Geboren: 28. September 1914
Wohnort: St. Paris, Ohio
Der Herausgeber von Die Darlegung der sieben Gemeindezeitalter, und Manager der Großversammlungen in den späten 50er Jahren.
Ich sah Bruder Branham zum ersten Mal 1949 in Burnaby, Britisch Kolumbien. Da war eine kleine Notiz in der Lokalzeitung, dass Reverend William Branham in Cranbrook predigte und gewaltigen Erfolg mit seinen Versammlungen hatte. Er „diagnostizierte“ (was wir heute „Unterscheidung“ nennen), aber zu der Zeit war ich nicht mit jenem Wort vertraut oder mit irgendetwas anderem in der Richtung. Meine Frau war sofort begeistert und sagte: „Wir sollten hingehen.“
Ich sagte ihr: „Nun, du kannst gehen, aber ich werde nicht gehen.“
Sie sagte: „Dieser Mann sagt den Menschen, was mit ihnen verkehrt ist.“
Ich sagte: „Ich habe Leute gesehen – ob durch Gedankenübertragung oder sonst was – die die Namen der Menschen kannten, wussten, was in ihren Gedanken war und ihre Fragen beantwortet haben.“ Ich nannte ihn nicht als vom Teufel, aber ich sagte: „Es gibt Geister, die bestimmte Dinge tun können.“ Ich sagte ihr: „Geh ruhig hin. Ich gehe nicht.“
Also fuhr sie mit einer Freundin hin und sie kam mit glühenden Berichten zurück und sagte: „Du musst einfach hin.“ Ich sagte: „Nein, ich muss nicht hin.“
Am Ende bin ich dann doch hingegangen, weil ein Prediger, ein Freund von mir, vorbeikam und sagte: „Lee, ich glaube, ich nehme dich mit, um Bruder Branham zu sehen.“ Nun, wenn es jemand anderes gewesen wäre, hätte ich gesagt: „Rutsch mir den Buckel runter.“ Aber ich konnte nicht widerstehen, mit ihm hinzugehen, weil er ein solch wirklich guter Freund war.
Wir hatten Plätze oben auf der Empore und als Bruder Branham zum Podium kam, sagte er: „Nun, dies ist der letzte Abend der Versammlungen und es sind immer noch viele Gebetskarten übrig, die herausgegeben wurden. Ich möchte euch einen Vorschlag machen, und nur die ihr eine Gebetskarte habt, könnt darüber abstimmen. Möchtet ihr lieber 25 garantierte Wunder der schlimmsten Fälle sehen, die heute Abend hier sind oder möchtet ihr, dass alle durch die Gebetsreihe gehen können wo 60% geheilt werden? Ich möchte die Hände derer sehen, die eine Gebetskarte haben. Wie viele Wunder wollt ihr sehen?“
Nun, etwas in mir schrie einfach auf, denn wer in aller Welt hatte je von 25 garantierten Wundern gehört? Noch nicht einmal Jesus hatte gesagt: „Ich garantiere 25 Wunder.“ Er sagte, er konnte eines auf einmal garantieren, als er zum Beispiel den lahmen Mann in Matthäus 9,5 heilte.
Sie stimmten für die 60%, wo alle durch die Gebetsreihe gehen würden, und die Gebetsreihe begann. Das Erstaunlichste war, dass es 200 oder 300 Leute waren und nicht einer von ihnen verpasste die Heilung. Jede stumme Person sprach, jede taube Person hörte, jede blinde Person konnte danach sehen. Sogar einer, dessen Körper so verdreht war wie gekochte Spaghetti, wurde geheilt und sofort wiederhergestellt. Es waren also nicht 25 garantierte Wunder, es waren eher Hunderte.
Zu der Zeit predigte ich nicht und hatte auch nicht die Absicht wieder mit Predigen anzufangen. Aber als er anfing zu beten und ich die Wunder sah, konnte ich nicht umhin zu weinen. Und in meiner Seele – keine Stimme – sondern gleich einem Edelstahl-Füller schrieb es unauslöschlich in meine Seele: „Wenn du jemals auf einen Mann hören wirst, das ist der Mann, auf den du hören wirst.“
So habe ich dieses Erlebnis in meinen Gedanken gespeichert und dort ruhen lassen. Wie gesagt, ich hatte zuvor gepredigt, aber die Wirtschaftslage war so schwierig und ich hatte eine Zeitlang aufgehört, um Geld zu verdienen. Doch dabei war ich sehr, sehr krank geworden. Mein Leben war schrecklich elend. Der Arzt hatte mir gesagt, dass ich, wie er es nannte, Tuberkulose in der Hirnanhangdrüse hatte, aber ich hatte niemandem davon erzählt. Dann rief eines Tages ein Prediger der Einheitsleute an, den ich von früher kannte und fragte, ob er vorbeikommen und für mich beten könne.
