Geboren: 31. August 1932
Wohnort: Tucson, Arizona
Beim Sunset Mountain kam ihm die prophetische Gabe zugute, und dann beobachtete er, wie ein Wirbelwind in das Lager hineinkam und eine Botschaft von einer bevorstehenden Zerstörung brachte. Pastor der Gemeinde Northside Fellowship.
1947 hatten wir keine Ahnung davon, dass es eine Botschaft gab. Zu der Zeit war es nur ein herausragender, übernatürlicher Dienst. Ich war 15 Jahre alt und hatte mich gerade erst in einer kleinen, überkonfessionellen Pfingstgemeinde in Visalia, Kalifornien, bekehrt. Wir erhielten einen Brief von meiner Tante, die einen Gottesdienst von Bruder Branham in Bruder G.H. Browns Gemeinde in Little Rock, Arkansas, besucht hatte. Sie riet uns, wenn wir je die Gelegenheit hätten diesen Mann zu hören, sollten wir auf jeden Fall hingehen.
Kurz darauf kam Bruder Branham nach Los Angeles, Kalifornien, und wir fuhren hin, um ihn zu hören. Von dieser allerersten Versammlung an, in 1947, war ich in jedem seiner Gottesdienste, wenn ich die Gelegenheit dazu hatte.
Was ihn für mich von anderen unterschied, war sein Benehmen und seine Demut. Als er auf das Podium kam und „Guten Abend, Freunde“, sagte, war es anders, als alles, was ich je zuvor gehört hatte. Ich habe genügend Heilungen in den Versammlungen anderer gesehen, aber der Geist, den ich um Bruder Branham herum spürte, war vollkommen anders.
Ich begann zu predigen, als ich 17 Jahre alt war und jedes Mal, wenn ich in Versammlungen war und hörte, dass Bruder Branham in der Nähe sein würde, habe ich meine Versammlung geschlossen und bin hingefahren, um ihn zu hören. Ich wusste damals nicht einmal, dass es in unseren Tagen einen Propheten geben sollte.
Dann, Anfang der 60er Jahre, fing ich an, Bruder Branhams Tonbänder zu erhalten. Ich hörte ihn sagen, dass Maleachi verheißen hatte, dass ein Botschafter kommen würde, ein Engel an das Zeitalter von Laodizea. Ich hörte das alles und erkannte, dass er derjenige war. Und das war der Zeitpunkt, wo ich anfing zu erkennen, dass es eine Botschaft gab. Das war der Wendepunkt in meinem Leben.
Es gab keine wirklich großen Unterschiede in der Lehre, mit der ich aufgewachsen war und dem, was Bruder Branham lehrte, denn er und unser alter Pastor predigten die Gottheit und die Wassertaufe in gleicher Weise. Aber es gab einen Punkt, den wir gegensätzlich lehrten und das war das Abendmahl. Wir nahmen nicht wirklich das Abendmahl. Wir glaubten an das sogenannte geistliche Abendmahl.
Ich wusste, dass Bruder Branham lehrte, das Abendmahl buchstäblich zu halten – den Wein nehmen und das ungesäuerte Brot – aber ich kannte nicht die Grundlage in der Schrift für seine Lehre. Ich wusste nicht wieso, weshalb und warum. Wir waren gelehrt worden, wenn man das Echte hatte, warum dann einen Ersatz nehmen. Ich fragte einen Bruder, der Bruder Branham nahestand, ob er es mir erklären könnte, aber er konnte es nicht. Ich fragte, ob Bruder Branham ein Tonband zu dem Thema hatte, aber niemand schien von einem zu wissen. Es war frustrierend. Ich entschloss mich einfach, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und dann zu versuchen, selbst mit Bruder Branham zu sprechen.
Im Februar 1964 begegnete ich Bruder Branham persönlich in Bakersfield, Kalifornien, in einem Restaurant, wo Bruder Billy Paul und er aßen. Bruder Roy Borders, der zu unserer Gemeinde ging, war zu der Zeit Manager der Großversammlungen Bruder Branhams. Er war mit mir und machte uns miteinander bekannt. Wir sprachen ein paar Minuten miteinander und Bruder Branham lud mich ein, mit ihm und einer Gruppe von Brüdern am Sunset Mountain in Arizona jagen zu gehen.
