Geboren: 27. Juni 1927
Wohnort: Long Island, New York
Geboren: 3. Mai 1927
Wohnort: Bronx, New York
Lebenslange Freunde mit einem Ruf Gottes auf ihren Herzen, die von William Branham ordiniert wurden. Joseph Coleman ist der Pastor der Local Christian Assembly.
Joseph Coleman – Bruder Hunte und ich sind unser ganzes Leben lang Freunde gewesen. Wir sind gleichen Alters, sind beide in Manhattan aufgewachsen und beide 1960 zum Glauben gekommen.
Wir besuchten eine ‚Jesus Name‘ Pfingstgemeinde in Mount Vernon, das ist ein Stadtteil draußen am Ende der Bronx. Ich war erst drei Monate vorher zum Glauben gekommen, aber ich sah bereits, dass viele Wahrheiten der Bibel nicht von der Gruppe befolgt wurden, bei der wir dort waren. Da wir nicht einverstanden waren mit Dingen, die gestattet wurden, wie zum Beispiel, Frauen hinter der Kanzel zuzulassen, begann der Pastor bald, meine Frau und mich mit kritischen Bemerkungen zu bedenken.
Zu der Zeit war ich Postbote und Bruder Hunte war Busfahrer auf der Wilson Avenue in Brooklyn. Bald stellten wir fest, dass der HERR uns genau dorthin gestellt hatte, damit unsere Wege die Wege derjenigen kreuzen würden, die uns erzählten, dass es einen Propheten im Land gibt.
Orlando Hunte – Ich hatte Spätschicht, die gegen ein Uhr morgens zu Ende ist und an diesem speziellen Abend im Dezember 1960 war wenig los. Der Bus war leer, aber an einer meiner Haltestellen stieg eine junge Dame ein. Ich bemerkte, dass sie ein Instrument dabei hatte, das wie eine Ukulele aussah oder so ähnlich. Sie setzte sich gleich vorne hin, am Gang rechts von mir.
An der nächsten Haltestelle stieg dieser riesige Kerl ein und ich erinnere mich, wie ich bei mir selbst sagte: „Oh Gott.“ Ihr könnt euch natürlich vorstellen, wo er sich hinsetzte. Genau neben die Dame. Ich wollte keinen Ärger, aber ich wusste, dass es potentiell eine schlechte Situation war. Ich war gerade kürzlich zum HERRN gekommen, daher begann ich zu beten. Ich sagte: „HERR, bitte lass ihn einfach aus dem Bus aussteigen, ehe es zu irgendwelchen Schwierigkeiten kommt. Wenn er das Mädchen belästigt, werde ich etwas tun müssen.“ Mit Schwierigkeiten musste man auf diesen Busrouten immer rechnen.
Also betete ich ein kurzes Gebet. Die nächste Haltestelle war die Polizeistation an der DeKalb Avenue und plötzlich drückte der Kerl auf den Haltewunsch-Knopf und stieg einfach aus. Er sagte nichts zu mir und ich nichts zu ihm, aber ich war sehr froh, dass er ausstieg.
Mein Herz hüpfte in mir. Ich bin manchmal sehr emotional, und ich versuchte es zurückzuhalten, aber als er den Bus verließ, war es, als wenn eine große Last von mir genommen worden war. Die einzige Art wie ich mich ausdrücken konnte, war: „Oh, danke Jesus!“ zu sagen. Ich bin fast übergesprudelt.
Als ich das sagte, fragte das Mädchen: „Warst du das?“
Ich sagte: „Ja, das war ich.“
Sie sagte: „Was ist los?“
Ich sagte: „Ich habe nur Gott gedankt.“
Sie sagte: „Bist du gläubig?“
Gerade da traf mich die Pfingstsache: „Errettet, geheiligt und erfüllt mit dem Heiligen Geist!“ So erzählte ich ihr.