Nachdem Bruder Branham aufgetreten war, schien es, als ob jeder sich im „Unterscheiden“ betätigte, so dass der Mann, als er mir die Hände auflegte, sagte: „Du hast Tuberkulose in der Hirnanhangdrüse.“ Ich sagte: „Das stimmt.“ Er betete und ich war sofort geheilt.
Ich wusste, dass ich meine Bibel nicht länger auf dem Bücherbrett stehen lassen konnte und daher ging ich wieder hinaus und predigte. Wir waren meist unterwegs, aber ab und zu ließen wir uns für eine Weile nieder. Hier erfährt die Geschichte eine Wendung. Eine kleine unabhängige Gruppe in Florida hörte von mir und lud mich ein, zu kommen und ihr Pastor zu sein. Ich sagte: „Ich werde darüber beten.“ Und genau acht Wochen später waren wir in Florida.
Ich war ein unabhängiger Pfingstler und hatte über einen Zeitraum von fünf Jahren als Baptist gepredigt, obwohl ich keinerlei Papiere irgendeiner Konfession besaß. Wir hatten offene Gaben – Weissagung, Zungen und alles andere –, die in unserer Gemeinde wirkten. Damals habe ich viel „Unterscheidung“ angewendet und für die Kranken gebetet. Ich hatte auch die Gabe der Weissagung.
Eines Sonntagmorgens stand ich hinter dem Pult und plötzlich sagte ich: „Siehe, Ich sende meinen Propheten von Norden her und er wird die Menschen die Dinge lehren, die sie wissen müssen.“
Ich teilte den Leuten mit: „Nun, ich weiß von keinem Propheten im Norden ...“ (zu der Zeit dachte ich, dass „Norden“ ganz weit Norden bedeutete, nicht „Norden“ wie zum Beispiel Georgia nördlich von Florida liegt!). Es kam mir nicht in den Sinn, dass es Bruder Branham war. Aber ich sagte:
„Wenn diese Weissagung stimmt, dann wird ein Prophet hierherkommen und uns lehren, aber im Moment weiß ich nicht, wer das sein könnte.“ Diese Weissagung war im Juni 1953.
In unserer Gemeinde gab es einen Mann namens Burt Reedhead, ein ehemaliger Presbyterianer, der die Gaben und die Unterscheidung und all das liebte. Eines Tages sagte er: „Ich habe mit meinem Bruder gesprochen, Doktor Paris Reedhead, er kommt und besucht die Familie und mich. Er möchte sich mit dir unterhalten. Würdest du mit ihm zu Abend essen?“
Ich sagte: „Sicher, ich werde mich gern mit ihm unterhalten.“
So sprachen wir einige Stunden über die Dinge Gottes, Gaben und vieles mehr. Dann sagte er: „Übrigens, kennst du einen Reverend William Branham?“
Ich sagte: „Ich habe ihn gesehen, aber ich habe ihn nie getroffen. Soweit ich weiß, hat es nie, niemals einen Mann gegeben, der einen solchen Dienst hatte, wie er einen hat.“
Er sagte: „Würdest du ihn kennenlernen wollen? Mein bester Freund ist ein Freund von ihm. Du brauchst nur nach Louisville, Kentucky, zu der Gemeinde Church of the Open Door zu fahren. Dort wirst du Doktor Wallace Cobble treffen. Sage ihm, dass du ein Freund von mir bist und dass du ein Gespräch mit Bruder Branham wünscht. Er wird dafür sorgen, dass du ihn triffst.“
Ich habe es bis August aufgeschoben, ohne zu wissen, dass August die Jagdsaison für Eichhörnchen ist, eine Zeit, in der Bruder Branham eher in Indiana war, und fuhr dann nach Louisville. Ich besuchte Doktor Cobble und nannte ihm den Grund für mein Kommen. Er sagte:
„Kein Problem, Bruder Vayle, ich bring dich gleich rüber.“
Es war Sonntagmorgen und Bruder Branham stand draußen vor der Gemeinde. Sobald Bruder Cobble vorfuhr, kam Bruder Branham herüber und begrüßte ihn. Bruder Cobble sagte: „Bruder Branham, ich habe einen Freund von Doktor Paris Reedhead mitgebracht, er würde gern ein Gespräch mit dir haben. Er heißt Reverend Lee Vayle.“
Bruder Branham sagte: „Gern.“ Dann, sich an mich wendend, sagte er: „Bruder Vayle, ungefähr um 5:30 Uhr morgens, gehe ich auf Eichhörnchenjagd, aber gegen elf bin ich wieder Zuhause. Ich treffe dich morgen um zwölf an der Seitentür hier an der Gemeinde.“
Am nächsten Tag, als ich bei der Gemeinde ankam, stand er schon dort an der Tür. Er sah sehr, sehr stattlich aus in einem schicken grauen Anzug. Ich hatte nur meine Reisekleidung an. Er sagte: „Komm herein, Bruder Vayle. Ich habe dich kommen sehen. Dort ist eine Feuerflamme über deinem Haupt und sie heißt Geist der Weissagung.“
Das hat mich aus der Fassung gebracht. Warum sagte er, dass er mich hatte kommen sehen, wenn er wusste, dass ich kommen würde? Ich konnte es mir nicht zusammenreimen, bis ich erkannte, dass ich den ganzen Weg von West Palm Beach hergekommen war. Von dort hat Bruder Branham mich kommen sehen.