Zu der Zeit hatte ich ein Augenleiden, wodurch ich langsam die Sehkraft auf meinem rechten Auge verlor. Helles Sonnenlicht verursachte eine Tränenflut in meinem Auge, daher kam mein jüngerer Bruder Glen mit mir, als ich auf den Jagdausflug nach Arizona fuhr, um mir beim Fahren zu helfen. Ich hatte Respekt vor Bruder Branham. Ich bin nicht dorthin gefahren, um ihm zur Last zu fallen. Wenn ihr hört, wie Bruder Branham die Geschichte auf Tonband erzählt, sagt er, dass ich ihn fragte: „Bruder Branham, siehst du hier draußen auch Visionen?“, und er antwortete: „Der Grund, warum du mich das fragst ist, weil du ein Problem mit deinem Auge hast.“ Nun, dies geschah über einen Zeitraum von drei Tagen. Wo Bruder Branham es erzählt, hört es sich so an, als wenn es eine 5-Minuten-Unterhaltung gewesen wäre. Als ich ihn fragte, ob er Visionen sieht, saßen wir beim Mittagessen und er lehnte gegen einen Felsen. Er hatte mir davon erzählt, wie der Engel zu ihm kam dort auf dem Berg und von dem Schwert, das im Sabino Canyon in seiner Hand erschienen war. Während wir also über die Dinge sprachen, fragte ich: „Nun, Bruder Branham, würde Gott dir hier draußen eine Vision zeigen?“, was heißen sollte, an einem solchen Ort, wo wir gerade waren. Ich unterhielt mich einfach mit ihm. Nun, innerlich schrie mein Geist wahrscheinlich aus zu ihm, aber ich hatte nicht die Absicht, ihm zur Last zu fallen.
Das war entweder am ersten oder am zweiten Tag, den wir da waren. Wir gingen einen oder zwei Tage jagen, und dann am letzten Tag der Jagd saß Bruder Branham am Tisch und war mit dem Zielfernrohr des Gewehrs beschäftigt. Er hatte einen Schraubenzieher in der Hand und eine Brille auf. Ich stand in der Nähe und machte Bilder, als ich Bruder Branham zu mir reden hörte. Er sagte: „Bruder Doug“, und allein die Art, wie er das sagte, klang anders. Ich drehte mich um und sah ihn an und er schaute mich geradewegs an. Ich konnte sehen, dass er in einer Vision war. Er sagte: „Deine Mutter ist ungefähr im gleichen Alter wie ich. Sie lebt in Kalifornien und sie hat kleine Tumore um ihre Zehen herum.“ Er zeigte mit seiner Hand, wo sie waren. Er sagte: „Sie hat einen Termin zur Operation. Es ist So Spricht der HERR, sie wird die Operation nicht benötigen.“ Ein paar Sekunden später sagte er: „Ich sehe einen schwergewichtigen Arzt, der in deine Augen schaut. Er teilt dir mit, dass du auf dem rechten Auge blind werden wirst. Er sagt dir, dass er dich schon so lange behandelt hat und dass es nichts gibt, was er noch für dich tun kann und dass du blind werden wirst. So Spricht der HERR, du wirst nicht blind werden.“
Nun, ihr könnt euch vorstellen, wie es war. Das gesamte Lager war bei Bruder Branhams Worten zum Stillstand gekommen, es herrschte einfach nur ein stilles, heiliges Gefühl. Aber ganz plötzlich griff Bruder McAnally, Bruder Branhams Goldsucher Freund, der mit uns jagte, in seine Tasche und zog eine Tierruf-Pfeife heraus und fing an, darauf zu blasen. Jeder, der schon einmal eine solche Tierruf-Pfeife gehört hat, weiß, welch einen kreischenden, quietschenden Ton sie von sich geben, und ich sag euch, dieser plötzliche Ton gleich nach der vollkommenen Stille einen Moment zuvor, schockierte jeden. Ich gebe zu, dass mein erster Gedanke war: „Alter Kamerad, Gott wird dich töten und wir werden dich hier heraustragen müssen.“ Stattdessen griff Bruder Branham in seine eigene Tasche und holte seine Pfeife heraus und fing an sie so laut zu blasen, wie er nur konnte! Ich war mehr als schockiert. Er hatte eben erst eine Vision gehabt und da war er jetzt ein paar Sekunden später, lachend und auf der Pfeife blasend. Ich dachte: „Oh HERR, was geht hier vor?“
Drei oder vier Minuten gingen vorbei und ich war immer noch damit beschäftigt, alles zu verarbeiten, was eben geschehen war, als ich sah, wie Bruder Branham aufstand, sich eine Schaufel nahm und zum Lagerfeuer neben einem großen Felsbrocken herüberging. Ich begann ihn zu filmen, als er anfing, Schaufeln voller Erde auf die Kohlen zu schippen. Plötzlich kam geradewegs aus dem Himmel und an der Seite des Felsens entlang ein Wirbelwind und die Steine und die Erde fingen an umherzufliegen.