Sie sagte: „Das bin ich auch.“
Ich sagte: „Wenn du errettet, geheiligt und erfüllt bist mit dem Heiligen Geist, was tust du dann hier draußen zu dieser späten Stunde? Ist dir nicht klar, dass du dich und mich in Schwierigkeiten hättest bringen können?“
Sie sagte: „Nun, ich kam eben erst aus dem Gottesdienst.“
Ich sagte: „Du solltest jemanden haben, der dich nach Hause begleitet.“ Sie fuhr den ganzen Weg bis zum Ende der Buslinie, natürlich begannen wir uns zu unterhalten.
Bruder Coleman und ich hatten nach einem Mann Gottes gesucht, der das Wort Gottes predigte und im Namen des Herrn Jesus taufte und Zeichen und Wunder hatte. Und dann erwähnte sie etwas von einem Propheten. Sie sagte: „Wir folgen den Lehren von William Branham.“
Ich sagte: „William wer?“ Ich hatte nie von ihm gehört.
Sie sagte: „Er ist ein Prophet.“
Ich hatte in meiner Bibel in Galater Kapitel eins gelesen, wo steht, dass wenn irgendjemand oder sogar ein Engel daherkommt und ein anderes Evangelium predigt, lass ihn verflucht sein.
Sie sagte: „Er predigt genau das, was Paulus gepredigt hat.“
Ich sagte: „Mit Zeichen und Wundern, die folgen und er tauft im Namen Jesus?“
Sie sagte: „So ist es. Ich denke, du solltest zu unserer Gemeinde herüberkommen und Zeugnis ablegen.“
Die Gemeinde zu der wir gingen, wollte nicht, dass wir irgendwo anders einen Gottesdienst besuchten, aber wir wollten auf die Straße gehen, wie unten zur 42. Street, Menschen zu helfen. Aber der Pastor sagte dann: „Dem Ort da ist überhaupt nicht mehr zu helfen.“
Ich sagte: „Aber wir haben es noch nicht versucht.“ Es gibt so viele Menschen, die Jesus Christus brauchen und ich dachte, wir könnten Zeugnis ablegen und sie in die Gemeinde bringen. Also rief ich Bruder Coleman an und erzählte ihm von der Schwester, die ich kennengelernt hatte und dass sie gesagt hatte, sie würde für uns beten und dass wir uns vornehmen sollten herüberzugehen und Zeugnis abzulegen.
Joseph Coleman – Es war ungefähr im Mai 1961, als der Pfingstpastor anfing wirklich hart gegen uns zu predigen und es wurde einfach zu viel. Bruder Hunte erinnerte mich an die Gemeinde, in der sie auf den Namen Jesus taufen und so sagte ich: „Lass uns dorthin gehen, wo sie gemäß Apostelgeschichte 2:38 taufen.“
Also gingen wir zu Bruder Anthony Milanos Gemeinde.
Wir kamen zur Tür herein und die ganze Gemeinde wurde ein wenig in Aufregung versetzt. Wir wussten nicht, dass Schwester Mary, die Dame in Bruder Huntes Bus, von ihrem Erlebnis Zeugnis abgelegt hatte und dass die gesamte Gemeinde beinahe sechs Monate lang für uns gebetet hatte. Als er uns kennenlernte, hätte Bruder Milano keinesfalls wissen können, dass Bruder Hunte und ich unsere Bibelstudien in der Küche abhielten, seit wir errettet waren. Wir fingen in 1. Mose Kapitel eins an und in 1. Mose Kapitel drei sahen wir, dass es zwei Samen gab. Unsere Frage war: „Wohin sind sie von dort aus gegangen?“ Und weil wir die Antwort nicht finden konnten, ließen wir es auf sich beruhen.
Als Bruder Anthony uns sah, begann er damit, das ganz schwere Material zu predigen, um zu sehen, ob wir das aushalten würden. Er sagte: „Da gab es zwei Samen im Garten Eden.“
Wir sagten: „Amen!“ Wir hatten ein ganzes Jahr lang danach gesucht. Und das hat ihn fast von der Kanzel geweht.