Wir kamen ins Gespräch und hatten eine sehr wunderbare Zeit, besonders weil wir lehrmäßig in so vielen Punkten völlig übereinstimmten – ewige Sicherheit, Vorherbestimmung, das Zweite Kommen Jesu Christi, göttliche Heilung und all diese Dinge. Schließlich entschloss ich mich, ihn der Feuerprobe zu unterziehen. Ich amüsierte mich so sehr, dass ich innerlich lachte. Ich dachte: „Hier bin ich mit dieser großen, gewaltigen Person zusammen und es gibt niemanden in der Welt wie ihn und ich will ihm die Feuerprobe geben!“
Ich sagte: „Darüber hinaus, Bruder Branham, glaube ich nicht an eine ewige Hölle.“
Und er sagte: „Gewiss nicht, Bruder Vayle. Die Hölle wurde erschaffen.“
Ich dachte: „Dies ist mein Mann, ob er es weiß oder nicht.“ Wir beteten und dann sagte er: „Weißt du, Bruder Vayle, ich werde kommen und eine Versammlung für dich halten.“
Ich dachte: „Nun, ich weiß, dass er kommen möchte, aber ein Mann seines Kalibers und Rufes, den jeder herbeiwünscht; sicherlich möchte er kommen, aber ich erwarte es nicht wirklich von ihm. Jeder große Mann ist sehr demütig, sehr nett zu Menschen.“ Daher habe ich es einfach aus meinen Gedanken gestrichen.
Im November erhielt ich einen Anruf. Die Stimme am Telefon sagte: „Reverend Vayle?“
Ich sagte: „Ja.“
Er sagte: „Hier ist Doktor Bosworth.“
Ich sagte: „Meinen Sie Doktor Fred Francis Bosworth, der Christus unser Heiler geschrieben hat?“ Er sagte: „Ja, genau.“ Ich fing an mich mit ihm über sein Buch zu unterhalten, und er sagte: „Nun, lass gut sein, Bruder Vayle, ich habe nicht angerufen, um über mich zu reden. Ich rief an, weil Bruder Branham wissen möchte, wann er kommen soll.“
Ich sagte: „Was hast du gesagt?“
Er sagte: „Bruder Branham möchte wissen, wann er zu dir kommen soll.“
Ich sagte: „Hat er es wirklich ernst damit gemeint, zu kommen?“
Er sagte: „Ja, und genau genommen hältst du ihn auf, denn es liegen 2500 Einladungen vor und er hat dir den ersten Platz eingeräumt.“
Ich sagte: „Bruder Bosworth, gib mir nur deine Telefonnummer und leg auf. Ich werde ein Gebäude organisieren und wir werden Versammlungen haben.“ Und welch einen gewaltigen Gottesdienst hatten wir da in West Palm Beach! Das war im November 1953.
Und so fing die Verbindung an. So lernte ich Bruder Branham kennen und später arbeitete ich mit ihm zusammen.
Ich sah so viele Dinge im Bereich der göttlichen Heilung geschehen. Zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich zu sehen, wie Menschen, die an Krebs dahinsiechten, einfach von ihren Tragbahren aufstanden und völlig geheilt waren. Da war ein kleines Mädchen, das schwachsinnig war und er legte einfach nur seine Hände auf sie und sogleich war ihr Verstand vollständig hergestellt.