Ich wusste, dass etwas Übernatürliches geschah, aber ich wusste nicht, was. Ich glaube nicht, dass ich sagen kann, dass ich Angst hatte, denn ich hatte keine Angst, dass mir etwas geschehen würde. Ich wusste einfach nur, dass das, was da geschah, nicht normal war. Es war einfach nicht normal.
Ich beobachtete Bruder Branham, denn ich wollte sehen, was er tun würde. Er griff einfach zu seinem Hut, nahm ihn ab und schaute nach oben, direkt in den Wirbelwind hinein. Der Wind war einfach nur am Heulen und hat die Spitzen der Bäume gepeitscht. Bruder Branham sagte, es hätte drei Mal geknallt, aber ich muss aufrichtig sagen, dass ich nicht gehört habe, dass es drei Mal knallte. Ich habe nur den großen, großen Lärm gehört. Dann ist er aufgestiegen, geradewegs zurück in den Himmel, von wo er gekommen war.
Bruder Branham setzte seinen Hut wieder auf und kam herüber, wo ein paar von uns standen. Es sah so aus, als wüsste er nicht so genau, ob er darüber sprechen sollte, was geschehen war, oder nicht. Er hatte ein Zögern im Gesicht. Das Einzige, das er sagte, war: „Wisst ihr, einmal sprach Gott mit Hiob in einem Wirbelwind.“ Dann ging er weiter und fing an Papier und Abfall aufzusammeln und das Lager aufzuräumen, wie er es immer tat.
Später am Tag fing er an, ein wenig darüber zu sprechen. Ich glaube, er sprach mit Bruder Roberson und Bruder Wood darüber.
Später sagte er mir, dass der Engel des HERRN zwischen ihm und mir gestanden hatte, als er dort gesessen und mir das von meiner Mutter und mir erzählt hatte, und er ihm gesagt hatte, er solle sich ein wenig von der Gruppe absondern, weil Er ihm etwas mitzuteilen habe. Das war, als er aufgestanden und zu dem Felsen herüber gegangen ist. Doch mit meinem Verstand konnte ich das nie zusammenbekommen. Der Engel des HERRN stand dort und sprach zu ihm, während all der Lärm von den Tierruf-Pfeifen vor sich ging! Der Gedanke daran überstieg einfach mein Vorstellungsvermögen, aber so ist es gewesen.
Nachdem all das geschehen war, waren meine Augen noch immer im gleichen Zustand wie vorher. Ich habe mir mein Gewehr geschnappt und habe das Lager verlassen, um zu versuchen, ein wenig zu jagen. Ich war ziemlich weit oben in den Bergen, als ich plötzlich merkte, dass meine Augen nicht wehtaten. Ich trug eine Sonnenbrille mit sehr dunklen Gläsern, daher griff ich danach und nahm sie ab, und sie taten immer noch nicht weh. Ich hatte einen großen Strohhut auf und habe auch den abgenommen und sie taten immer noch nicht weh. Ich schaute auf, direkt in den Himmel, noch immer kein Schmerz. Da hatte ich dann meine eigene kleine Erweckungszeit auf dem Berg, ehe ich zum Lager zurückgeeilt bin. Ich konnte es kaum erwarten zu erzählen, was geschehen war. Als ich im Lager ankam, war da keine Menschenseele, der ich es hätte erzählen können, aber ein paar Minuten später kam Bruder Branham ins Lager marschiert. Er lehnte sein Gewehr gegen einen Baum und kam direkt zum Fels herüber, wo ich stand. Er drehte sich so, als wolle er sich die Hände wärmen, und er stieß mich in die Rippen und sagte: „Wie geht es diesen Augen jetzt?“ Ich erzählte ihm die Geschichte.