Nach dem Gottesdienst kam Bruder Pat Taylor herüber und begrüßte uns und er sagte: „Nun, Brüder, es gibt einen Propheten und es gibt eine Botschaft.“
Und wir sagten: „Nun, Amen.“
Ich fragte: „Wo ist der Prophet. Das ist alles, was ich wissen möchte.“
Er sagte uns, dass wir zum Branham Tabernacle in Jeffersonville, Indiana, fahren sollten. Bruder Pat gab uns dann eine Liste von Brüdern, die wir kontaktieren sollten, sobald wir ankamen.
Wir kamen zum Freitagabend-Gebetstreffen der Männer am Tabernakel an und einer der Brüder, der auf uns zukam und sich vorstellte, war Bruder Alex Shepherd, einer der Namen auf der Liste, die wir erhalten hatten. Er nahm sich unser mit einem solch wunderbaren christlichen Geist an, dass in folgedessen über die Jahre eine besondere Freundschaft mit Bruder Shepherd und seiner Familie entstand.
Bruder Neville, der stellvertretende Pastor, begrüßte uns und sagte: „Brüder, kommt nach vorne und nehmt Platz.“
Danach gab es ein paar Zeugnisse und dann sagte Bruder Neville zu uns: „Ich frage mich, ob ihr Brüder gern Zeugnis geben möchtet?“
Bruder Hunte stand zuerst auf und, liebe Zeit, er fing an von Brooklyn Zeugnis abzulegen, von den Betrunkenen und den Drogensüchtigen und die ganze Arbeit, die es dort zu tun gab und alle Brüder gingen richtig mit und erfreuten sich an dem, was er sagte.
Als ich an der Reihe war, sagte ich: „Nun, Brüder, ich bin hier für den einen Zweck. Ich habe vernommen, dass es einen Propheten im Lande gibt. In meinem Herzen wollte ich immer einen Mann Gottes sehen, der gemäß Apostelgeschichte 2:38 tauft und dem die Zeichen folgen. Und jetzt habe ich den Platz gefunden, jawohl, und ich habe den Mann gefunden.“
Damit fiel das Feuer und jeder begann zu preisen und zu jauchzen. Dann fing Bruder Neville an zu weissagen und der HERR sprach in Bezug auf uns: „Ich habe sie schon erhört und gesegnet … und der Mund des Propheten soll auf ihnen sein und sie sollen ihrem Volk in gleicher Weise diese Dinge sagen und viele sollen befreit werden.“
Welch Segen und Bestätigung das für uns war.
Am Sonntagmorgen war ein Gottesdienst und wir lernten viele der Menschen kennen und hatten eine sehr schöne Zeit. Bruder Branham war in dem Gottesdienst nicht anwesend, und wir erfuhren, dass seine Mutter am Freitag verstorben war. Am Montag war der Beerdigungsgottesdienst für Schwester Ella Branham, an dem wir teilnahmen. Das war unser erster flüchtiger Eindruck von Bruder Branham.
Hinterher gingen wir zu dem Wohnwagen, in dem Bruder Gene Goad und Bruder Leo Mercier ihr Büro und den Tonband-Vertrieb hatten. Wir dachten, wir würden uns schnell auf den Weg machen, nachdem wir die Tonbänder erhalten hatten, die wir brauchten, aber als wir dorthin kamen, sagten sie uns, dass Schwester Ruby Wood ein Tonband von den drei Weissagungen habe, die am Freitag im Gebetstreffen der Männer über uns gesprochen worden waren. Ich war sehr bestrebt eine Kopie dieser Botschaft des HERRN zu bekommen und Bruder Gene sagte zu mir: „Bruder Coleman, gehe herüber zum Haus von Bruder Wood und dort wirst du die Weissagungen bekommen können, denn sie ist diejenige, die alle Weissagungen archiviert.“
Ich sagte: „Das ist super.“ Es war ungefähr ein Uhr, als ich mich zum Haus der Woods auf den Weg machte. Bruder Hunte blieb beim Wohnwagen, um einem Arzt aus Norwegen Zeugnis abzulegen, der Krebs hatte und in die Stadt gekommen war, um für sich beten zu lassen.
