wenn er meine Hand mit seinem Arm drückte, bedeutete das: „Ich bin noch in Ordnung; ich weiß, wo ich bin.“ Wenn er nicht reagierte, hielt ich die Gebetsreihe an, auch dann, wenn er noch sprach. Es gab Zeiten, wo ich dabei helfen musste, ihn hochzuheben und vom Podium zu tragen und andere, wo er den ganzen Weg zum Auto so heftig predigte, wie er nur konnte.

Einmal im Auto angelangt, rutschte er in den Sitz und zog sich den Hut ins Gesicht. Gewöhnlich war er durch und durch naß. Manchmal fing er an zu weinen und sagte: „Bring mich nach Hause.“, oder „Bring mich zum Flughafen, ich möchte nach Hause. Ich möchte Mutter sehen und die Kinder.“ Ich fuhr ihn dann ungefähr 20 Minuten lang in der Gegend herum, und er weinte dabei und wollte nach Hause, dann setzte er sich abrupt auf und fragte: „Ist der Gottesdienst vorbei? Wie ist es gegangen?“ Ich erzählte es ihm und danach ging es ihm besser. Aber es war dieser Zwischenzustand, der wirklich schwer für ihn war.

Ich muß zugeben, dass ich ihn manchmal zu früh wegbrachte, und wenn wir dann am Auto anlangten, sagte er: „Paul, du hast mich zu früh weggebracht. Ich hätte noch für ein paar mehr beten können.“ Andere Male ließ ich ihn zu lange und dann sagte er: „Paul, du hast mich zu lange gelassen. Ich werde morgen keine Gebetsreihe halten können.“ Es gab einen sehr schmalen Grat dazwischen, den ich aufrichtig zu finden suchte.

Ich vergab Vaters Termine für ein persönliches Gespräch meist Wochen, manchmal Monate im Voraus. Es gab immer eine Warteliste von 500 bis 600 Leuten. Wenn jemand eine physische Not hatte, dann setzte ich ein 5-minütiges Gespräch an. Wenn ein Ehepaar Probleme hatte, nahm er sich meist 15 Minuten Zeit.

Eines Tages waren wir am Tabernakel und Vater hatte eben sein letztes Gespräch für den Tag beendet. Er fragte: „War das alles?“

Ich hatte eine wirklich schwere Zeit, denn Loyce und ich hatten uns über etwas gestritten und so sagte ich: „Nein, eines noch.“

Er sagte: „Ich bin so müde, Paul. Ich dachte, das wäre das letzte gewesen. Kannst du es auf morgen verschieben?“

Ich sagte: „Es kann nicht bis morgen warten.“

Er fragte: „Was ist es denn?“

Ich sagte: „Nun, es geht um mich.“

Er hielt direkt inne. Ich erzählte ihm, worum es ging und er sagte: „Lass den Heiligen Geist, der in dir wohnt, jene Liebe ausstrahlen und du wirst diese Probleme nicht mehr haben.“ Dann nahm er seinen Hut auf und ging.

Er gab dir nicht immer eine schnelle Antwort, und es war vielleicht auch nicht die Antwort, die du erwartet hattest. Aber wenn du ein persönliches Gespräch mit William Branham gehabt hattest, würdest du zwei Dinge tun, wenn du aufrichtig warst: dein Herz prüfen und auf die Knie gehen.

Vater stand seinem Bruder Howard Duffy sehr nahe. Sie reisten zusammen bis Onkel Howard wegen seines Herzens damit aufhören musste.