Man wusste immer, dass man mit einer besonderen Person zusammen war, einem Mann Gottes. Bruder Branham war ein Mensch, der immer andere an erste Stelle setzte. Er war niemals auf irgendeine Weise wetteifrig, und er ließ andere immer zuerst durch die Türe gehen oder ein Spiel gewinnen. Nichts an ihm war aufgesetzt. Er war echt.
Bruder Branham war immer ein Gentleman und er besaß herausragende Geduld, Liebe und Demut. Als ein Mann Gottes, war er natürlich die Stimme Gottes. Da gibt es keinen Zweifel.
Während wir am Sunset jagen waren, sagte er eines Abends zu uns: „Morgen früh gehen wir hier oben in die Schluchten hinein, da drin werden wir Wildschweine finden.“ Der alte Bruder McAnally war einfach ein alter Goldgräber, und ich glaube Bruder Branham war gern mit ihm zusammen, weil er nicht geistlich an ihm zog, aber er sagte: „Bruder Branham, da oben sind keine Schweine.“ Bruder Branham sagte: „Nun, du hast wahrscheinlich recht, Mac.“ Am nächsten Tag hat uns Bruder McAnally den ganzen Tag gescheucht, wie man wilde Enten jagt und wir haben keine einzige Wildschweinspur gesehen, ganz zu schweigen ein Schwein selbst. Am folgenden Morgen gingen wir dort hoch, wo Bruder Branham uns vor zwei Tagen geraten hatte hinzugehen und innerhalb von 30 Minuten waren wir mitten in einer Herde Wildschweine.
Nun, er hätte sagen können: „Nun Mac, ich weiß wovon ich spreche.“ Stattdessen hatte er gesagt: „Wahrscheinlich hast du recht.“ So war er einfach.
Ein anderes Mal saßen wir ums Lagerfeuer herum und wir sprachen über das Jagen. Ich saß neben Bruder Branham und plötzlich sagte er: „Wisst ihr, Saul war ein Halunke. Er war furchtbar. Er hat David über das ganze Land verfolgt, um ihn zu töten. Er war dem HERRN ungehorsam und Gott schob ihn beiseite und wandte sich von ihm ab. Er hat sogar sein eigenes Gesetz gebrochen, als er eine Zauberin holte, um ihm die Zukunft zu sagen. Als Samuel heraufgerufen wurde, sagte er:
‚Warum hast du dies getan? Wenn du nur geduldig wärst, morgen um diese Zeit wirst du mit mir sein.‘“
Bruder Branham sah mich an und sagte: „Wo war Samuel? Frage Gott nie nach solchen Dingen.“ Bis zu dem Tag hatte ich ziemlich heftige Gefühle gegen Saul gehabt. Ich war Pfingstler und ziemlich gesetzlich. Ich glaubte einfach nicht, dass Saul noch groß eine Chance hätte. Er war gegen Gott angegangen, und Gott hatte ihm sein Königreich genommen. Meiner Vorstellung nach sah es für ihn nicht sehr gut aus.