Als ich Schwester Wood sagte, weswegen ich gekommen war, erwiderte sie: „Oh ja! Bruder Coleman, ich habe sie.“ Sie hatte einen Schrank, der voll war von Tonbändern und sie begann sie durchzusehen. Sie suchte eine Weile und sagte dann: „Ich muß zugeben, ich finde sie nirgends.“ Ich sagte: „Nun, vielen Dank fürs Nachsehen.“ Und ich ging zurück zum Büro.
Als ich dort ankam, sagte Bruder Gene: „Nein, Bruder Coleman, gehe noch einmal zurück.“ Er bestand darauf, daher ging ich zurück zum Haus der Woods, das etwa 20 Minuten weit weg war. Als ich dort ankam, war sie dabei, den ganzen Schrank zu durchsuchen. Von dort wo ich stand, konnte ich ein Tonband oben auf dem Schrank liegen sehen, den sie durchsuchte. Ich wollte ansetzen, eine Bemerkung zu machen, aber der Heilige Geist sagte mir: „Sag nichts.“ Also habe ich nichts gesagt.
Ich ging zum Büro zurück und Bruder Gene sagte: „Geh zurück.“ So bin ich zum dritten Mal zurückgegangen. Schwester Wood sagte: „Nun, ich weiß es einfach nicht.“ Dann plötzlich schaute sie oben auf den Schrank und sagte: „Oh! hier ist es.“
Es war ungefähr 16:30 Uhr als ich zum Wohnwagen zurückkam. Bruder Hunte sprach immer noch mit dem norwegischen Arzt und baute seinen Glauben auf.
Zehn Minuten später hörten wir draußen eine Hupe. Es war Bruder Branham. Bruder Leo und Bruder Gene gingen hinaus und sprachen mit dem Propheten, aber wir anderen standen am Fenster und schauten zu. Alles, was ich denken konnte, war: „Wow, da ist der Prophet!“
Plötzlich winkte er uns näherzukommen. Er blieb im Wagen sitzen und wie wir näherkamen, konnten wir eine solche Salbung rundum spüren. Ich hatte nie zuvor so etwas gespürt. Er sprach ein paar Minuten mit dem norwegischen Bruder und versprach, dass er in den nächsten Tagen noch privat mit ihm sprechen würde. Dann sagte er zu uns allen: „Ja, ich habe mich gefragt, ob Mutter in der Braut ist.“
Ich dachte bei mir selbst: „In der Braut? Ich dachte jeder sei in der Braut.“ Das war alles, was ich jemals als Pfingstler gehört hatte.
Er erzählte uns dann von einer Vision, in der er seine Mutter in einem hohen Gestühl gesehen hatte, ein Platz der Ehre, gekleidet in weiße viktorianische Kleider, wie sie am Anfang des 20. Jahrhunderts getragen wurden. Dort war sie in dem Gestühl einer Königin und so wusste er, dass sie in der Braut war.
Wir waren die ersten, denen er diese Vision mitteilte und er erzählte uns auch noch andere Dinge. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wir uns fühlten. Wir hatten den Propheten gesehen; wir hatten die Weissagungen gehört.
Wir schwebten auf Wolken.
Wir kehrten zum Tabernakel zurück, als Bruder Branham am Ostersonntag, den 22. April 1962 Die Wiedererstattung des Brautbaumes predigte. Das war der erste Gottesdienst, den wir jemals besuchten und es war der, in dem wir tatsächlich aus der Zuhörerschaft herausgerufen wurden. Die Gebetsreihe wurde, wie immer, auf der rechten Seite von Bruder Branham aufgestellt, und er sprach zu einer Person in der Gebetsreihe, einem Mann mit Asthma. Bruder Hunte und ich waren ganz auf der anderen Seite links im Zuhörersaal, weiter hinten. Bruder Hunte betete für seine Schwester, Millie, die auch Asthma hatte und ich betete für meinen Vater, der einen Schlaganfall erlitten hatte.