Es geschahen auch andere übernatürliche Dinge. Ich erinnere mich, wie ich einmal auf dem Podium saß und Billy Paul zu mir kam und sagte: „Bruder Vayle, Papa mag diese Mikrofonkabel nicht, denn er hat Angst, dass er sich darin verfängt. Könntest du hinter ihm sitzen und es sorgfältig von ihm fernhalten, damit keine Gefahr besteht, dass er sich darin verwickelt.“
Ich sagte: „Natürlich, das kann ich machen.“ So saß ich also einen Meter von ihm entfernt und hielt das Kabel.
Während Bruder Branham predigte, zog Vater Bosworth, der neben mir saß, an meiner Anzugjacke und sagte: „Bruder Vayle, ich habe 40 Jahre lang dafür gebetet, dass der Dienst Christi auf die Erde zurückkehre und hier ist er, in diesem Mann.“
Nun, ein paar Minuten später geriet Bruder Branham in Begeisterung und nahm einen Stuhl hoch und wirbelte ihn dreimal herum. Sofort hatte er drei Ringe von dem Kabel um seinen Körper herum; er setzte den Stuhl wieder hin und predigte weiter.
Da saß ich nun mit dem Kabel in der Hand und dachte: „Wie in aller Welt bekomme ich ihn aus dem Wirrwarr heraus?“ Ich gab dem Kabel also einen leichten Ruck und es fiel sofort herunter, um sein Fußgelenk herum. Es war wie eine Fessel. Eine falsche Bewegung und er würde mit Getöse zu Boden gehen. Das Einzige, was ich tun konnte, war beten und achtgeben, und ich gab acht wie ein Falke, ohne zu blinzeln!
Plötzlich lag das Kabel neben seinem Fuß. Ob es verdunstet ist oder sich aufgelöst hat, weiß ich nicht. Für mich war das ein so großes Wunder wie die Erschaffung der Eichhörnchen oder sonst etwas anderes. Ich habe niemals in meinem Leben etwas wie dieses gesehen.
Etwas anderes war sehr, sehr übernatürlich und es ist direkt auf Tonband. Die Versammlungen 1958 in Waterloo, Iowa, waren sehr schwierige Versammlungen. Einen Abend saß ich auf dem Podium, während Bruder Branham sprach und er sagte: „Ich sage dies als Diener Gottes, gesandt durch die Botschaft eines Engels, der es gesalbt und den Menschen bestätigt hat, dass Jesus hier ist und die Botschaft wahr ist ...“ und unmittelbar darauf hörte es sich für mich so an, als ob jemand mit beiden Händen wahllos auf die Tasten einer Pfeifenorgel gehauen hätte.
Schnell sprang ich auf und winkte dem Mädchen, damit sie aufhörte die Orgel zu spielen. Aber es gab nicht einmal eine Orgel, nur ein Klavier, und das Mädchen, welches das Klavier spielte, hatte das Podium schon verlassen. Es war das Brausen des Heiligen Geistes, der sich über die Zuhörerschaft bewegte und man konnte seine Anzugsäume in dem Wind flattern sehen, der tatsächlich erzeugt wurde. Auf dem Tonband hört es sich mehr nach einem Güterzug an. Aber für mich, der ich direkt dort saß, hörte es sich wie krachende Akkorde einer Pfeifenorgel an.
An eine Begebenheit erinnere ich mich, da unterzog Gott Bruder Branham einer wirklichen Prüfung. An dem Abend kam ein junges Paar in die Versammlung und begann sich zu umarmen, sich zu küssen und sich lächerlich zu benehmen. Bruder Branham wurde aschfahl im Gesicht und er schwankte vor und zurück während er hinter der Kanzel stand.
Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so ernsthaft gebetet, wie ich es da tat. Ich empfand, dass ein Ultimatum bevorstand. Ich sagte: „Oh Gott, wenn sie getötet werden, ist sein Dienst vorbei, alles ist vorbei.“ Es würde herzergreifend sein, es würde aufsehenerregend sein, aber es würde nicht verstanden werden. Keineswegs würde es je verstanden werden.
Plötzlich entspannte er sich und sagte: „Ich gebe euch eure Leben.“ Und ich war sehr froh über diesen Ausgang!
Wie wir später erfuhren, war Bruder Branham in dem Moment Gewalt über Leben und Tod des jungen Paares gegeben worden.