An dem Tag hatte ich nicht über Saul nachgedacht, daher weiß ich, dass Bruder Branham nicht meine Gedanken gelesen hatte. Es war einfach etwas, worin der HERR mich zurechtbringen wollte. Wie erstaunlich scheint es, wenn ich daran denke, dass ein Prophet, ein Mann Gottes, eines Tages aus den Bergen herabkam und sich neben mich setzte und sagte: „Siehst du den großen Felsen dort oben auf dem Berg? An der Stelle habe ich heute Morgen meine nächste Botschaft von Gott erhalten.“ Dann griff er in seine Hemdentasche, zog ein kleines Stück zerknittertes Papier heraus und darauf stand Erntezeit. Zu denken, dass er die Zeit opfern und es sogar mit mir teilen würde. Ich bin dessen nicht wert, überhaupt nicht. Es ist einfach der Höhepunkt meines Lebens, denn ich kenne Menschen, die ihren rechten Arm dafür gegeben hätten, um fünf Minuten mit ihm verbringen zu dürfen, und ich konnte beinahe einen Monat mit ihm verbringen.
Als Bruder Branham im April 1965 Das Erwählen einer Braut predigte, konnte ich nicht hinfahren. Ich leitete ein Bauunternehmen und musste arbeiten, aber meine Frau und Schwester Helen Borders flogen nach Los Angeles, um ihn zu hören. Als sie zurückkamen, erzählten sie mir, was er gesagt hatte. Bald begann ich es von denen zu hören, die entweder dort gewesen waren oder denen man es erzählt hatte: Von dem Erdbeben und dem Gericht. Die Menschen waren wirklich beunruhigt.
Ich griff zum Telefon und rief Bruder Billy Paul in Tucson an und fragte, ob ich eventuell mit Bruder Branham sprechen könnte. Er sagte, er sei nicht da, aber er würde zurückrufen. Bruder Branham rief mich an dem Abend um ungefähr 22:00 Uhr an. Ich sagte: „Ich rufe dich an wegen der Botschaft, die du gesprochen hast, dass Los Angeles versinken wird. Die Leute sind zurückgekommen, und sie machen sich Sorgen, und ich weiß nicht recht, was ich ihnen sagen soll.“ Er sagte: „Bruder Doug, ich weiß nicht, wie es damit steht, wo ihr wohnt. Wenn ich jemanden in Los Angeles wohnen hätte, würde ich sie dort herausholen, aber was damit ist, wo ihr wohnt, weiß ich nicht. Der HERR hat mir nichts dazu gezeigt. Sage deiner Gemeinde einfach, sie sollen so bleiben, wie sie sind und wenn Gott mir etwas zeigt oder mir eine Vision gibt oder zu mir darüber spricht, rufe ich dich an und teile es dir mit.“
Ich erhielt die Tonbänder Bruder Branhams, und ich hörte ihn sagen: „Kalifornien, du bist verdammt. Wenn dies geschieht, wird es die ganze Strecke bis in den Salton Sea hineinfallen.“
Ich hörte ihn über diese Dinge sprechen und sagte mir: „Er spricht zu mir auf den Tonbändern. Er braucht mir das nicht noch einmal am Telefon zu sagen.“ Daher beschlossen wir, dass wir wegziehen würden. Es war nicht deswegen, weil wir Angst vor einem Erdbeben gehabt hätten, wir hatten sie Jahre über Jahre gehabt. Aber ich wollte einem Propheten gegenüber nicht ungehorsam sein. Ich machte ein „Zu verkaufen“ Schild für das Haus. Ich sagte meiner Frau, dass ich mein Amt in der Gemeinde und meine Arbeit aufgeben würde. Unser Beschluss stand fest.
In der letzten Oktoberwoche bin ich auf einen Jagdausflug nach Colorado gefahren. Am ersten Abend im Lager war Bruder Branham nervös. Wir hatten ein gutes Feuer brennen, und er ging umher und redete, wie er es immer tat, wenn er so nervös war. Ziemlich bald fing er an davon zu sprechen, wie die Sünde von Ost nach West und wie die Zivilisation von Ost nach West gereist war und wie es sich an der Westküste aufgehäuft hatte. Vier von uns waren aus Kalifornien: Roy Borders, Floyd Patterson, Marion Phillips und ich. Bruder Branham drehte sich um und sagte: „Ihr Brüder, die ihr in Kalifornien wohnt, zieht so schnell wie möglich von dort weg.“ Ich war auf Wolke sieben, denn genau das hatte ich ja vorgehabt.