Dann bewegte Bruder Huntes Glaube die Feuersäule vom Podium dahin, wo wir saßen, und als der Prophet zu Bruder Hunte sprach, fühlte ich die Gegenwart Gottes. Das war, als Bruder Branham sagte: „Ein farbiger Bruder sitzt dort hinten und schaut mich an. Er hat jemanden, der krank ist, das stimmt… asthmatisch und Nebenhöhlen, das stimmt. Du hast Ihn berührt. Du bist nicht von hier. Du bist aus dem Osten, Nordosten hierhin gekommen. Du bist aus New York gekommen. Du bist Herr Hunte. Glaubst du jetzt? In Ordnung. Das ist dein Freund, der dort neben dir sitzt und betet. Glaubst du, dass ich Gottes Prophet bin? Du bist mit ihm zusammen hierhin gekommen; du heißt Coleman und du betest für einen Vater, der ein Gewächs hat. Das ist So Spricht Der HERR. Gehe hin und glaube.“
Und dann begann ich Gott zu preisen und Bruder Branham fing an die Beschwerden in meinem Körper zu benennen. Ich pries weiter den HERRN, während er sprach und dann sagte er: „Jesus Christus macht dich gesund.“
Wir sind noch einmal am 11. November 1962 zurückgekommen, als er Lästerliche Namen predigte. Wir kamen am Samstag um ungefähr ein Uhr am Nachmittag an und sind direkt zum Haus der Shepherds gefahren. Wir waren insgesamt sechs, die die Reise von New York gemacht hatten: Bruder Hunte und seine Frau, Schwester Dolly; Bruder Ben Smith; Schwester Alma Gomez und Schwester Coleman und ich.
Innerhalb von wenigen Minuten, nachdem wir angekommen waren, sagte der Heilige Geist mir in deutlichen Worten: „Geh sofort zum Haus meines Propheten.“
Also sagte ich: „Alle ins Auto, wir fahren zum Haus des Propheten.“ Wir fuhren die Ewing Lane hinauf und an seinem Haus vorbei und kamen zur Utica Pike und kehrten um. Wie wir zurückkamen, sehr langsam, kam Bruder Branham aus dem Haus gelaufen und ging zur Garage. Er war in Hausschuhen und tat, als wolle er die Garagentür öffnen, dann schaute er sich um. Ich nahm an, dass Gott ihn dort hinausgeschickt hatte.
Ich sagte: „Hunte, halt den Wagen an.“ Und wir sind alle herausgesprungen. Wo wir anhielten, blockierten wir die Straße, so dass Bruder Branham in der Auffahrt auf uns zukam und sagte: „Wie geht es euch?“ Und er nahm seinen Hut ab. Wir standen einfach da, beinahe wie angewurzelt, und er sagte: „Bruder, könntest du den Wagen nur ein wenig herübersetzen?“
Bruder Hunte ging hin und fuhr den Wagen mehr zur Seite.
Währenddessen stand Bruder Branham einfach da und es schien, als seien seine Augen ein wenig nebelig, so als schaue er in weite Ferne. Er sagte: „Habt ihr alle je meine Geschichte über Memphis gehört?“
Wir sagten: „Jawohl.“
Er sagte: „Nun, das Flugzeug wurde aufgehalten und eine farbige Schwester betete für ihren Sohn, der eine Geschlechtskrankheit hatte.“
Und er fuhr fort die Geschichte zu erzählen. Dann sagte er: „Bitte kommt in mein Studierzimmer.“ Also folgten wir ihm alle in das Zimmer. Er redete mit jedem Einzelnen von uns persönlich und jeder von uns hatte eine Frage, die wir ihm stellen wollten.