1957 war Vater in Idaho am Fluß River of No Return jagen, als Howard sehr krank wurde und die Ärzte sagten, dass sie nicht glaubten, dass er noch lange zu leben habe. Daher mietete ich ein kleines Flugzeug, flog zu dem Gebiet, wo Vater sein sollte und ließ kleine Fallschirme fallen, an denen ich Nachrichten befestigt hatte, die ihm sagten, dass er sofort Zuhause gebraucht würde. Ungefähr zwei Jahre zuvor hatte Vater in einer Vision gesehen, dass Howard sterben würde. Er sagte: „Der Engel kam und nahm einen Stift und malte ein Grab und sagte: ‚Das ist Howard. Er ist der Nächste der Familie, der gehen wird. Er wird begraben werden zwischen Humpy [sein Bruder Edward] und deinem Vater.‘“ Er ging und sagte Howard, dass er der Nächste sein würde, der gehen würde und dass er die Dinge mit dem HERRN in Ordnung bringen müsse.

All unsere Bemühungen Vater zu erreichen, waren erfolglos und Onkel Howard starb am 7. November. Am Tag bevor er starb, besuchte Bruder Neville ihn im Krankenhaus und führte ihn zum HERRN. Vater kam am nächsten Tag nach Hause. Als ich ihn vom Flughafen abholte, sagte ich ihm, dass ich mein Bestes versucht hatte, ihn zu erreichen. Er sagte: „Howard hatte so viel Glauben in mich, dass ich weg sein musste, damit sich die Vision erfüllen konnte.“

Wir fuhren zum Bestattungsinstitut und gingen zum Sarg hinüber. Vater fragte Howards Frau, wo sie ihn beerdigen würde und sie sagte: „Ich werde ihn in New Albany auf dem Militärfriedhof beisetzen lassen.“ Er war Matrose gewesen.

Vater sagte: „Oh, Howard würde das gewollt haben. Er war stolz darauf, ein Matrose gewesen zu sein.“ Der HERR hatte ihm bereits gezeigt, dass er auf dem Eastern Cemetery in Jeffersonville beerdigt werden würde. Wenn ich es gewesen wäre, hätte ich angefangen zu diskutieren und hätte gesagt: „Nein, es muß so und so geschehen, um die Vision zu erfüllen.“ Aber für Vater gab es nichts, worüber man einen Streit anfangen brauchte. Er kannte bereits den Ausgang der Dinge, daher hielt er einfach stille.

Ungefähr eine Stunde, ehe das Bestattungsinstitut an jenem Abend schließen sollte, rief Herr Coots, der Bestatter, an und sagte, dass er mit uns reden müsse. Er sagte: „Wir haben eben Bescheid aus New Albany erhalten, dass sie Howard dort morgen nicht bestatten können. In seinen Militärunterlagen steht, dass er ein medizinisches Entlassungszeugnis hatte und das Dokument müssen wir aus Washington D.C. bekommen und heute Abend sind sie geschlossen. Sie sind auch morgen geschlossen, Samstag und Sonntag. Montag ist Feiertag, Veterans Day. Der einzige Ort, wo er morgen beerdigt werden kann, ist auf dem Eastern in dem Grab zwischen seinem Vater und seinem Bruder.“ Es war genauso, wie der Engel es Vater gesagt hatte.

Onkel Howard hat einmal zu Vater und mir gesagt: „Wenn ich gegangen sein werde und du und Billy, ihr seid unterwegs, dann haltet an und esst ein T-Bone-Steak und denkt an Duffy.“ Nachdem er verstorben war und wir manchmal wochenlang unterwegs gewesen waren und uns müde fühlten und Heimweh hatten, dann gingen wir in ein Restaurant und Vater sagte: „Heute Abend werde ich bestellen.“ Ich wusste dann genau, was wir essen würden.

In Tucson hatte ich einen Raum hinten an meinem Haus, das ich als Büro benutzte. Wir erhielten gewöhnlich hunderte von Briefen in einer Woche und ich las sie alle und beantwortete einen großen Teil davon selbst. Aber wenn es sich um eine Frage handelte, ließ Vater mich nicht antworten. Er beantwortete jene alle selbst.