Am nächsten Tag gingen wir morgens jagen und kamen gegen Mittag zurück. Wir saßen alle um das Lagerfeuer herum, und ich sagte: „Bruder Branham, ich bin so froh über das, was du gestern Abend gesagt hast, von Kalifornien wegzuziehen. Wäre es in Ordnung, wenn ich dich um Rat frage, wie ich es am besten anfangen soll?“ Er sagte: „Natürlich.“
Ich hatte diesen kleinen Anhänger, einen 5 Meter langen Wohnwagen, und er wollte sich dort hineinsetzen und sich unterhalten. Er bat mich ihm zu sagen, wie ich es mir vorstelle und ich sagte: „Mein Plan ist: Ich werde nach Hause kommen, mein Grundstück zum Verkauf ausschreiben, mein Amt in der Gemeinde niederlegen, meine Arbeit kündigen und den Staat verlassen.“
Er sah mich an und meinte: „Ich glaube, ich würde es nicht ganz so machen.“ Nun, ich hatte das Gefühl, als sei mir der Boden unter meinen Füßen weggezogen. Ich saß da, wie vom Stosswind getroffen, einfach wie gescholten. Ich weiß, dass ich ihm leid tat und er sagte: „Bruder Doug, glaubst du, dass ich Gottes Prophet bin?“
Ich sagte: „Jawohl, mit allem was in mir ist, glaube ich das.“
Er sagte: „Würdest du tun, was ich dir sage?“
Ich sagte: „So gut, wie ich es nur kann.“
Er sagte: „Fahr nach Hause und schreibe dein Grundstück zum Verkauf aus. Erzähle der Gemeinde nichts davon und warte einfach ab, bis Gott es für dich ausführt.“ Um ehrlich zu sein, war ich nicht wirklich zufrieden. Ich hatte keine genaue Anweisung, was ich tun sollte, denn er sagte nur, dass ich mich darauf vorbereiten sollte zu tun, was Gott für mich tun würde.
Als ich nach Hause kam, habe ich das Schild, das ich angefertigt hatte, in meinem Vorgarten angebracht, wie er es gesagt hatte, und ich wusste, dass der Erste aus der Gemeinde, der vorbeikäme, sich fragen würde, was los war. So war es: Der Erste, der vorbeikam, stellte sein Auto ab und kam, um sich zu erkundigen. Also sagte ich: „Nun, ich bereite mich darauf vor zu tun, was immer der HERR möchte, dass ich tun soll.“
Ich hatte in meiner Gemeinde die Situation, dass ein paar Leute für den Kredit des Gebäudes hafteten, und ich wusste, so konnte ich das nicht lassen. Ich berief eine Brüderversammlung und teilte ihnen mit, dass wir die Gemeinde auf eine Treuhandträgerschaft übertragen müssten, denn es war nicht recht, dass nur ein paar Brüder die Last des Kredites trugen. Nun, der erste Bruder sagte: „So wie ich Bruder Branham predigen höre, glaube ich nicht, dass ich der Trägerschaft angehören möchte. Ich bin eventuell nicht mehr lange hier.“ Der nächste sagte dasselbe, der nächste auch, die ganze Reihe entlang. Nur einer der 15 Brüder zog überhaupt in Betracht, der Trägerschaft zuzustimmen.
Ich glaube, es dämmerte ihnen plötzlich und sie schauten mich an und fragten, was ich tun würde. Ich sagte: „Ich werde mich einfach darauf vorbereiten zu tun, was immer Gott möchte, dass ich es tue.“
Ich fühlte mich ein wenig komisch, das zu sagen, um ehrlich zu sein, aber so hatte er es mir gesagt. Ein Bruder nahm das Wort und sagte: „Wenn wir nicht mehr hier sein werden, brauchen wir kein Gebäude. Lasst es uns zum Verkauf anbieten.“ An dem Abend kamen sie überein, die Kirche zu verkaufen.