Schwester Alma war zu der Zeit noch nicht verheiratet, sie war ungefähr 19 Jahre alt, und auf ihrer Arbeit hatte sie einem jüdischen Mädchen gesagt, dass sie hierher fahren würde, um einen Propheten zu besuchen. Das jüdische Mädchen hatte gesagt: „Nun, wenn du einen Propheten besuchst, dann befrage ihn auf jeden Fall über das Heiraten.“
So sagte Alma: „Bruder Branham, hinsichtlich Heiraten, wenn eine Person heiratet…“
Er sagte: „Oh ja! Wenn du heiratest, dann achte auf jeden Fall darauf, dass beide Familien zustimmen und ihren Segen geben. Beide Familien.“
Vermutlich war dies für das jüdische Mädchen bestimmt, so jedenfalls dachte Schwester Alma, aber tatsächlich war es für sie. Später befand sie sich in einer ähnlichen Situation mit ihrem zukünftigen Ehemann und seinem Vater.
Dann wandte er sich Bruder Hunte und mir zu und nahm ein Bild von einem afrikanischen Eingeborenen auf, das in einer Zeitschrift auf seinem Tisch lag. Der Mann auf dem Foto hatte einen Knochen durch seine Nase, und er sagte: „Nun, dieser Mann liebt seinen Gott, und er wird für seinen Gott sterben. Vielleicht verfüttert er sich selbst an die Krokodile oder er geht über feurige Kohlen, aber ihr braucht das nicht zu tun. Alles, was wir tun müssen, ist, für Christus zu leben. Du brauchst nicht für Ihn sterben, sondern vielmehr für Ihn leben.“ Dann wandte er sich und nahm ein Bild von Bischof Johnson auf – einem sehr bekannten Radio-Prediger der Gemeinde Apostolic Church of Jesus Christ in Philadelphia. Er hatte das Bild genau dort in seinem Studierzimmer, und er sagte: „Nun, er hatte das Wort, aber ihr Brüder sorgt dafür, dass ihr Liebe gemeinsam mit dem Wort habt.“
Wir begannen am 6. Januar 1963 in meinem Haus Gottesdienste zu haben. Die Menschen fingen an von überall herzukommen und bald waren wir eine große Gruppe. Wir benötigten mehr Platz. Ich rief Bruder Billy Paul an und sagte: „Bruder Hunte und ich müssen diese Arbeit ausweiten, aber hier benötigen wir erst eine Lizenz, die es uns erlaubt, ein Gebäude als Gemeinde zu mieten. Wir fragen uns, ob wir vielleicht im Tabernakel ordiniert werden könnten, denn wir möchten keine Ordinations-Papiere von der Pfingstkonfession haben.“
Bruder Billy Paul bat mich, einen Brief an den Propheten zu schreiben und das tat ich und in dem Brief erwähnte ich Elia dreimal. Ich ließ Bruder Branham wissen, dass ich genau wusste, wer er war. Dann schrieb er mir zurück und sagte: „Schreib dies an Bruder Joseph Mattsson-Boze.“
Als mir gesagt wurde, ich solle Bruder Mattsson-Boze schreiben, empfand ich in meinem Herzen ihm zu sagen, dass Bruder Branham den Geist des Elia aus Maleachi 3 hat.
Im Juni erhielten wir zwei Formulare, die sagten: „Lass deinen Pastor dies unterschreiben.“ Nun, unser Pastor war Bruder Branham, also rief ich wiederum Bruder Billy Paul an und sagte ihm, dass die Formulare da waren und was wir brauchten. Und er sagte: „Komm einfach vorbei, Bruder Coleman.“
Ich fragte: „Wird es Bruder Branham möglich sein, uns zu ordinieren?“
Er sagte: „Oh sicher! Nein, einen Moment mal. Vater muß zum Zahnarzt gehen und sich da am Freitag einer größeren Behandlung unterziehen, daher wird er ein paar Tage nicht verfügbar sein.“ Ich sagte: „Das macht nichts, Bruder Billy. Kann Bruder Neville das übernehmen?“ Wir wollten einfach unsere Papiere bekommen und hinausziehen und die Botschaft predigen.
Er sagte: „Kein Problem.“ Also fuhren wir hin.
Am Samstagmorgen rief ich Bruder Neville an und sagte ihm, dass Bruder Billy gesagt hatte, dass er uns ordinieren würde, da Bruder Branham zum Zahnarzt müsse.