Die Hauptsache, bei der ich Bruder Branham helfen konnte, war das Verfassen seines Buches Die Darlegung der sieben Gemeindezeitalter. Anna Jeanne Price, die er erst gebeten hatte, die Redaktion zu übernehmen, hatte ihm schlicht und einfach erklärt, dass sie die Lehre nicht gut genug kenne, um aus der Niederschrift ein Buch zu editieren. Als er mir die Vorlage gab und ich es gelesen hatte, sagte ich zu ihm: „Bruder Branham, wir werden ziemlich viel Lehre hineinnehmen müssen, denn wenn du den Schlangensamen erwähnst, wer in aller Welt soll wissen, wovon du sprichst? Wenn du Vorherbestimmung erwähnst, wie viele Menschen haben ihre eigene Vorstellung darüber.“
Er sagte, das höre sich gut an und so begann die Arbeit. Wenn irgendetwas Lehrmäßiges auftauchte, sprachen wir solange darüber, bis es so war, wie er es ausdrücken wollte.
Einen Punkt, den ich (als Pfingstler) sehr schwer begreifen konnte, war, dass die Taufe mit dem Heiligen Geist und die Wiedergeburt ein und dieselbe Sache ist. Man muss ziemlich viele Tonbänder durchgehen, um das klar herauszuarbeiten. Einen so frustrierten Kerl wie mich, hat man kaum je gesehen, aber in einer vierstündigen Sitzung habe ich es hieb- und stichfest herausgearbeitet. Da hätte man Video haben müssen!
Es gab viel zu tun und wir haben fast drei Jahre zusammen an dem neuen Text gearbeitet, da Bruder Branham in dem Buch viel mehr Lehre einfließen lassen wollte, als die Reihe Die Offenbarung Jesu Christi ursprünglich enthalten hatte.
Nachdem das Buch fertiggestellt worden war, sagte er zu mir: „Jetzt, wo wir damit fertig sind, lass uns mit den Siegeln anfangen.“, die er als den Höhepunkt seiner Botschaft ansah. Schlussendlich wollte er eine kapitelweise Studie des gesamten Buches der Offenbarung erstellen.
Der Prophet des 20. Jahrhunderts ist nur ein kleines Buch, geschrieben in der Begeisterung eines Augenblicks, aber Bruder Branham hat wirklich jedes Wort darin gebilligt. Ich bin es Zeile für Zeile mit ihm durchgegangen und alles darin ist genau so, wie er es haben wollte.
Ich bin nie über so lange Zeiträume hinweg mit Bruder Branham zusammen gewesen, um tatsächlich aus erster Hand die vielen Geschichten der übernatürlichen Dinge zu hören, die in seinem Leben geschehen sind, und von vielen dieser Begebenheiten gibt es keine Aufzeichnungen. Es ist genauso, wie die Bibel es von all den wunderbaren Dingen sagt, die Jesus getan hat, dass die Welt die Bücher nicht fassen würde, wenn sie allesamt niedergeschrieben würden.
Es war im November 1963, und wir waren in New York. Bruder Branham war eben erst vom Jagen in Colorado gekommen, und das war, wo er dem Sturm Einhalt geboten hatte. Als ich in sein Motelzimmer kam, wusste ich, dass er etwas erlebt hatte. Ich konnte nicht sagen, was es war, aber ich sah es über sein ganzes Gesicht geschrieben. Ich wartete einfach ab und er erzählte mir die Geschichte von dem Sturm. Dann fügte er hinzu: „Seitdem bin ich frei von Schuld.“ Und das ist etwas, was du nirgends auf Tonband finden wirst, aber du konntest es auf seinem Gesicht sehen. Ich muss sagen, dass mein Verhältnis zu Bruder Branham mehr auf und um seinen Dienst herum aufgebaut war, als auf seiner Persönlichkeit oder irgendetwas anderem. Einmal habe ich zu ihm gesagt: „Bruder Branham, ich würde nicht die Straße überqueren, um irgendjemand anderen die Toten auferwecken zu sehen.“ Ich hatte einfach genug von den Typen, die dort draußen herumliefen und die Witwen ausbeuteten und ihnen die Häuser nahmen und was sonst noch.
Da ich Bruder Branham kannte und seinen bewährten Charakter, wusste ich, dass ich auf ihn zählen konnte. Ich habe nie einen Mann wie ihn gesehen, nicht einmal Bosworth. Bosworth war ein großartiger Mann. Er war ein solch echter Christ und kannte wirklich seine Bibel. Und ich würde sagen, dass Vater Bosworth der einzige Mann war, der würdig gewesen ist, Bruder Branhams Gepäck zu tragen.
Es gab einfach niemanden sonst wie ihn.
„Generation – Erinnerungen an das Leben eines Propheten“ · © 2006 Believers International · Deutsche Ausgabe: Gemeinde Krefeld-Uerdingen, aus dem Amerikanischen von Rahel Skau · mit Erlaubnis; darf nur kostenlos weitergegeben werden