Bis auf zwei oder drei Familien verkauften alle ihre Häuser, und ich saß noch immer da mit meinem Haus. Die Kirche war verkauft und viele der Leute waren bereits umgezogen, als Bruder Branham den Unfall hatte, aber mein Grundstück stand immer noch zum Verkauf. Ich war der letzte, der es verkauft bekam. Es wurde gekauft, während Bruder Branham in Amarillo im Krankenhaus lag. Fünfundsiebzig Prozent der Gemeinde waren vor dem 15. Januar 1966 in Tucson.
Am 6. Dezember 1965 kam Bruder Branham in San Bernardino zu dem Tisch, an dem Bruder Roy Borders und ich im Holiday Inn Restaurant aßen. Nur zwei Tage zuvor hatte er in Yuma, Arizona, Die Entrückung gepredigt und die Leute dort im Ramada Inn, wo der Gottesdienst gehalten wurde, waren sehr respektlos gewesen. Es war ein Festsaal mit Bewirtung und die Bediensteten saßen am Ende des Raumes und rauchten und sie stiegen auf die Tische und klapperten mit dem Geschirr. Sogar die Leiterin kam herein und machte Bruder Branham Zeichen, das Gebäude zu räumen. All dies geschah, während er predigte. Ihr werdet auf dem Tonband hören, wie Bruder Branham sagt: „Benutzt das Opfer, das ihr heute Abend erhoben habt dafür, die verlängerte Nutzung des Gebäudes zu bezahlen.“ Und als er betete, betete er ungefähr: „Nimm diese zittrigen, unzusammenhängenden Worte und füge sie zusammen und schenke sie den Herzen der Menschen von meinem Herzen.“ Er war sehr nervös.
An dem Morgen in San Bernardino sagte er: „Wenn es euch nichts ausmacht, möchte ich mich gern ein wenig hier zu euch setzen.“ Natürlich war das wunderbar. Ich habe ihm einen Stuhl herangeholt und er begann über das Erdbeben zu sprechen und wie die Ölleitungen in den Straßen bersten würden und dass es Kurzschlüsse in den Starkstromleitungen geben werde. Er saß zwei Stunden lang da.
In dem Zusammenhang möchte ich etwas Persönliches anmerken: Ich hatte einen Traum gehabt, gerade bevor ich die Fahrt unternahm und war sehr beunruhigt darüber. In dem Traum sah ich einen Autounfall. Es war einer dieser Träume, den man nicht abschütteln kann. Ich dachte, vielleicht war es eine Warnung an mich, und ich glaube nicht, dass ich je vorsichtiger gefahren bin, als auf der Fahrt.
Da an dem Tisch erzählte uns Bruder Branham von einem Traum, den eines der Evans Mädchen gehabt hatte, und er handelte davon, dass Bruder Branham erschossen wurde. Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten. Bruder Branham wandte sich an mich und sagte: „Weißt du, ich möchte gerne, dass meine Freunde mir ihre Träume erzählen.“
Ich hatte ein Fernglas für Bruder Branham gekauft. Auf dem letzten Jagdausflug in Colorado war er gefallen und dabei war seins kaputt gegangen. Ich bat Billy Paul ihn kein neues kaufen zu lassen, weil ich eins für ihn kaufen wollte. Das hatte ich gemacht und es mit nach San Bernardino gebracht. An dem Nachmittag fragte ich Billy Paul, ob es in Ordnung wäre, zu Bruder Branhams Zimmer hochzugehen und ihm das Fernglas zu geben und er sagte: „Natürlich.“
Ich bin zum Zimmer gegangen und Bruder Branham bat mich herein. Als ich ihm das Fernglas gab, versuchte er, es mir zu bezahlen. Ich sagte: „Bruder Branham, heute Morgen in dem Restaurant hast du die Bemerkung gemacht, dass du gerne möchtest, dass dir deine Freunde ihre Träume erzählen. Ich habe einen Traum, zu dem ich dich wirklich gern befragen möchte.“
Ich erzählte ihm: „In diesem Traum sah ich einen Autounfall und da waren Krankenwagen und Blaulicht. Dann änderte sich der Schauplatz, und ich sah sechs Männer, die einen Sarg trugen. Ich kannte die Männer und auch sonst alles andere nicht, aber es hat mich sehr getroffen.“