Aber er sagte: „Oh nein! Bruder Bill wird das machen.“
Ich sagte: „Aber was ist mit seinem Zahnproblem?“ Aber er versicherte mir, dass es dem Propheten gut gehe.
Am Sonntagmorgen, als wir in der Gemeinde ankamen, trafen wir mehrere Brüder und erzählten ihnen, dass wir an dem Morgen von Bruder Branham ordiniert werden sollten. Einige von ihnen versicherten uns, dass das nie geschehen würde und deuteten an, wir wären nicht ganz richtig im Kopf, wenn wir tatsächlich glaubten, dass wir vom Propheten ordiniert werden würden.
In der Gemeinde saßen wir einfach sehr still und warteten ab, was wirklich geschehen würde. Bruder Branham kam zur Kanzel und begann zu sprechen. Dann sagte er: „Wir haben einige farbige Brüder hier bei uns, jung, ich meine jung im Dienst. Sie sind hier, um ordiniert zu werden. Gib uns die Dur für ‚Als die Feuerkohle den Propheten berührte‘“. Und dann sagte er: „Kommt nach vorne, Brüder.“ Am Podium wollte er, dass wir uns zur Zuhörerschaft umdrehen sollten.
Ich weiß, dass viele erstaunt waren, dass er uns nach vorne gerufen hatte. Dann bat er andere dienende Brüder der Gemeinde nach vorne zu kommen, um uns auch die Hände aufzulegen. Bruder Ruddell ging mit uns nach vorne und Bruder Neville war bereits am Podium und so waren es die beiden, die uns gemeinsam mit Bruder Branham die Hände auflegten, während er betete: „Himmlischer Vater, mögen diese beiden Männer nun leben und wirken in der Ernte Gottes.“ Es ist alles auf dem Tonband Die Anklage.
Während unserer Weihe machte der Prophet eine kurze Bemerkung, die ich nicht deutlich verstanden habe und aufgrund der Hintergrundgeräusche ist es auf dem Original-Tonband beinahe unhörbar. Erst 1983 habe ich herausgefunden, dass das was der Prophet sagte „gute Gesundheit und Stärke“ war.
Über die Jahre habe ich viele körperliche Krankheiten und Beschwerden gehabt. Ich wusste nicht, dass es eine Verheißung von „guter Gesundheit und Stärke“ durch den Propheten gesprochen, gab. Nachdem ich die fehlenden Worte ausfindig gemacht hatte, leitete der Heilige Geist mich dazu die Predigt Wie der Adler seine Jungen aufscheucht zu lesen und er machte mir diesen Abschnitt besonders lebendig: „Ich habe Menschen gesehen, die an Rollstühle gebunden waren und auf dem Sterbebett mit Krebs, aber als Gottes Geist eine Erweckung schenkte, wurden sie wiederhergestellt und standen in großer Freude aus den Rollstühlen auf und von den Bahren herunter! Unser großer Gott stellt uns wieder her; Er erneuert unsere Gesundheit, Er erneuert unsere Stärke, Er erneuert unsere Hoffnung. Er erneuert uns beständig! Amen. Seht ihr Teuren, weshalb wir mit Adlern verglichen werden? Wir sind im Geist erneuert, so wie sie es sind.“
1964, ein Jahr nachdem wir geweiht worden waren, kam Bruder Rassmussen, der Sekretär der Gemeinde Independent Assemblies of God, nach New York und sprach in unserer Gemeinde. Er sagte uns: „Ja, im vergangenen Jahr rief Bruder Branham mich an und sagte mir, dass er zwei Pastoren ordinieren wolle und fragte, ob ich ihm zwei Formulare schicken könnte.“
Als Bruder Hunte und ich das hörten, könnt ihr euch den Schock und die Verwunderung vorstellen, dass Bruder Branham selbst Bruder Rassmussen angerufen hatte und ihn gebeten hatte, die Formulare zu schicken!