Einmal waren Vater und ich im Büro und gingen die Post durch und mein Sohn Paul – ein kleiner Kerl, ungefähr zwei Jahre alt – kam ständig herein und griff nach dem Bein seines Opas und wollte, dass er mit ihm spielt. Paul war sein Stolz und seine Freude und Vater verbrachte einige „Spielzeit“ mit ihm bei jeder Gelegenheit, die sich bot. Dieses Mal sagte er ihm: „Sobald dein Vater und ich mit der Post fertig sind, kommt Opa nach draußen und spielt im Garten mit dir.“

Wir arbeiteten ein wenig weiter und Paul kam wieder herein und wieder sagte Vater ihm, dass wir zu tun hatten, dass sie aber später miteinander spielen könnten.

Beim dritten Mal, als er unsere Arbeit unterbrach, haute ich ihm mit der flachen Hand auf seine Windel, und er rutschte ein wenig über den Boden. Es war sehr untypisch für Vater, dass er sich einmischte, wenn Paul zurechtgewiesen wurde, aber dieses Mal ging er hin und nahm ihn hoch und begann ihn zu trösten. Er sagte: „Opa hat dir gesagt, dass er mit dir spielt, wenn er fertig ist, aber im Moment kann ich noch nicht.“

Paul schluckte und sagte: „O. K.“, und ging ins Zimmer nebenan.

Dann drehte sich Vater zu mir und sagte: „Mach die Schreibmaschine aus.“ Das tat ich. Er sagte: „Paul, ich weiß, dass du deine Kinder zurechtweisen musst, aber das hast du verkehrt gemacht.“ Ich sagte: „Nein, habe ich nicht. Ich habe ihn mehrfach ermahnt, und er war einfach ungezogen.“ Er schüttelte seinen Kopf und sagte: „Ein Kind hat einen besonderen Engel, der bei ihm ist, und das hat hat auch eine Person, die psychisch krank oder verkrüppelt ist und sich nicht selbst helfen kann. Dieser Engel ist zu jeder Zeit mit ihnen und beschützt sie. Als du Paul schlugst, tatest du es im Ärger. Erstens ist das die falsche Weise ein Kind zu korrigieren. Zweitens hast du nicht nur das Kind geschlagen, du hast seinen Engel geschlagen. Tu das nie wieder. Du musst sie korrigieren, aber tu es in Liebe und nicht auf solche Art. Andernfalls betrübst du seinen Engel.“

Er sagte auch, dass jeder Einzelne von uns einen Engel bei sich hat und sie nie unsere Seite verlassen. Aber bei einem Kind oder einer geistig behinderten Person hat ihr Engel eine vollständigere Kontrolle über ihr Leben.

Ich behielt das im Gedächtnis, und achtete von der Zeit an auf mich, wenn es notwendig war, zurechtzuweisen.

Immer an erster Stelle in Vaters Leben kam der HERR, dann die Menschen, dann seine Familie und dann er. So war es in jeder Situation. Ich glaube es gab Zeiten, da fiel es ihm schwer den Ehemann, Vater, Großvater und so weiter von dem Amt zu trennen, das er innehatte und von seiner Verantwortung seinem Amt gegenüber. So wie bei der Gelegenheit, die ich das „Haarteil Ereignis“ nenne, das in Kalifornien geschah.

Es war am 8. Februar 1964 und wir waren in Bakersfield. Vater, Bruder Roy Borders und ich machten uns fertig, um essen zu gehen, und ich ging und klopfte an Vaters Tür, um nachzusehen, ob er fertig war zum Gehen. Als er die Tür öffnete, trug er ein Haarteil. Ich sagte mehr aus Spaß:

„Was hast du da auf?“

Er sagte: „Es ist ein Haarteil.“

Ich sagte: „Das trägst du doch nicht im Gottesdienst.“

Er sagte: „Doch, das tue ich.“

Ich sagte: „Nein, das tust du nicht, denn wenn doch, dann gehe ich nicht hin.“

Er sagte: „Doch, tue ich.“

Ich sagte: „Wenn du das tust, gehe ich hin und kaufe mir eine Beetles-Perücke und trag sie.“