Er saß einen Moment da, dann sah er mich an und sagte: „Bruder Doug, ich kann dir sagen, dass dein Traum geistlich ist, aber ich kann dir nicht sagen, was er bedeutet.“ Daher habe ich mich immer gefragt, ob er sich auf ihn bezog, denn das war nur zwölf Tage, ehe er den Autounfall hatte. Am nächsten Morgen kam es wieder so aus, dass ich mit Bruder Branham Zeit verbrachte. Dieses Mal sagte ich zu ihm: „Bruder Branham, du hast uns gesagt, dass wir drei Dinge halten sollen: Wassertaufe, Fußwaschung und Abendmahl. Ich kann die Taufe in der Schrift sehen, aber ich habe wirklich Schwierigkeiten, wo sie das Abendmahl nahmen, außer im 11. Kapitel des 1. Korintherbriefs und da lässt Paulus wirklich das meiste davon aus, was sie taten.“
Er sagte: „Ja, das ist richtig. Es ist ein wenig schwer zu sehen. Aber weißt du, wo es in der Schrift heißt, dass die Gemeinde zusammenkam und das Brot brach? Das ist es, was sie taten.“ Ich war immer gelehrt worden, dass sie einfach zusammenkamen und zusammen aßen, aber er sagte: „Ich glaube, dass jedes Mal, wenn die frühe Gemeinde zusammenkam, hatten sie Abendmahl. Wir haben es einmal im Monat im Tabernakel in Jeffersonville, aber ich glaube, die frühe Gemeinde feierte es jedes Mal, wenn sie zusammenkam.“ Er verbrachte ein paar Stunden damit, mit mir über das Abendmahl zu sprechen und ist sehr geduldig alle Einzelheiten durchgegangen.
Als wir das Restaurant verließen, trafen wir einen Bruder und Bruder Branham sagte zu ihm:
„Gestern ist ein netter junger Mann zu meinem Zimmer gekommen und hat mir ein Fernglas geschenkt, damit ich besser sehen kann. Durch die Gnade Gottes war ich heute Morgen in der Lage, diesem Bruder ein Fernglas zu schenken, so dass er besser sehen kann.“
Das ist wahrscheinlich einer der Höhepunkte der Zeit, die wir zusammen verbrachten.
Am Samstagabend erhielten wir die Nachricht von dem Autounfall. Bereits gegen Mitternacht waren Bruder Roy Borders und ich im Flugzeug auf dem Weg von San Francisco nach Amarillo. Wir kamen Sonntagmorgen um 10:00 Uhr an.
Ich blieb zwei Tage dort und dann musste ich aufgrund meiner Arbeit zurück nach Hause. Am Heilig Abend flog ich nach Phoenix und hatte vor, am nächsten Tag mit Evan und Alan Moseley in ihrem Flugzeug nach Amarillo zu fliegen. Ich war bei Bruder Alan Zuhause, als wir die Nachricht erhielten, dass Bruder Branham heimgegangen war. Wir wussten nicht, was wir tun sollten, also sind wir einfach doch nach Amarillo geflogen, wie geplant. Wir wollten einfach da sein.
Als ich zum ersten Mal Bruder Branham hörte, sprach er davon, draußen in den Wäldern zu sein bei den Eichhörnchen und Adlern und so weiter. Dort saß ich, nur ein Junge, und dachte: „HERR, ich würde alles dafür geben, einmal mit diesem Mann Gottes da draußen sein zu können.“ Und Gott gab mir die Möglichkeit es zu tun. Das ist das Einzigartigste in meinem Leben. Gott gewährte mir das Verlangen meines Herzens. Es ist wie David in den Psalmen sagt: „Habe deine Lust am HERRN, so wird Er dir geben, was dein Herz begehrt.“
Es gab nie eine Zeit, in der ich mit Bruder Branham zusammen war, in der ich nicht gesehen hätte, dass Gott sich kundtat.
„Generation – Erinnerungen an das Leben eines Propheten“ · © 2006 Believers International · Deutsche Ausgabe: Gemeinde Krefeld-Uerdingen, aus dem Amerikanischen von Rahel Skau · mit Erlaubnis; darf nur kostenlos weitergegeben werden