Im August 1965 waren wir in Jeffersonville für die Gottesdienste, als ich Bruder Pearry Green eines Tages traf und er zu mir sagte: „Bruder Joe, komm in die Eingangshalle des Holiday Inn Hotels vor dem Restaurant am Samstag um genau zehn Minuten vor neun Uhr morgens.“ Ich kam pünktlich an und ging in die Eingangshalle. Das Restaurant befand sich an der Seite und ich sah Bruder Branham darin sitzen, mit dem Rücken zur Tür, und Bruder Pearry saß mit dem Gesicht zu mir. Ich trat zur Seite und wartete und genau um neun Uhr kamen sie gemeinsam heraus. Bruder Pearry sagte: „Bruder Branham, dies ist Bruder Coleman aus New York. Seine Gemeinde kam für die Vorhänge in deinem Studierzimmer auf.“ Bruder Branham sagte: „Oh, Bruder, das hättet ihr nicht tun sollen. Lass es mich dir bezahlen.“ Und er griff nach seinem Scheckbuch. Ich sagte: „Nein, nein, Bruder Branham, tue das nicht, bitte. Das ist unser Segen an dich.“ Er sagte: „Jesus sagt: ‚Soviel ihr den Geringsten getan habt, habt ihr mir getan.‘“ Da habe ich ihm beinahe die Hand an seinem Arm zerdrückt.
Bruder Pearry erzählte mir später, dass, während ich in die Eingangshalle trat, Bruder Branham zu ihm gesagt hatte: „Einer unserer farbigen Brüder ist gerade eingetroffen.“
Wenn ich daran denke, dass Gott Seinen Propheten gebrauchte, mich zweimal herauszurufen und mir solche Worte der Inspiration zukommen zu lassen, anregende und heilende Verheißungen, demütigt es mich und versetzt mich in Ehrfurcht ob solcher Auszeichnung. Es ist wirklich ein Vorrecht und eine Ehre gewesen, den Propheten dieses Zeitalters, Bruder William Marrion Branham, gekannt zu haben.
Meine Gedanken gehen zurück zu einem sehr besonderen Tag in meinem Leben, an dem ich berührt wurde von der Liebe und der Sorge des Propheten. Es war am 14. Juni 1964 in dem Morgengottesdienst wo Bruder Branham uns die Enthüllung Gottes brachte. An dem Abend predigte er Der Sonderling und ich kann gewiss sagen, dass Gott, verhüllt im Propheten, mich getröstet hat in der Zeit meiner größten Not.
Ein Bruder hatte mir gesagt, dass Bruder Billy Paul mich sehen wolle. Nach dem Gottesdienst ging ich zum Parkplatz und dort sah ich ihn mit Bruder Branham. Alle Kraft hatte den Propheten verlassen, er war schwach und Bruder Billy Paul stützte ihn. Mit einem Mal straffte Bruder Branham seinen tapferen kleinen Körper, wandte sich mir zu und sagte: „Bruder Coleman, ich habe mich drinnen nach dir umgeschaut, um dich aufzurufen.“ Und dann sprach er mit einer solchen Aufrichtigkeit diese drei einfachen Worte: „Gott segne dich.“ Was kann ich sagen! All meine Sorgen und Lasten wurden vollständig von mir genommen und ich nahm mir in meinem Herzen vor, von nun an den guten Kampf zu kämpfen.
Als Bruder Branham zu mir „Gott segne dich“ sagte, kann ich bezeugen, dass die Segnungen wahrhaftig weit über das hinausgingen, was ich mir je für mich selbst gewünscht haben könnte, für meine Familie, meine Gemeinde und alle, mit denen ich Gemeinschaft pflege. Treffend sagt die Bibel: Glaubt den Propheten und es soll euch gelingen.
Josaphat trat hin und sagte: Hört mir zu, Juda und ihr Bewohner von Jerusalem! Glaubt an den HERRN, euren Gott, dann werdet ihr bestehen! Glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen! – II Chronik 20:20
„Generation – Erinnerungen an das Leben eines Propheten“ · © 2006 Believers International · Deutsche Ausgabe: Gemeinde Krefeld-Uerdingen, aus dem Amerikanischen von Rahel Skau · mit Erlaubnis; darf nur kostenlos weitergegeben werden