Ich habe mir wirklich nichts dabei gedacht; ich dachte, wir würden hin- und herwitzeln, aber er sah mich einfach an und sagte: „Geh und iss mit Bruder Borders. Papa hat keinen Hunger.“

Da wusste ich, dass ich ihn verletzt hatte. Ich sagte: „Nein, komm schon, Papa. Lass uns essen gehen.“

Aber er sagte: „Nein, geht ihr beide nur essen.“

Also sind Bruder Borders und ich gegangen, aber mir fiel es schwer meine Mahlzeit zu essen. Als wir fertig waren, ging ich hin, um Vater zu sprechen.

Ich sagte ihm: „Papa, ich bin gekommen, um mich zu entschuldigen, für das was ich über das Haarteil gesagt habe. Es ist nur, dass du so anders aussiehst, und es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe.“

Er sagte: „Setz dich hin, Billy.“ Ich wusste, ich war in Schwierigkeiten. Er sagte: „Denkst du, das könnte Papa verletzen?“

Ich sagte: „Ja, ich habe dich verletzt.“

Er sagte: „Nein, du hast mich nicht verletzt, aber du weißt nicht, was dies bedeutet.“, und er zeigte auf sein Haarteil. Dann erinnerte er mich an einen Diakon, der im Tabernakel gewesen war. Er kam eines Tages nach dem Gottesdienst zu Vater und sagte: „Ich schäme mich für dich, Bruder Branham.“

Vater fragte: „Wie meinst du das?“

Er sagte: „Dafür, dass du eine Brille trägst.“

Vater sagte: „Ich muß sie tragen, um meine Bibel lesen zu können.“

Der Bruder sagte: „Du predigst göttliche Heilung und trägst eine Brille? Ich schäme mich für dich.“ Dann sagte Vater zu mir: „Erinnerst du dich, wie ich versuchte, ihn auf Abstand zu halten und du versucht hast ihn dahin zu bekommen, mich in Ruhe zu lassen? Aber der Bruder machte immer weiter und wenige Tage später haben wir ihn beerdigt. Er hatte zuviel gesagt. So verhält es sich auch hier. Du könntest Papa nicht verletzten, siehst du, aber du weißt nicht, was dieses Haarteil bedeutet. Wenn ich nicht von dir weggeblieben wäre, hättest du zuviel gesagt.“

Es ist wichtig, dass wir daran denken, wie schnell und gedankenlos wir den Heiligen Geist betrüben können.

Als Vater ging, sagte Mutter zu mir: „Auf eine Weise warst du ihm näher, als ich es war. Es gab kaum einen Tag in deinem Leben, an dem du nicht mit ihm gewesen bist, entweder in den Gottesdiensten oder beim Jagen oder bei der gemeinsamen Arbeit im Büro.“

Das war mein Leben. Ich liebe meine Frau und meine Kinder, aber der Dienst kam immer an erster Stelle. Mein Leben war, dem HERRN dienen, und das tat ich, indem ich meinem Vater diente.

Für mich war William Branham so sehr wie Jesus, dass du Jesus durch ihn sehen konntest. Das ist das, was die Welt nicht sehen kann und was wir, die wir dieser Botschaft folgen, sehen können.

Es gibt eine Gruppe, die ist zu weit in diese Richtung gegangen, und es gibt eine andere Gruppe, die ist nicht weit genug gegangen, aber in der Mitte war es Hebräer 13:8.

„Generation – Erinnerungen an das Leben eines Propheten“ · © 2006 Believers International · Deutsche Ausgabe: Gemeinde Krefeld-Uerdingen, aus dem Amerikanischen von Rahel Skau · mit Erlaubnis; darf nur kostenlos weitergegeben werden

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